Hallo, nochmal zum thema. ich finde ja, das beide aspekte durchaus richtig sind:
am anfang denken wohl die meisten frauen/maechen nicht wirklich an die folgende situation ihrer maenner hier in deutschland.
wie karmossa oder irgendwer anderes schrieb. man will nur schnell habibi hier haben.
und man kann ja auch nicht viel anderes machen, um herauszufinden, wie es dann im alltag hier ist, als eben schnell heiraten.
alles reflektiereun und nachdenken und gruebeln bringt an dem punkt letztendlich sowieso nur auf folgende moeglichkeiten: ausprobieren und ins kalte wasser springen oder schlussmachen, weils zu viele risiken birgt. (oder im seltensten falle: nach tunesien gehen und dort mal das zusammenleben probieren. aber da lernt man auch nix darueber, wie sich mann hier in deutschland verhaelt...ich kenne auch faelle, wo es dort geklappt hat und hier das uebliche passiert und alles gar nicht mehr gut lief!)

ich denke aber, wenn die maenner dann hier sind, liegt es in der natur der meisten frauen, sich auseinanderzusetzn, wenn die ersten probleme auftauchen.
das gebe ich katja durchaus und 100% recht. ich habe wenige frauen kennengelernt, die nicht sehr viel ueber die kultur und die situation ihres mannes hier im kalten deutschland nachgedacht haetten, immer wieder versucht haben, sich in habibi reinzuverstzen, um ihn zu verstehen, wege zu suchen, es ihm hier zu erleichtern.
NUR: das alles bringt aus meiner erfahrung REIN GAR NICHTS!
da muessen sie echt selber durchkommen. je mehr verstaendis und versuche, ihm zu helfen, desto eher fuehlen sie sich noch schlechter, unselbststaendiger, minderwertiger. dann reagieren sie oft mit auflehnung ("Emanzipation")gegenueber der frau, der deutschen umgebung / kultur, was zusaetzliche probleme bringt 8weil sie sich eben auf diese weise NICHT anpassen koennen und viele gute und schlaue ratschlaege der umgebung NICHT annehmen) oder im schlimmeren falle mit bevormundung der partnerin, staendigem weggehen, keinerlei ruecksicht mehr auf die wuensche/Gefuehle der partnerin oder sogar mit schlaegen, agressivitaet, fremdgehen, um ihr bild des selbstbestimmten, starken mannes wieder gradezuruecken.
da ihnen das damit meist nicht gelingt, verachten sie sich womoeglich dadurch nur noch mehr und alles dreht sich im kreis.
Soweit die analyse ein der frauen, die sich unendlich mit den befindlichkeiten der tunesischen maenner hier beschaeftig hat.
und ich bleibe dabei, das alles versatendis hier gar nichts nuetzt, sondern dass mann sein selbsbewusstsein und wohl befinden (wie uebrigens jeder mensch!) im grunde aus sich selbst schoepfen muss.

ich weunsche jeder frau, die so eine beziehung anfaengt, dieses wissen in der anfangsphase der beziehung, und nicht nach vielen, vielen problemen, missverstaendissen, kaepmpfen. manche haben das wissen halt schon am anfang, oder sie lassen ihrem mann von anfang die "zuegel lose", schauen sich das an und stecken ihre eigentlichen beduerfnisse eben solange zurueck, bis sie merken, dass das ihnen nicht das erhoffte bringt.
das sind dann eher die, die den kerl ziemlich schnell vor die tuer setzten. ich sag da nur: bravo! und bin neidisch, weil ich eben eine von denen bin, die auch noch im aussichtslosesten falle kaempfen und so viel, viel kraft verschwende.
ich denke nicht, dass das meist mit fehlendem verstaendis fuer die maenner zu tun hat, sondern mit einer gesunderen selbstachtung und mehr "durchblick", statt weniger!!!