die Vermutungen über unlautere Geschäfte des Ausstellungsmachers von Hagens gehen weiter.

da bekannt ist, dass nicht wenige Menschen ihre Organe verkaufen, um ein wenig (!!!) Geld zu verdienen, kann man sich auch leicht vorstellen, dass Menschen aus wirtschaftlicher Not heraus ihren Körper zu Ausstellungszwecken verkaufen.
solche Geschäfte, meine ich, sollte man nicht unterstützen, indem man Eintrittskarten kauft.

anita

diese Meldung von AFP hat yahoo.de publiziert:

Sonntag 1. Februar 2004, 20:05 Uhr

Presse: "Körperwelten"-Macher bot übergroßem Russen Geld für Leiche

Moskau (AFP) - Der Macher der umstrittenen "Körperwelten"- Ausstellung, Gunther von Hagens, hat einem Pressebericht zufolge einem übergroßen Russen seinen Körper abkaufen wollen. Hagens' Heidelberger Institut für Plastination (IfP) soll dem kranken früheren Basketballer Alexander Sizonenko eine Einmalzahlung und eine Rente angeboten haben, wenn er dem Institut nach dem Tod seinen Körper überlasse, wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Montagsausgabe berichtet. Der 2,48 Meter große Ex-Sportler gilt als weltgrößter Mensch und leidet an einer Krankheit, die ungewöhnliches Wachstum auslöst.

In einem der "SZ" vorliegenden Vertragsentwurf von 2000 bietet das IfP einem "russischen Staatsbürger humanitäre Hilfe" gegen die testamentarische Überlassung des Körpers an. Von Hagens sagte der Zeitung, er kenne "dieses Papier" nicht. Ein Freund Sizonenkos bestätigte dem Bericht zufolge, er habe zweimal mit einem Mitarbeiter von Hagens' über eine Plastination und die Zahlung "eines lebenslangen Stipendiums" gesprochen. Von Hagens hatte Sizonenko 1999 nach Heidelberg eingeladen. Dieser behauptet, von Hagens habe ihn mit dem Angebot medizinischer Hilfe nach Deutschland gelockt und erst später gesagt, dass es um eine Körperspende gehe.