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Unruhe im Musterstaat #150307
30/11/2004 21:11
30/11/2004 21:11
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline OP
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Claudia Poser-Ben Kahla  Offline OP
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Unruhe im Musterstaat
Das Freihandelsabkommen mit der EU gefährdet die tunesische Industrie. In einigen Betrieben kam es bereits zu Protesten gegen drohende Entlassungen. von bernhard schmid, paris
Aus der Sicht der Europäischen Union gilt Tunesien geradezu als Musterstaat. Das Land sei »ein Modell, das andere Staaten der Region nachahmen sollten«, riet Manfredo Fanti, als er sein Amt als EU-Vertreter in Tunis antrat. Als erster unter den südlichen Anrainerstaaten des Mittelmeers hat Tunesien bereits am 17. Juli 1995, also noch ein halbes Jahr vor der Konferenz zur »euro-mediterranen Partnerschaft« in Barcelona, ein Freihandelsabkommen mit der EU abgeschlossen. Bis zum Jahr 2010 sollen dessen Bestimmungen voll wirksam werden.

Tunesien, das keine Erdölvorkommen aufweist, hat sich seit längerem auf aus den westlichen Staaten abwandernde Produktionsbereiche spezialisiert. Textilbetriebe siedelten sich hier ebenso an wie die Zulieferer der Automobilindustrie. Zeitweise wurde auch auf die Fertigung von elektronischen Komponenten abgestellt, doch wurde hier rasch der Konkurrenzdruck durch die noch billiger produzierende ostasiatische Industrie spürbar. Hinzu kommen der Tourismus und die damit zusammenhängenden Dienstleistungsbranchen.

Bichara Khader, der Herausgeber eines 2001 in Paris erschienenen Sammelbands zur »euro-mediterranen Partnerschaft aus der Sicht des Südens«, hat für mehrere Länder einen »Öffnungsgrad« der jeweiligen Ökonomien errechnet, indem er die Summe der Importe und Exporte ins Verhältnis zum Bruttosozialprodukt stellte. Demnach beträgt dieser »Öffnungsgrad« für Mexiko heute 22 Prozent, in Algerien sind es 43 Prozent, in Tunesien aber bereits 82 Prozent.

Das jährliche Durchschnittseinkommen ist in Tunesien etwas höher als in Marokko und Algerien, doch der Binnenmarkt ist bei zehn Millionen Einwohnern relativ klein. Zudem blieb jede wirtschaftliche Süd-Süd-Integration aus. 70 Prozent seines Außenhandels wickelte Tunesien zu Anfang des Jahrzehnts mit der EU ab, Algerien dagegen kauft nur zwei Prozent der auf legalem Wege exportierten tunesischen Waren. Die stärkere Bindung an die EU dürfte diese einseitige Ausrichtung auf die Importeure im Norden noch verstärken.

In ihrem Umgang mit dem »Modellstaat« Tunesien stören sich die EU-Bürokraten weder an der autokratischen Herrschaft Präsident Zine al-Abidine Alis noch an der mafiösen Kartellierung der tunesischen Ökonomie. Die lukrativsten Bereiche werden unter größeren Familienclans aufgeteilt, die zur erweiterten Verwandtschaft von Präsident Ben Ali gehören. Diese Clans reißen sich etwa die frisch privatisierten Staatsunternehmen unter den Nagel oder die ebenfalls jüngst vom Staat ausgegebenen Importlizenzen für europäische Fahrzeuge, sehr zum Missfallen auch eines Teils der Mittelschichten und der Bourgeoisie.

Zudem gefährdet die übermächtige wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Norden, mittlerweile aber auch aus China, viele tunesische Unternehmen. Zum Jahreswechsel 2004/05 läuft das internationale Multifaserabkommen aus, das den Textilexporteuren bislang Importquoten in den westlichen Industrieländern garantierte. Tunesien wird von der französischen Wirtschaftspresse zu den zehn Ländern gerechnet, die in diesem Kontext am meisten bedroht sind. Etwa die Hälfte der 500 000 Industriearbeiter ist im Textilsektor beschäftigt, der derzeit 50 Prozent der tunesischen Exporterlöse erwirtschaftet.

Und der nächste Schlag für die tunesische Ökonomie wird ab 2008 erfolgen. Dann ist das Land nämlich aufgefordert, im Rahmen des Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union seine Zollschranken abzubauen. Bis zum Jahr 2010 soll so eine Freihandelszone zwischen der EU und ihren südlichen Nachbarn entstehen.

Bislang hat die tunesische Ökonomie noch von den Folgewirkungen des Abkommens profitiert, da die von der EU gewährten Exporterleichterungen die Ansiedlung bestimmter Wirtschaftszweige im Lande erleichterten. Doch in den Jahren ab 2008 muss nun auch Tunesien seinen Markt öffnen und damit Schutzzölle abbauen, die bisher noch lokale Produktionen gegen die übermächtige wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Norden abschirmten. Selbst die Weltbank sagt in diesem Zusammenhang den Verlust von mindestens 100 000 Arbeitsplätzen voraus.

