Wenn man in einer Beziehung/Ehe nicht mehr glücklich ist und das eigentlich auch weiß, belügt man sich lange Zeit selbst und versucht sich einzureden, dass das ja alles gar nich so schlimm ist..... Und dann kommt eben ein Auslöser und bringt gewisse Dinge ins Rollen. Bei der/dem einen ist es eben eine neue Person, die ins Leben tritt, bei jemand anderem ist es vielleicht nur ein schonungslos ehrliches Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin, das einem die Augen öffnet.
Und wer diese Prozedur nicht schon selbst mitgemacht hat, kann so eine Situation absolut nicht beurteilen, denn wie bei allem im Leben sind Theorie und Praxis zwei komplett verschiedene Dinge. Die Kiste "man sollte sich erst von jemandem trennen, dann bestenfalls eine gewisse Zeit alleine bleiben und irgendwann, wenn es auch "gesellschaftlich" wieder akzeptabel ist, eine neue Beziehung anfangen", ist doch in gewisser Weise auch eine Vorgabe der Umwelt, weil man Angst hat, es könnte jemand ein schlechtes Bild von einem haben.
Wer sich trennt und diesen Schritt mit allen Konsequenzen durchzieht, hat meinen vollen Respekt und ist sehr mutig. Ob man das nun wegen einem neuen potentiellen Partner oder Nachbars Katze macht, ist doch wurscht. Moralisch verwerflich fände ich es, mit jemandem ein Verhältnis anzufangen, sich den Ehemann/festen Partner aber aufgrund der finanziellen Absicherung und des bequemen Lebens warmzuhalten und seiner Umwelt die glückliche Beziehung vorzuspielen.
Ich denke, es ist auch ganz wichtig zwischen "Auslöser" und "Grund" zu unterscheiden. Ist ein anderer Mensch der Auslöser oder tatsächlich der Grund für eine Trennung? Neu entsthende Beziehungen, in denen sich gerade erste einer von beiden getrennt hat, haben denke ich nicht weniger oder mehr Chancen als jede andere Beziehung auch.
Grüße
Samia