@Claudia! [Wütend] Wenn ich daß so lese, könnte ich in den Monitor beissen! Bettenmachen ist Frauenarbeit?????
...und Orthografie wahrscheinlich Männersache...! Sorry, aber das sind ja Ansichten!

@alle
Meiner Meinung nach funktioniert eine binationale Partnerschaft sowieso nur, wenn die Frau ausreichend emanzipiert ist.
Ich meine jetzt nicht so sehr im Sinne von Alice Schwarzer, aber jeder, egal ob Männlein oder Weiblein, der sich für einen Partner aus einem Dritte Welt Land entscheidet, wird ganz schnell feststellen, daß das in Deutschland leider immer noch sehr weit verbreitete Rollenverhalten so nicht mehr funktioniert.
Egal ob auf Behörden, in der Autowerkstatt, beim Arzt oder im Baumarkt, der Partner aus der anderen Kultur wird eine gewisse „Einarbeitungszeit“ benötigen. Und an wem bleiben dann die ganzen angenehmen und unangenehmen Aufgaben des Alltags hängen?? Eine Frau, die brav zu Haus ihr Süppchen kocht und ihren Sinn des Lebens darin sieht, sich für ihren Partner herauszuputzen, ihm ein schönes Heim zu gestalten und sich um evtl. vorhandene Kinder zu kümmern, wird in einer binationalen Beziehung wahrscheinlich sehr bald an ihre Grenzen stossen. [nixweiss1]
Oftmals wird der ausländische Partner, zumindest zur Anfangszeit im fremden Land, bei manchen Dingen so hilfreich sein wie ein Kleinkind beim Lohnsteuerjahresausgleich, da finde ich es nur angebracht, daß man sich so triviale Dinge wie Hausarbeit untereinander aufteilt. Frauenarbeit hin oder her!

Als ich meinen Mann kennenlernte, kam er als Student mit einem Stipendium nach Deutschland. Anfangs wurde alles für ihn vom DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) organisiert. Später führten wir eine Wochenendbeziehung und die Tatsache, wie unselbständig er bei so manchen Dingen im Alltag war, war mir lange Zeit gar nicht bewußt. Das bemerkte ich erst, als wir dann in derselben Stadt gelebt und eine gemeinsame Wohnung bezogen haben. Als dann mein Sohn unterwegs war, stand für mich gar nicht zur Debatte, deshalb beruflich kürzer zu treten, ich hatte ja eigentlich auch gar keine Wahl, denn von irgendetwas muß eine dreiköpfige Familie ja leben, man hat ja so seinen Standard und Studi-Jobs sind ja bekanntlich nicht so gut bezahlt. Wir konnten uns darauf einigen, daß er von Anfang an den Erziehungsurlaub macht, bestimmt nicht alltäglich für einen Afrikaner. Aber ich muß sagen, er hat das super hingekriegt.
Mittlerweile stehn wir beide wieder voll im Berufsleben, aber Kochen und Putzen ist eigentlich kein Thema. Glücklicherweise gehört er da wohl zur häuslicheren Gattung Mann. Jeder leistet das, wozu er zeitlich fähig ist. Wenn ich, auch heute noch, für so viel Organisatorisches verantwortlich bin, kann ich erwarten, daß man mir dafür anderweitig unter die Arme greift. Außerdem können die Herren der Schöpfung ruhig auch einmal über ihren Schatten springen. Von uns Frauen in binationalen Beziehungen wird ja auch weitaus mehr erwartet. Die klassische Geschlechterrolle haben die meisten Eurer Partner doch schon bei der Ausreise aus ihrem Heimatland bewußt oder unbewußt abgelegt, also ran an den Besen! [Winken]

P.S.: Und wenn's auf Anhieb auch nicht gleich so bitzsauber ist, dranbleiben! Denkt einfach daran:
ALLES IST BESSER ALS SO EIN TYP WIE PAUL! [Ha!]