Ich bin so froh,dass Ihr mir geantwortet habt,das tut richtig gut!
Ich werde mich nicht hängen lassen.Das was an der Sache positiv ist,dass ich glaube erhat mich nicht verlassen weil er mich nicht mehr wollte oder weil er eine andere liebt, sondern es war "höhere Gewalt".
Man könnte ihm ankreiden,dass er nicht genug Mut hatte.Dass seine Liebe nicht gross genug gewesen ist um dafür zu kämpfen,aber ich kann mich ahnungsweise in ihn hineinversetzen.
Wie kann er seine,aus seiner Sicht,einzige Sicherheit aufgeben indem er gegen alle geltenden Gesetze der Familie verstösst, seine Eltern ins Unglück stürzt, um dann vielleicht nach 2-3 Jahren zu scheitern und dann alleine in die Wüste zurückzukehren und ärmer zu leben als jetzt.
Wie würde ein Mensch wie er,der in einer Gesellschaft lebt,die seit Generationen dank des Familienzusammenhangs überleben in Europa zurechtkommen? Dort wo er lebt ist er ein stolzer Mann und hier? Ich kann zwar sagen ich liebe das einfache Leben, die Natur, die Wüste und die Kamele und das stimmt auch, aber ich könnte trotzdem nicht das Leben dieser Leute ehrlich teilen, Ich bin doch die Frau die ihren eigenen Willen hat und ich würde versuchen ihn von dieser für mich konservativen und ungerechten Lebensart zu entfernen. Und ich würde natürlich auch viel von ihm verlangen, das was wir halt von unseren Männern wünschen, Aufmerksamkeit,Gespräche,Gleichberechtigung,ich würde wollen dass er mit mir Dinge zusammen macht.Und vielleicht würde ich wenn ich sehe, dass das Leben so wie ich mir das vorstelle mit ihm nicht klappt... naja.
Was ich sagen will, vielleicht könnte ich ihm diese Sicherheit nicht garantieren.
Deshalb kann ich auch nicht um ihn kämpfen,durch Anrufe, Briefe usw. weil ich glaube es muss auf beiden Seiten eine gewisse Lust auf Risiko sein,der Wille neue Erfahrungen zu machen!
Ich möchte auf jeden Fall diese Zeit nicht missen, es war eine sehr schöne Zeit und ich hoffe auch für ihn.