...wenn einem der andere nicht wirklich etwas bedeutet, winkt man da nicht eher mal ab und denkt sich: lass gut sein?
also im freundeskreis und ausserhalb, also mit entfernter bekannten, bin ich weitaus diplomatischer und weniger streitsuechtig, als in der beziehung. streit hat ja auch was damit zu tun, wie stark die gefuehle sind. je staerker die gefuehle, deto verletzlicher wird man und desto eher gibts mal streit.
denke ich.
man muss aber auch eine grenze finden, denn wenn man es zu weit treibt, in einem kaputt und man muss sich selbst schuetzen, was dann z.b. zu trennung fuehrt oder dazu, dass man eben lieber nachgibt, sich dabei innerlich aber vom anderen entfernt.

ich finde entscheidend, dass man spaeter drueber lachen kann oder zumindest drueber reden.
und dass man selbst im schlimmsten streit im tiefsten innern doch weiss, dass man den anderen liebt und resprektiert.
ich persoenlich koennte glaube ich gar niemanden lieben, mit dem ich nicht auch streiten kann.
mich machen meinungslose bzw. menschen, die ihre meinung nicht vertreten wollen oder koennen, zu schnell nachgeben oder sich dann lieber innerlich zurueckziehen wahnsinnig. (und das nicht nur in der partnerbeziehung, die besten freundinnen sind die, mit denen ich mich auch schon so richtig gezofft habe...)

und ist es nicht auch irgendwie schoen, wenn man genau weiss, der partner kennt die allerekligste und agressivste seite von einem und liebt einen trotzdem?

und nach und anche aendert sich ja auch die streitkultur, wenn man die grenzen ausgelotet hat udn die beziehung daran nicht zerbrochen ist, rueckt man doch eigentlich auch weiter zusammen und erreicht quasi auch eine hoehere ebene der verstaendigung. oder nicht?
besser am anfang streiten und sich annaehern, als am anfang alles wunderschoen, denn freuher oder spaeter zeigen sich die weniger schoenen seiten sowieso und dann ist man womoeglich so enttaeuscht und desillusioniert, dass man weniger bereit ist, kompromisse einzugehen.

also was die freudnin sagt, halte ich fuer quatsch, weil man einfach nie verallgemeinern kann. manche lieben bzw. brauchen die harmonie, anderen lieben den kampf und sind erst dann gluecklich, wenn sie um etwas gekaempft haben, weil fuer sie zu grossen gefuehlen beide seiten gehoert: kampf und versoehnung, liebe und hass usw..

schlecht ist nur, wenn zwei aneinadergeraten, die da sehr unterschiedliche auffassungen haben, also einer will friede, freude, eierkuchen und der andere will spannung, aufregung, zoff und grossartige versoehnung.
dann klappts wohl nicht.