die haupsächlichen allgemeinen Probleme habe ich in meinen vorangegangenen Beiträgen schon geschildert. Jedenfalls solche, bei denen ich mittlerweile in der Lage bin, sie sachlich und einigermaßen objektiv darzustellen. Wenn ich die Geschichte meiner Ehe mit all den aufgetretenen bzw. auftretenen Problemen schildern sollte, dann würde das ganze ein Buch werden und das würde ich dann auch eher als solches veröffentlichen als hier im Forum. Nur soviel: ich war und bin mir nie sicher, wie lange diese Ehe Bestand hat. In mir ist die totale Unsicherheit. Wenn ich es irgendwie schaffe, wieder positiv an die Sache heranzugehen, dann kommt mit absoluter Sicherheit wieder irgendetwas, das mir dieses wacklige Etwas wieder nimmt. Es ist ein stetiger Prozeß und wenn ich nicht so ein geduldiger und kämpferischer Mensch wäre, der sich nicht so leicht mit Niederlagen abfindet, dann wäre diese Ehe bestimmt schon seit langem nicht mehr existent. Ich verstehe übrigens die Worte Albert Memmi's etwas anders. Es geht um das Erreichen von Bildung - dem Wunsch alles über das Leben, die Kultur, die Tradition, die Religion, na eben alles den Partner betreffende zu bekommen. Ich wollte nicht sagen, daß eine binationale Ehe nur zwischen Hochschulprofessoren o.ä. funktionieren kann. Wobei natürlich Bildungsunterschiede schon ein ziemliches Problem darstellen können. Es geht um die Einstellung des Einzelnen, die Gründe für die diversen Verhaltensmuster zu hinterfragen usw. und sich ggf. über die unbekannten Dinge zu informieren. Das Lernenwollen und das Interesse stehen im Vordergrund, nicht das Hochschuldiplom. Wenn ich es schaffe, werde ich Dir in den nächsten Tagen per Mail eine Kurzschilderung meiner ehelichen Probleme schicken. Im Moment bin ich arbeitsmäßig ziemlich gestreßt. (Falls ich es vergesse, erinnere mich daran!) Einen schönen Sonntag Anna