**Sextourismus** Informationen zu Sextourismus... deutsche männliche Sextouristen ist Südostasien und dort vor allem Thailand, sowie Kuba; für weibliche Sextouristinnen in erster Linie Tunesien, die Karibik ...
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Unter Sextourismus versteht man eine Reise, die touristisch organisiert ist, jedoch von den Reisenden im großen Stil dazu genutzt werden, Beziehungen zu lokalen Prostituierten aufzunehmen. Das typische Reiseland für deutsche männliche Sextouristen ist Südostasien und dort vor allem Thailand, sowie Kuba; für weibliche Sextouristinnen in erster Linie Tunesien, die Karibik (dort vor allem Kuba) und ebenfalls Thailand. Ebenfalls ausgeprägt sind männliche sextouristische Kurzbesuche in grenznahen Gebieten der Tschechischen Republik.
Neben dem Sextourismus im großen Stil nach obiger Definition gibt es auch gelegentliche Prostitution von Einheimischen zu Touristen/Touristinnen.
Sextourismus ist stets ein Geschäft mit der Armut und Ausdruck der Ausbeutung der Entwicklungsländer. Da die Arbeitskraft der Menschen in diesen Ländern trotz schwerer Arbeit schlecht vergütet wird, und zudem wenig Arbeitsmöglichkeiten gerade für Frauen bestehen, werden sexuelle Dienstleistungen häufiger als in entwickelten Länder und zu einem niedrigeren "Tarif" angeboten. Prostitution ist daher auch nur eine Begleiterscheinung der normalen Prostitution eines Landes; von Thailand wird angenommen, dass nur ca. 1% bis 2% des Sexgeschäfts auf Ausländer, insbesondere westliche Sextouristen entfällt.
In typischen Sextourismus-Destinationen wird Prostitution häufig angeboten. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele allein reisenden Männer, aber auch manche alleinreisende Frauen Sextouristen sind. Der Sextourismus lebt - wie der normale Tourismus auch - vom niedrigeren Preisniveau der angebotenen Dienstleistungen und der fehlenden sozialen Kontrolle des Heimatlandes der Freier.
Die Geschichten der Prostituierten in Sextourismus-Destinationen ähneln sich häufig: Schulbildung ist nicht oder kaum gegeben. Häufig waren sie verheiratet, haben Kinder und wurden von ihrem Mann verlassen. Evtl. wird noch zusätzlich ein Familienmitglied krank, sodass Geld beschafft werden muss. Hauptargument neben der Notwendigkeit Geld zu verdienen ist, dass die Frauen nicht wollen, dass ihre eigenen Töchter in der Prostitution enden. Manchmal ist aber auch nur der Wunsch nach einem über dem Landesdurchschnitt liegenden Einkommen Motiv zur Ausübung der Prostitution.
Sextourismus-Destinationen stellen auch einen Heiratsmarkt dar. Unter den Bardamen finden sich kaum Frauen, die an mehreren Kunden in einer Nacht interessiert sind. Bevorzugt werden Kunden, mit denen ein Dauerverhältnis aufgebaut werden kann, das die gesamte Besuchszeit des Touristen andauert und wenn möglich auch verlängert wird. Sofern sich ein Arrangement finden lässt, bei dem der Partner regelmässig Geld für den Unterhalt der Familie überweist, wird weitere Prostitution vermieden, so gut es geht. Eine Ehe mit einem Ausländer ist eine willkommene Chance, sowohl der Armut als auch der Prostitution zu entkommen. Die eigenen Kinder bleiben dabei häufig im Heimatland zurück.
In den thailändische Heimatdörfern der Frauen wird über Prostitution nicht gesprochen. Zwar ist die finanzelle Unterstützung der Familie willkommen, das Verhalten der Frauen wird aber dennoch missbilligt. In einigen Dörfern soll jede zehnte Frau mit einem Ausländer verheiratet sein, jedoch wird kein Wort darüber verloren, wie sich die Paare kennen gelernt haben.
Siehe auch: Übersicht Tourismus
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