thema flucht:
ich kenne bzw. hab von genug faellen sowohl erfolgreich, als auch ohne erfolg gehoert.
viele versuchen es ueber malt, da man als tunesier ein urlaubsvisum fuer da problemlos bekommt.
dann gehts weiter mit den schlepperbooten. da liegt wohl das groesste risiko. ich kenne persoenlich einen, der es bis zur kueste geschafft hat aber von dort geradewegs zurueckgeschafft wurde.
einige tunesier, sowie lybier usw., die hier sind, haben es aber ueber malta-italien-frankreich bis nach deutschland geschafft. manchmal leben sie hier schwarz, frueher oder spaeter werden sie aber erwischt. das scheint noch mit das schwierigste zu sein, hier dann nicht erwischt zu werden.
wird man erwischt, bleibt einem nichts anderes uebrig, als asylantrag zu stellen, meist ohne aussicht auf erfolg.
ich galube,, dann geht der jammer erst richtig los, alles davor ist dann verhaeltnismaessig harmlos... zumindest fuer die jungen maenner, die sich urspruenglich aufgemachthatten, um ein besseres leben zu finden in europa.
fuer diese ist asyl eigentlich wie gefaengnis. natuerlich koennte man jetzt sagen: selbst schuld, ie haben es ja nicht anders gewollt, sie haetten ebensogut zu hause bleiben koennen, auf die sogenannten wirtschaftsfluechtlingen wird ja viel geschimpft.
aber das finde ich nicht fair...denkt mal an die DDR, wie vile junge leute wllten weg, ohne wirklich politischen grund.
die fluechlinge sind meist herzlich aufgeommen worden im westen.
aber fuer araber gilt natuerlich was anderes. das sin ja keine deutschen...
es gibt ja auch genung deutsche, die gerne in australien oder amerika leben wollen, haben die politische gruende? nee, das ist benteuerlust, lust auf was fremdes, einen andere lebensweise.
aber wir duerfen das ja alles... die armen schweine aber, die zu hause kein zukunft haben, die genau wissen, dass es ihnen ein leben lang nicht besser gehen wird als ihren eltern und grosseltern usw, die duerfen das nicht? die sollen schoen zu hause beliben...?
nein, ich finde jeder sollte das ercht haben, dort zu leben, wo er moechte.

naja, zum thema asyl wollte ich nur sagen, dass ich damit ganz gut bescheid weiss, ich war in den heimen, ich weiss, wie es aslbewerbern geht. staendige meldungen auf den behoerden. staendig wird ihnen irgendwas geklaut. in den heimen pro flur nur eine dusch/toilette, alle nationalitaeten, ganze grossfamilien unter einem dach. und das meist auf dem land, wo die auslaender oft schief angesehen werden und sie sich ausser vielleicht durch waldspaziergaenge nicht beschaeftigen koennen. in der oertlichen einen kneipe koennen sie sich nicht sehen lassen!
die heime sind wirklich nur eine spur besser als knast! jede heruntergekommene jugenherberge ist luxus dagegen!
und frei ist ein asylberweber her auch nicht.
er darf je einen bestimmtes gebiet um die stadt, wo er gemeldet ist, nicht verlassen. offener vollzug sage ich da nur.
man kann nautuerlich den antrag stellen, mal einen freund in einer anderen grossstadt zu besuchen, aber der kann auch einfach so ohne grund abgelehnt werden.
wer macht das schon...
arbeiten darf man auch nicht...kein wunder, wenn fast alle jungen maennlichen ssylbwerber irgendwas illegales tun, im geringsten falle klamotten klauen oder zigaretten verscheuern...
sie werden ja fast in die kriminalitaet gezwungen.
ach ja, wenn man eine freundin hat, darf man eigentlich ja auch nicht bei ihr einfach mal so uebernachten, nee, nee, dazu muss man auch einen antrag stelen, weil eigentlich soll man ja im heim schlafen.
wenn man glueck hat, drueckt der heimleiter ein auge zu, und man muss nur jede woche einmal auftauchen, um nachzuweisen, dass man ueberhaupt noch da ist. tut man das nicht, wird man abgemeldet und die behoerdenlauferei geht los, um sich wieder irgendwo anzumelden. meist ist das dann ein anderes heim, womoeglich noch weiter auserhalb.
ja, allein schon die fahrten von so einem heim bis in die naechste grossstad kostet soviel geld, dass man mit den 80 mark taschengeld im monat nicht hinkommt!
Ach ja, das taschengeld wid an einem tag im monat ausgezahlt, und zwar im heim in einem zeitraum von zwei stunden oder in der behoerde in einem zeitraum von zwei stunden. Verpasst man den termin, was vielen passiert, dann ibts kein geld, tut uns leid...sie waren ja nicht da.
Natuerlich gibtts in den behoerden viele anstaendige leute, aber es ist auch platz fuer diejenigen, die spass an schikane haben...(ich habe mehr anstaendige, als die anderen kennengelernt!)

