Martin, mal abgesehen davon, dass Kartenspielen IMMER wichtiger ist (Da fallen mir nur 1-2 Ausnahmen zu ein... [Breites Grinsen] ) haben Tunesier glaube ich eine andere Einstellung zum "Tier" an sich...

Als ich mich mal darüber unterhielt, dass ein Hund vielleicht nicht gerade an einer 1 m Kette inner prallen Sonne sein Dasein fristen soll, dass man nett zu ihm sein sollte, dass er Auslauf braucht und dass dieser Hund absolut psychisch gestört sei, wurde ich angeguckt wie ein Mondkalb... [Schüchtern]

Weit verbreitet ist einfach die Meinung: Tiere (und Babies (!!!!)) kennen keinen Schmerz....
Tiere sind nur dazu da, dem Menschen zu nützen....

Mir bricht ja auch immer das HErz, wenn ich dieses arme Kamel im Barouta in Kairouan sehe...die Antwort ist dann "Das ist ein Tier, dem ist das egal"...

Die weiterführende Frage ist natürlich jetzt: Ist Tierliebe, so wie wir sie verstehen, ein "Luxus"?
Ich finde es schon grotesk, wenn hier bei der Shebawerbung Frauchen Petersilie draufmacht und sich hinterher die Finger ableckt..(ihhhh!!!)...oder wenn auf einmal im Katzenfutter Lorbeerblätter sind...oder wenn überzüchtete kleine Kläffer im Gucci-Körbchen schlafen...etc...und wie gesagt, auf der anderen Seite unsere Tierfabriken..das ist gehörig doppelmoralisch, finde ich....

Ich denke, beide Kulturen haben keine gesunde menschenwürdige Einstellugn zum "Tier".
LG
Katja