Tja, Frauen und Männern in patriachalischen Strukturen wird das ja bereits jahrtausdendelang antradiert:
da könnte man ja jetzt z.B.mit der Gendertheorie kommen, die besagt, dass es sehr wohl zu unterschieden gilt zwischen Sex (Geschlecht) und Gender (Geschlechterrolle):
hier mal eine kleine Einführung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechterrolle

Geschlechterrolle
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter Geschlechterrolle oder Geschlechtsrolle versteht man

die Verhaltensweisen, die in einer Kultur für ein bestimmtes Geschlecht als typisch oder akzeptabel gelten (kulturelle Geschlechtsrolle)
die Verhaltensweisen eines Individuums, die dieses mit seiner Geschlechtsidentität in Verbindung bringt und/oder mit denen es seine Geschlechtsidentität zum Ausdruck bringen will (individuelle Geschlechtsrolle), werden überwiegend von der kulturellen Geschlechtsrolle determiniert
Soziologie und Psychologie sprechen von Sex und Gender, um die kulturell vorgegebenen Geschlechterrollen von den biologischen Gegebenheiten zu unterscheiden.

Kulturelle Geschlechterrollen sind einem ständigen Wandel unterworfen; lediglich die unterschiedlichen biologischen Rollen von Frauen und Männern bei der Fortpflanzung wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht in Frage gestellt. Erst seitdem die Medizin hier - zur Zeit allerdings noch größtenteils theoretische - Möglichkeiten bietet, diese biologischen Rollen teilweise zu verändern, wird auch dieser Teil der Geschlechtsrollen diskutiert; allerdings ist diese Debatte noch auf Randbereiche der Gesellschaft beschränkt.

Der kulturelle Aspekt der Geschlechtsrollen ist sehr breit gefächert. Auch wenn Haupttendenzen erkennbar sind, sind doch fast alle Möglichkeiten der kulturellen Aufgabenteilung irgendwo und irgendwann praktiziert worden.

Die bekannteste Norm für kulturelle Geschlechtsrollen dürfte die heteronormative oder patriarchalische sein, welche im Westen seit Beginn des vorigen Jahrhunderts zunehmend in Frage gestellt und modifiziert wird.

Die ursprünglich religiöse Begründung für diese Rollenteilung wurde zunehmend durch Argumente, die meist auf einzelnen Forschungergebnissen aus den Bereichen Anthropologie und Biologie basieren, ersetzt (siehe Biologismus). Beide Argumentationsstränge und ihre Folgerungen werden sowohl in den genannten Wissenschaften als auch von der Frauenbewegung kritisiert.

Die traditionelle Rollenzuschreibung impliziert:

Es gibt genau zwei Geschlechter (Mann und Frau) und jeder Mensch ist genau einem von diesen beiden Geschlechtern zuzuordnen.
Es gibt "natürliche" und strikt voneinander getrennte Geschlechtsrollen, welche Männern und Frauen automatisch zugeschrieben werden. Diese Geschlechtsrollen sind:
Männer
Oberhaupt und Ernährer der Familie
Zuständig für Kontakte nach Außen
Stark, rational, kämpferisch, sexuell aktiv
Männer als "Jäger"
Frauen
Abhängig von und unterworfen einem männlichen Beschützer (Vater, Ehemann etc.)
Zuständig für die sozialen Bindungen innerhalb der Familie
Schwach, emotional und irrational, ausgleichend, sexuell passiv oder desinteressiert
Frauen als auf Jäger angewiesene "Brutversorgerinnen"
Sowohl die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts aufkommende Frauenbewegung als auch politische Veränderungen wie die Industrialisierung und insbesondere die beiden Weltkriege, die es erforderten, dass Frauen den "angestammten" Platz verließen, führten zu starken Veränderungen der Möglichkeiten innerhalb der Geschlechtsrollen; dabei wurde die weibliche Geschlechtsrolle stärker liberalisiert als die männliche, so dass heute die Bandbreite der Möglichkeiten für Frauen wesentlich größer ist als für Männer.

Gleichfalls wurden in verschiedenen Geistes- und Naturwissenschaften Forschungsergebnisse und Studien vorgelegt, die die Grundlagen der traditionellen Rollenverteilung widerlegen. Auch die Prämisse, dass es ausschließlich zwei strikt von einander getrennte Geschlechter gäbe, gerät zunehmend ins Wanken. Hier ist vor allem die Transgender-Bewegung und die zunehmende Wahrnehmung von Intersexualität zu nennen.

Siehe auch: Soziale Rolle