Ich würde erst einmal gar nichts kaufen, sondern lediglich mieten - für 300-500€ pro Monat gibt es eine große Wohung oder bereits ein kleines Haus.
Das Geld legt Ihr gut an, so daß es regelmäßige, verläßliche Zinsen bringt - und von den Zinsen allein könnt Ihr dann schon gut leben, bis Ihr Euch eingelebt und Ideen entwieckelt oder Kontakte genüpft habt. Der Aufenthalt ist prinzipiell kein Problem, wenn Ihr entweder alle 4 Monate (Deutsche) oder 3 Monate das Land für ein paar Tage verlaßt (z.B. Kurzurlaub in Sizilien) oder über regelmäßige Geldeingänge auf ein tunesisches Konto verfügt (so um die 500 TND pro Nase und Monat, am besten bei der zuständigen Polizeistelle die genauen Konditionen erfragen).
Allerdings bringt diese sogenannte "Carte Sejour" eher Nach- als Vorteile, so daß ich Euch, zumindest für den Anfang, eher die 4-Monats-Regel empfehlen würde. :-)
Für bestimmte Investitionen gibt es in Tunesien auch teilweise oder vollständige Steuerfreiheit, hier erteilt die TN/DE Handelskammer nähere Auskünfte.
Der Kauf eines Grundstücks ist übrigens kein Problem, solange es nicht landwirtschaflich genutzt werden kann, ein selbständiges Geschäft wird in bestimmten Fällen einen tunesischen Teilhaber erfordern (ich kenne aber Geschäfte, bei denen der Anteil lediglich 5% beträgt) - auch hier sollte Euer Weg für nähere Informationen zur Handelskammer führen.
Das alles gilt übrigens auch fast genau so in Marokko, Marokko ist aber größer und mit mehr Klimazonen (z.B. Schnee auf den Bergen), und auch noch ein klein wenig preisgünstiger als Tunesien und die Infrastruktur ist eher besser, so daß Ihr auch Marokko in Euere Überlegungen einbeziehen solltet. In Marokko gibt es nach meinen Informationen einige wenige deutsche Autoreparaturwerkstätten (mal in den Marokko- oder Nordafrika-Touren-Foren nachschauen), in Tunesien würde dagegen eher der Import von Teilen Sinn machen - ich sprach kürzlich mit jemandem, der sich daran eine goldene Nase verdient. :-)
Als Bürokauffrau hättest Du Chancen, wenn Du zumindest französisch, am besten auch arabisch sprichst (Touristenbranche, Export- und Importfirmen) - allerdings nur zu den in Tunesien üblichen (und für uns) geringen Löhnen und ungelegenen Arbeitsbedingungen.
Kinder sind gar kein Problem, eher im Gegenteil, Du mußt nur darauf gefaßt sein, daß viele Tunesier Kinder, die bis zur Nahkampfentfernung herankommen, angrapschen, ansprechen, Gesichter ziehen, etc. <bg>.