Hallo Elli,

also, ich war nach vielen Urlauben und Gesprächen mit Freunden in Ägypten eigentlich überrascht, um wieviel lockerer gerade der Kontakt in der Öffentlichkeit in Tunesien abläuft. Wir gehen oft händchenhaltend oder untergehakt durch Sousse. Allerdins geben wir uns in der Öffentlichkeit oder im Beisein seiner Eltern höchstens einen Kuß auf die Wange bzw. die typisch tunesisch/französische Begrüßung mit zwei Küßchen.
Wenn wir privat mit Freunden zusammen sind, sieht es dann schon wieder anders aus. Dann ist es eigentlich so ähnlich, wie wir uns in Deutschland benehmen würden. "Im Rahmen der Etikette." Man muß sich ja nicht so aufführen, als würde man besser miteinander, aber alleine, im Bett liegen. Das, so finde ich, muß nirgendwo sein. [Breites Grinsen]

Welche Erfahrungen hast Du denn gemacht??

Übrigens, Ximena, das mit dem immer beobachtet werden, kenne ich auch. Aber ich kann auch in Ruhe Gespräche mit anderen führen oder in der Medina verhandeln. Er ist dann nicht immer direkt da, um "sein Revier abzustecken". Allerdings finde ich es sehr beruhigend, zu wissen, daß er alles um mich herum beobachtet und mich in Situationen, in denen ich mich unwohl fühle wie z.B. Disco oder Bar, unsere Zugehörigkeit demonstriert, um Schwierigkeiten oder Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Dafür bin ich ihm dann sehr dankbar.

Liebe Grüße

Birgit [winken2]

P.S.: Ximena, wie geht es Dir ?? Habt Ihr Eure Situation zumindest einigermaßen klären können ?? Habe die Tage ein paar Mal an Dich gedacht - weil doch Februar !!!