Ich finde es nicht komisch, dass sich so viele Frauen in einen Tunesier verlieben.
Ich fliege schon seit vielen Jahren nach Tunesien, weil ich Land, Leute, Sprache und Kultur liebe und habe dabei viele nette tunesische Männer kennengelernt. Einige zähle ich zu meinen besten Freunden.
Ich bin mit einem deutschen Mann verheiratet (schon 18 Jahre!). Mein Mann liebt das Land wie ich und mich liebt er auch, so wie ich ihn (ich glaube, er war in seinem letzten Leben auch Tunesier?!)
Trotzdem ist es mir einmal passiert, dass der tunesische Amor mich erwischt hat und ich muß gestehen, dass ich damit angefangen habe! [nixweiss1] Heute glaube ich, dass es einseitig war und ich, obwohl ich es besser hätte wissen müssen, große Probleme hatte, von meiner rosaroten Wolke runterzukommen. Ich war wie von Sinnen und wußte doch, dass da etwas nicht stimmte. Mein "habibi" war sehr ehrlich. Er wollte um alles in der Welt nach Europa, um endlich mehr Geld zu haben. Er wußte aber, dass ich verheiratet bin. Eigentlich kein guter Ausgangspunkt für eine gemeinsame Zukunft?
Ich bin zur Besinnung gekommen, als die Wunschliste immer länger und teurer wurde und er mich auch direkt um Geld bat. Meine Affäre hat mich um viele Erfahrungen reicher gemacht, sie hat mir ein paar wunderbare Stunden geschenkt, mich eine Menge Geld gekostet (ich zahle immer noch meine Schulden ab) und mir letztendlich gezeigt, wo ich hingehöre und was mir in meinem Leben wirklich wichtig ist - nämlich mein Mann und meine Kinder. Wahrscheinlich war es eine Art von "Torschlusspanik".

Trotz meines negativen Erlebnisses mag ich tunesische Männer weiterhin sehr gerne und würde nie alle über einen Kamm scheren. Ich kenne, wie gesagt, sehr viele ehrliche, liebe tunesische Männer.
Den geschäftsmässigen, aufdringlichen und unehrlichen Typen sage ich allerdings meine Meinung sehr konkret, auch wenn das gar nicht gern gehört wird. Ich weiß, dass in Tunesien gerade auch ältere Frauen mit großem Respekt behandelt werden und den fordere ich in so einem Fall schon mal für mich ein. Nur weil wir aus einer anderen Kultur kommen und alleine reisen, sind wir nicht alle "Schlampen" oder "Freiwild".

Allerdings glaube ich nach eigener Beobachtung schon, dass viele Frauen nach Tunesien fliegen, um sich einen "Liebhaber" zu angeln, den sie zurück in Deutschland schnell wieder vergessen. Beim nächsten Mal suchen sie sich dann einen neuen. Daheim in Deutschland ist das gerade für ältere Frauen nicht so einfach und auch nicht gerade billig.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich ein tunesischer Mann in so eine Frau verliebt. Wird er dann von ihr enttäuscht/getäuscht, kehrt er vielleicht später den Spieß um. Wer weiß?

Wie seht ihr denn das? Gibt es diese Art "Sextourismus" wirklich?

[Durcheinander] Achlem