Alexandra
Mitglied
Benutzer # 95

erstellt am: 28-08-2002 10:46
--------------------------------------------------------------------------------
Hi Rym,

z.T. sprichst du mir auch aus der Seele. Die sog. "Verteidigungsfalle" hat bei mir früher auch des öfteren zugeschnappt. Mittlerweile nur noch ganz selten, glücklicherweise kann man lernen diese zu umgehen und auch einfach mal zu sagen "heute war ein Schei...tag, wir hatten Streit usw.". Blöde Antworten auf noch blödere Kommentare hat man nach ein paar Jahren immer schnell parat, das hilft ungemein!

Zum Thema Job: Was ist ein "vernünftiger" Job? Ich denke z.Z. kann man froh sein, wenn man eine Arbeit hat, auch wenn diese nicht der eigenen Vorbildung entspricht. Wenn man sich anstrengt und fleißig ist, kann man relativ schnell ein hohes Sprachniveau erreichen (müssen ausländ. Studenten ja auch innerhalb kürzester Zeit, sonst sieht es nicht gut aus mit dem Studium) und somit auch einen entsprechenden Job, wenn es eben der Arbeitsmarkt zulässt. Für einen überschaubaren Zeitraum ist es sicherlich zumutbar in einem Bereich zu arbeiten, der nicht der eigenen Ausbildung entspricht. Und ganz wichtig: "ungebildet" ist nicht gleich "niveaulos", wir haben auch schon genügend Bekanntschaften mit ziemlich niveaulosen Akademikern gemacht.

zum Thema Kompromisse usw.: das ist auch ein umpfangreiches Thema, aber du hast so vieles auf einmal angesprochen, mir rennt die Zeit weg, deswegen nur kurz:

Wie löst ihr denn nun konkret diese Differenzen, z.B. das Problem mit der Klassenfahrt? Was passiert am Ende eurer Diskussionen? Ich habe bisher des öfteren die Erfahrung gemacht, dass Kompromisse so aussahen, dass sich die dt. Frau in D. mehr den tunes. oder islam. Lebensweisen angepasst hat und nicht der Mann den dt., dass verstehe ich persönlich nicht, ich finde das unlogisch. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen, in T von meinem Partner zu verlangen, von den dortigen Geflogenheiten total abzuweichen.

--------------------
Gruß Alexandra