dann hast Du ein anderes Hirn als der Durchschnittsmensch... [Breites Grinsen] :

http://neon.stern.de/kat/liebe/single/25571.html
Der Liebesrausch im Gehirn
29/09/04 | 12:21

Verliebtheit ist nicht Liebe. Forscher können dies nun beweisen.

Verliebtheit gilt als die bessere, leidenschaftlichere Form der Liebe und als Garant für eine glückliche Beziehung. Forscher fanden nun heraus, dass Verliebtheit und Liebe miteinander nur weitschichtig verwandt sind. Sie erfüllen verschiedene Funktionen für das menschliche Zusammenleben und begründen sich auf unterschiedlichen biologischen Vorgängen.

Die Anthropologin Helen Fischer bringt in ihrem Buch „Why we love: The Nature and Chemistry of Romantic Love“ neue Beweise über die Unterschiedlichkeit dieser Gefühle. Die New Yorkerin untersuchte die Gehirne von 40 frisch verliebten StudentInnen mit dem Ziel heraus zu finden, was dort passiert, wenn man sich verliebt.

Die Forscherin brachte ihre Versuchpersonen an einen unromantischen Ort. Dort wurden ihre Köpfe für zwölf Minuten in die Röhre eines Computertomografen geschoben. Auf einem über ihren Augen angebrachten Spiegel wurde den StudentInnen ermöglicht ein Foto des/der Angebeteten außerhalb des CT dreißig Sekunden lang zu betrachten. Danach wurde ihnen eine Zahl gezeigt, von der sie in siebener Schritten rückwärts zählen mussten. So wurde das Gehirn wieder auf neutral umgeschaltet. Anschließenden mussten die StudentInnen ein emotional gleichgültiges Bild betrachten. Sechsmal musste jede Versuchsperson dieses Schema durchlaufen.

Sehr schnell fand Fischer heraus, dass Verliebtheit besonders in zwei bestimmten Gehirnarealen beheimatet ist: im Caudate Nucleus und in der VTA-Region, welche im ältesten Teil des Gehirnes zu finden ist. Dort wird auch der Botenstoff Dopamin, der als „Verliebtheitsdroge“ gilt, hergestellt.
Durch genauere Analysen wurden geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Verliebtheit festgestellt. Bei Frauen werden auch jene Gehirnareale aktiv, die für die Verarbeitung von Gefühlen und Erinnerungen und für Aufmerksamkeit zuständig sind. Bei Männern sind zusätzlich zum Caudate Nucleus und der VTA-Region auch jene Zonen aktiv, die für sexuelle Erregung, die Erektion und visuelle Stimulation verantwortlich sind.

Was sich im Gehirn verändert, wenn aus Verliebtheit Liebe wird, untersuchte der Wissenschafter Andreas Bartels vom Max-Planck-Instituts für Biologie und Kybernetik gemeinsam mit seinem Kollegen Semir Zeki vom University College in London mittels einer ähnlichen Versuchsreihe wie Fischer. Die Versuchspersonen waren diesmal schon länger mit ihrem Partner zusammen sein, durchschnittlich 2,3 Jahre. Die Computertomografie zeigte bei dieser Versuchsreihe frappante Unterschiede zu der jener mit den frisch verliebten Personen. Bei diesen Menschen waren nun auch andere Gehirnbereiche aktiv: der Anteriore Cinguläre Cortex und der Insulare Cortex. Wissenschafter vermuten, dass diese Hirnareale für die Verarbeitung des Gefühlschaos verantwortlich sind. Das heißt, dass in dieser Region Gefühle mit Erinnerungen in Einklang gebracht, dem Individuum die eigenen Emotionen bewusst gemacht und die Gefühle anderer Menschen eingeschätzt werden.

Das Ende der Verliebtheit ist das Ende des Dopaminrausches. Viele Menschen glauben in diesem Moment, dass die Luft heraus aus ihrer Beziehung ist und machen sich auf die Suche nach jemand Neuem. Doch das Ende der Verliebtheit kann auch der Anfang von richtiger Zuneigung und Verbundenheit sein. Aus purem Verliebtsein wird Liebe, denn nun sind andere