Also, mir wuerde noch vieles einfallen, was eigentlich eines menschen nicht unbedingt wuerdig ist.
Ich finde es kein wunder, wenn viele auslaender in einer solchen lage, als fremde und dann so behandelt, alle hoffnungen zerstoert, keine aufgaben, nichts zu tun (naja, man kann fuer so ca 2, bis3 mark die stunde gemeinnuetzige arbeit machen, sowas wie im asylbewerberheim putzen usw,... wuerde das einer von euch tun???)
Jedenfalls ist es kein wunder, wenn viele auf dauer durchdrehen, mist machen, aus langeweile und weil ihre einzigen erfolgserlebnisse vielleicht ein erfolgreicher markenjaensklau oder ihre einzige gerade fuer araber ja wichtige moeglichkeit, sich nach aussen zu profilieren, das geklaute oder von dieben erhandelte handy oder ne teure uhr ist.
Irgendwie haben sie ja nicht mehr viel zu verlieren... sooo viel schlimmer ist gefaengnis ja dann auch nicht. Und an eine zukunft glauben sie sowieso nicht mehr.-Wirklich solche worte habe ich oft gehoert.

Wir wohlstaendler sind immer so schoen ueberheblich... aber man koennte mal drueber nachdenkne, wenn wir in einer solchen situation waeren, wie wir handeln wuerden.
Man muss schon ne starke psyche haben, um sowas unbeschadet zu ueberstehen. Und das, wenn man aus dem elend kommt und dann auch bloss wieder im elend landet, in mitten von unsreichen, freien, wohlstaendlern, die gar nicht wissen, wie gut es ihnen wirklich geht!!!
Wir koennen da wirklich nicht mitreden! Also auch keine urteile faellen, so meine meinung.
Ich hoffe nur, dass das mit dem arbeisrecht fuer asylberweber demnaechst funktioniert, damit sie wenigstens den hauch von normalitaet und sinn und eine chance in ihrem leben haben.

Uebrigens: es gibt auslaender, die kleinkriminell waren oder gar drogen verkauft haben und wenn sie eine reale chance bekommen, schwarzarbeit oder sogar papiere wie z.B. durch heirat, die fleissigsten und anstaendigsten arbeiter wurden, die jede drecksarbeit fuer wenig geld in kauf nehmen.
Und es gibt diejenigen (ich kenne einen), die hier auf anhieb asyl bekommen, studiert sind (z.B. Jura) und NICHTS tun. Keine ausbildung, kein arbeiten. Nein, die leben schoen von sozailhilfe. Und bilden sich ein, sie sind was besseres, als so ein kleiner dieb, der sich mal ne schoene jeans klaut...
Ungerecht ist diese welt...

sorry fuer diesen erguss, aber das ganze thema macht mich ganz schoen fuchtig.