@Isabel

Freut mich, dass du dich so gut mit der tunesischen Familie verstehst [Lächeln] Ich glaube aber, dass es schon einige deutsche Frauen gibt, die sich auch gut in die neue Familie eingefunden haben, ich selber kenne einige. Ich denke anfangs ist oft Schüchternheit da, wenn man als "Fremder" die Familie des Freundes o. Mannes in einem vielleicht noch bisher unbekannten Land besucht und anfangs weiß man nicht so genau woran man ist und was von einem erwartet wird und wenn sprachliche Probleme dazu kommen, sind viele dadurch schon etwas befangen. Aber meistens legt sich sowas nach einer Weile.

Eine Cousine von mir (Tunesierin) ist mit einem Italiener verheiratet und als er die ersten Male mit ihr in Tunesien war, war er auch sehr schüchtern aber wenn er jetzt im Sommer dort ist versteht er sich mit der ganzen Familie super und versteht auch viel arabisch und spricht auch ein paar Brocken.

Das mit der Unnahbarkeit kann man auch nicht unbedingt so sagen, es kommt meiner Meinung nach auch darauf an, ob jemand schüchtern ist und den anderen mit einem lieben Lächeln begegnet oder ob er nur hochnäsig auf der Couch sitzt und sich an Nichts beteiligt.

Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich anfangs auch ziemlich zurückhaltend war, ich habe nicht viel gesprochen, habe mich aber trotzdem immer irgendwie einbringen können, zum Beispiel den Tisch decken vor dem Essen und so Kleinigkeiten, dadurch wußte die Familie meines Freundes mich richtig einzuschätzen, d.h. dass ich schüchtern war und nicht hochnäsig und sie haben mir etwas Zeit gelassen, bis ich sozusagen aufgetaut bin und jetzt fühle ich mich richtig wohlt dort und wir haben ein sehr gutes Verhältnis.

Viele Grüße
Sena [winken3]