Rym
Mitglied
Benutzer # 1030
erstellt am: 28-08-2002 14:07
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Hi Ihr lieben Leute,
danke für Eure zustimmenden Worte. Ich denke, Ihr könnt bestimmt noch mit zahlreichen weiteren Beispielen aus dem Alltagsleben in D mit einem Tunesier/einer Tunesierin aufwarten, die weit entfernt von Summerfeeling, leidenschaftlichen Liebsschwüren, der lauen Sommerbrise um die Nase und, und, und... Doch unsere frisch verliebten Mädels lauschen wahrscheinlich lieber den zart ins Ohr gesäuselten Worten der Profis als uns!!(und was noch bitterer ist, gauben ihnen auch mehr als uns, denn bei ihnen ist ja alles gaaaanz anders, denn so einer ist ihr Liebster ja nicht)
Nun meine Antworten zu Euren Fragen bzw. Kommentaren:
Liebe Alex,
1.
"Vernünftiger Job" heißt, etwas zu arbeiten, dass Deinen geistigen Ansprüchen und Fähigkeiten gerecht wird und in dem man sich vor allem wohl fühlt. Natürlich erfordert das eine gehörige Portion Eigeninitiative und eben oftmals die perfekte Beherrschung der deutschen Sprache. Ich habe Arabisch studiert und selbt als Diplom-Übersetzerin für die arabische Sprache würde ich mir kein arabischsprachiges Studium/Ausbildung zutrauen, da es auch die Beherrschung eines riesigen Fachvokabulars bedeutet. Da Tunesier aber in ihrem Land keinen Abschluß haben, der in D anerkannt wird,erfordert dies hier eine neue Ausbildung /Studium. So und da greift dann wieder das Sprachproblem (z.B. Ausbildung Optiker oder Zahntechniker oder 1000 andere Berufsausbildungen)
Damit erledigt sich dann häufig die Frage der "überschaubaren" Zeit als Hilfsarbeiter!!
2.
Das ungebildet und niveaulos nicht gleichbdeutend ist, ist mir klar, ansonsten hätte ich hier nicht explizit beide Begriffe benutzt.
3.
Noch ist unsere Tochter ja sehr klein, so dass wir in dieser Beziehung noch keine faktische Entscheidung fällen mußten. Wir haben uns letztendlich darauf geeinigt, dass man den Charakter und das Verhalten unserer Kleinen schließlich berücksichtigen muß und mein Mann auf keinen Fall zu der Sorte Männer gehört, die Entscheidungen fällen und dann erwarten, dass das auch so umgestzt wird. Vielmehr zeigen mir diese Dikussionen, wie unterschiedlich das Leben uns und unsere Sichtweisen, Vorstellungen und Gewohnheiten beeinflußt hat. Und es zeigt mir, wie fremd mein Mann in dieser "Welt" noch ist, wie schwer es ist, sich in dem Zwiespalt seiner von Kindheit an gelernten moralischen Vorstellungen und den Lebensgewohnheiten in D zu bewegen und daß es viel Zeit, Erklärungen und Unterstützung bedarf sich zu integrieren, aber nicht zu assimilieren. Bisher haben wir immer noch eine sehr gute Einigung gefunden, wobei ich eher die Erfahrung gemacht habe, dass viele meiner Freundinnen, die aus binationalen Ehen hervorgingen, völlig "deutsch" waren und teilwiese weder die Muttersprache des Vaters sprachen, noch den geringsten Bezug zum Islam hatten.
Wie ist es denn bei Euch? Welche Erfahrungen konntest Du machen?
Lieber Karim,
es ist sehr schön, dass Ihr für Euch eine so akzeptabele Lösung finden konntet. Aber wie reagiert denn die Familie Deiner Frau? Und wie steht sie selbst zum Islam? Es ist sehr sehr selten, von jemandem zu hören, der mit einer Tunesierin verheiratet ist? Auch mich nerven die selbsternnanten "Obermuftis" mit teilweise an den Haaren herbeigezogenen angeblich muslimischen Vorschriften, die jeglicher "wahrer" Grundlage entbehren, sondern kulturelle und regionale Traditionen, die sich teilweise sogar in Mißachtung des eigentlichen Islams verkehren...
LG
Rym
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Karim
Mitglied
Benutzer # 15
erstellt am: 28-08-2002 14:22
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Die Familie meine Frau hat in religiosfragen genausowenig bei uns reinzureden, wie meine Familie, die überwiegend katholisch ist. Dies mal vorweg.
Das einzige Zugestännis war die Beschneidung. Würde ich heute nicht mehr tun. Bin mir niht malsicher, ob meine Fraudas noch ohne Bauchschmerzen wollte. wir haben nicht in Tunesien geheiratet, damit war wohl irgendwie ein Fest älligauf dem dorf. das kostete Junior leider einen Teil seiner vohaut. Ich hoffe er verzeiht es mir. .
Die immerwährendenMissionare des Islam gehen mir ziemlich auf den wecker. früher habe ich einfach argumntiert, warum ich nicht will, dann einfach geschwiegen,Thema abgebogen. Heute sage ich den Leuten was ich davon halte, wenn er mich einer fragt, wie auf dem Schiff. der es sicher gut meinte, " Er wolle nicht das ich irgendwann leiden muss" war ein Vorbeter aus Neapel.
Die , die es niht lassen könnn, komplimentiert meine frau inzwischen nach draussen, oder vergisst sie bi der nächsten Fete einzuladen.
Ich würde mir indeutschland von jedem nergisch verbitten meine frau zum christenum überreden zu wollen. Hat noch niemand versucht.