Das Scheidungsrisiko wächst mit jedem neuen und jüngeren Heiratsjahrgang. Zwar verringert es sich mit zunehmender Ehedauer, die Kurven flachen ab; doch je jünger die Heiratsjahrgänge, desto mehr steigt die Scheidungsneigung gerade auch noch bei hoher Ehedauer. Am häufigsten werden Ehen nach einer Dauer von 5 bis 9 Jahren geschieden. (Die ausserordentliche Abnahme der Scheidungszahlen 2000 hatte wenig mit einer Verhaltensänderung der Ehepaare zu tun, sondern war in erster Linie Folge des auf den 1.1.2000 eingeführten neuen Scheidungsrechts.)

Mit der Zahl der Scheidungen steigt auch diejenige der Scheidungskinder. Auch das Alter der betroffenen Kinder hat sich immer mehr nach unten verschoben. Heute ist fast die Hälfte (45%) der Kinder zum Zeitpunkt der Scheidung der Eltern jünger als 10 Jahre.