Wenn ich deine beherzten Rettungsversuche für strand-gestrandete Tunesien-Urlauberinnen mit ernsten Risiken und Nebenwirkungen lese, drängt sich mir eine kleine, neugierige Frage auf:
Wieviele Tunesier/Araber haben dich eigentlich so vorsichtig (um nicht bitter und aggressiv zu sagen) werden lassen, dass du zu 99,9% davon ausgehst, dass (tunesische?) Männer "Schweine" sind? Ich meine - deine Vehemenz muss doch auf einer gewissen Empirik gründen?
Ich bin geschieden - gehe aber nicht davon aus, dass jede Ehe eine Farce ist, ich lebe mit einem (wesentlich jüngeren) Araber zusammen (mit dem ich aber nicht für die Ewigkeit zusammenbleiben werde - was allerdings meine Entscheidung ist) und ich nehme mal an, dass sich in meinen Beziehungsreigen evtl. schon noch der eine oder andere "Ausländer" einschleichen könnte, weil ich einfach neugierig auf Menschen bin und da relativ vorbehaltslos rangehe - wohl bedenkend (und erlebend) das da gewaltige Mentalitäts- und Kultur- und Traditionsunterschiede existieren, die eine Beziehung nicht unbedingt vereinfachen - allerdings finde ich deutsche Männer auch nicht einfacher, besser, leichter zu verstehen - sie haben ihre Macken und Defizite nur in anderen Bereichen.
Ich persönlich denke, das Gelingen oder Scheitern einer Beziehung hängt doch von unendlich vielen Faktoren ab, zu viele, um pauschal über eine ganze soziale oder kulturelle Gruppe zu urteilen. Und gerade hier - ich denke, man kennt nie die Backgrounds der Leute, die da posten, weiss nichts über Bildung, Abstammung, Erziehung, weiss - en détail zumindest - nicht, welche Gedanken sie sich im Vorfeld schon gemacht haben etc.
Ich bin durch diese ganzen Gedankenwust wie durch einen Urwald gegangen, habe mir manche Lücke mit der Machete freischlagen müssen, Wände einreissen, habe in meinem Umfeld viel negatives Feedback bekommen - kann aber jetzt sagen: Gut, dass ich es gewagt habe. Auch wenn es nicht "bis das der Tod uns scheidet" sein wird - es war eine gute Zeit, eine gute Erfahrung. Am Ende wird es ein bisschen weh tun, sicher - aber missen möchte ich es deswegen doch nicht. Ich konnte daran wachsen, daraus lernen und ich hatte (und habe noch) viele glückliche Momente. Es gab auch harte Zeiten - aber die hatte ich in meiner Ehe mit einem Deutschen auch.