Mabrouk
Mitglied
Benutzer # 646

erstellt am: 01-09-2002 15:59
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Ich glaube bei der ganzen Diskussion um binationale Ehen ist eine wichtige Komponente vergessen worden. Es ist von elementarer Wichtigkeit zu wissen woher der Mann stammt. Kommt er aus einer Großstadt, dann wird die Multiehe weniger mit religiösen Problemen und auch Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen haben (ich möchte aber, um Missverständnisse vorzubeugen, nicht damit sagen dass die Menschen aus den Dörfern schlechter oder weniger Wert sind, um Gottes Willen!).
Ich habe die Diskussion hier mit sehr viel Interesse verfolgt, nur ich fühlte mich in keinster Weise angesprochen. Ich stamme aus Sfax. Die Religion war für mich nie ein Thema obwohl meine Mutter wie auch meine Schwester sehr konservativ und religiös eingestellt sind, mit Beten und so! Nur meine Familie hat meine Einstellung, als Jugendlicher damals, respektiert.
Und so war zwischen mir und meine Frau (die ich hier in D kennen und liebengelernt habe)die Religion nie ein Thema, d. h. ich hatte vor Jahren meine Frau nahe gelegt aus der Kirche auszutreten aus Überzeugung, denn die Politik, die die Kirche verfolgte war wirklichkeitsfremd.

Ich wollte damit nur verdeutlichen dass nicht bei allen Tunesiern die Religion ein Problem zwischen den Partnern darstellt.

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Wenn wir nicht selbst entscheiden, tun es andere für uns!