Hallo,
ich kenne auch dieses Gefühl. Muß aber gleich dazu sagen, jetzt im Nachhinein empfinde ich es gar nicht mehr so schlimm.
Denn meinem Mann seine Freunde konnten teilweise deutsch (mal mehr, mal weniger), also unterhielten die sich auch immer wieder mit mir, oder übersetzten, wenn mein Mann gerade nicht zur Stelle war. Mit anderen sprach ich dann in englisch, was dann auch weniger das Problem machte. Also ich war doch zu 95% integriert. Mit einem Freund von ihm verstand ich mich sogar nur mit Blicken oder Gesten (bitte jetzt nicht falsch verstehen - ging alles mit rechten Dingen zu!), denn er konnte nur französisch und arabisch und ich deutsch und englisch.
Wenn wir jetzt, seitdem er in D lebt, in Tunesien sind wohnen wir bei seinen Eltern. Da hat man auch fast keine ruhige Minute, wegen der ganzen Familie, den Freunden, Nachbarn usw. Die freuen sich alle, ihn wieder zu sehen. Aber wir haben abends öfters was alleine unternommen, sind mit dem Auto irgendwo rum gefahren, in den Zoo gegangen usw. Da hatten wir auch Zeit zum reden. Oder wenn wir wo anders in Tn sind, wohnen wir bei seinem Freund z.B. Der muß arbeiten gehen, also haben wir tagsüber die Zeit für uns. Abends waren wir auch in einer Woche 1-2 mal alleine unterwegs. Gott sei Dank, hat mein Mann es eigentlich von selber begriffen! Ich bin so froh darüber! Und ich muß ihm mit Verständnis etwas entgegen kommen und dann geht es.
Zu Hause, da habe ich ihn doch viel öfter für mich alleine, dann kann ich im Urlaub in seiner Heimat auch mal für die Zeit Abstriche machen, oder?
Und wenn ich die Sprache mal endlich besser lerne, was jetzt noch zu wünschen übrig läßt, dann kann ich mich auch mit den Leuten eher unterhalten oder zumindest mitbekommen, was geredet wird.
Gruß
Clabou