Polygamie ist nur in Tunesien gesetzlich verboten und in Marokko an die explizite Zustimmung eines Richters sowie der ersten Frau gebunden.

Mehr: http://www.die-gdi.de/die_homepage.nsf/0/7ba2ebede5eef2fcc1256f81003054da/$FILE/Internetfassung%20Studie%209%20Loewe.pdf

In einem Bericht heißt es:

Die Fremdherrschaft endete erst 1956. Der neue Regierungschef Habib Bourguiba, Nationalist und Führer der sogenannten Neo-Destour-Partei, erklärte das Land zur Republik und ließ sich selbst zum Staatsoberhaupt wählen. Seine Politik war westlich orientiert: So führte er weltliche Gerichte ein und verbot die Polygamie. Alle seine Maßnahmen dienten dem Zweck, den Einfluss des Islam zurückzudrängen.

http://lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=1581&Seite=3

Frauen: Tunesien war Vorreiter was die rechtliche Stellung der Frau in islamischen Ländern betraf:

Polygamie wurde abgeschafft, das Heiratsalter für Männer auf 20 und für Frauen auf 17 Jahre heraufgesetzt. Frauen können den Ehemann selbst wählen Erbanteile einfordern und einkla-gen, über ihr Vermögen bestimmen und auch die Scheidung einreichen. Selbst die Vormundschaft für ihre Kinder konnte sie einklagen. Frauen sind im Arbeitsalltag fest integriert.

Claudia