Doch in jüngerer Vergangenheit kam es zu Protesten gegen drohende Entlassungen. So führten 17 Arbeiter der Textilfirma Icab in Moknine, nahe der tunesischen Ostküste, im November 2002 einen 27tägigen Hungerstreik gegen den Verlust ihrer Jobs durch, nachdem die tunesisch-amerikanischen Eigentümer die Fabrik von heute auf morgen schließen wollten.

Die Textilfabrik Hotrifa bei Moknine, die in holländischem Besitz war und zu Jahresanfang 2004 in die Türkei verlagert wurde, war 54 Tage lang von 270 Arbeitern und Arbeiterinnen besetzt. Die Fabrik wurde von der Polizei regelrecht belagert. Am Ende war es die tunesische Einheitsgewerkschaft UGTT, die dem Konflikt ein Ende setzte: Sie drohte dem örtlichen Gewerkschaftschef Monji Ben Salah mit dem Verlust von Amt und Job, wenn er weiterhin den Arbeitskampf unterstütze.

Im Gegenzug besetzten die Beschäftigten der Textilfabrik Sotapex in Sousse im April 2004 einen Monat lang die Räume der UGTT. Die Bürokratie des Dachverbands ist eng mit dem Staatsapparat verbunden, auch wenn es innerhalb der UGTT einen kämpferischen linken Flügel gibt, der durch die Bewegung gegen den Irak-Krieg Aufschwung bekam. Basisgewerkschafter unterstützen, zusammen mit den wenigen nicht vom Regime kontrollierten Vereinigungen wie der Menschenrechtsliga LTDH und dem tunesischen Attac-Ableger Raid, die »wilden« Streiks, so gut sie können. Im Gegenzug sind solche Vereinigungen immer stärker mit polizeilicher Repression konfrontiert.

Auch innerhalb der UGTT selbst kommt es jetzt erstmals zu nennenswerten Konflikten. Anfang September 2004 beschloss das Führungsgremium des Gewerkschaftsdachverbands, wie üblich seine Unterstützung für die Kandidatur von Staatspräsident Ben Ali kundzutun, der am 24. Oktober nach offiziellen Angaben mit 94,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde. Doch zum ersten Mal votierten acht Mitglieder des 64köpfigen Gremiums offen dagegen, und fünf weitere enthielten sich der Stimme. »Nahezu ein Drittel der Basismitglieder«, schreibt die konservative französische Tageszeitung Le Figaro, sollen in Opposition zum UGTT-Apparat stehen.

Bereits solche vereinzelten Proteste stellen die repressive Stabilität Tunesiens in Frage. Kritik an Unterdrückung unterließ die EU ebenso wie eine Distanzierung von Ben Alis eigenwilliger Auffassung von freien Wahlen. »Es scheint, als wollten sie, dass er für immer an der Macht bleibt«, kommentierte der mehrfach inhaftierte kommunistische Aktivist Hamma Mammami.

Nummer 49 vom 24. November 2004

Source: http://jungle-world.com/seiten/2004/48/4377.php

Re: Unruhe im Musterstaat #150308
30/11/2004 21:37
30/11/2004 21:37
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Gemel Abdel-Nasser Offline
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Gemel Abdel-Nasser  Offline
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Danke sehr interessant!

Re: Unruhe im Musterstaat #150309
30/11/2004 21:44
30/11/2004 21:44
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline OP
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Claudia Poser-Ben Kahla  Offline OP
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Gera
Da ich zur Zeit mit ai in Sachen Tunesien zusammenarbeite habe ich gestern ein komplette Informationen zu Tunesien bekommen.
Es sind genau 59 Seiten A 4 voll mit interessanten Infos, vieles steht bereits in dieser Rubrik schon drin und manches ist halt neu.
Ich werde versuchen dies noch per Mail zu bekommen so das man einiges hier ins Forum stellen kann davon, ob dies geht kann ich jetzt noch nicht sagen.

Claudia

Re: Unruhe im Musterstaat [Re: Claudia Poser-Ben Kahla] #340401
30/12/2010 11:27
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Aus aktuellem Anlass hole ich dieses Thema, über das ich gerade *gestolpert* bin, mal hoch.

Unruhen ...und kaum einer sieht hin [Re: Claudia Poser-Ben Kahla] #341161
12/01/2011 13:50
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katussa Offline
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Unruhen in Tunesien

Zuerst möchte ich kurz auf eine Seite verweisen:

http://www.lahn.net/dfgvk/Ben_Ali.html

Es ist nicht zu fassen,weder die Politik noch die Medien scheinen sich wirklich groß für die Demonstrationen und das massive Eingreifen der Polizei zu interessieren.

Würden diese Zwischenfälle zum Beispiel im Irak oder Iran passieren,die ganze Welt würde darauf schauen,Analysen würden erstellt,das Regime,die Machenschaften des Präsidenten (der dies gerne auf Lebenszeit wäre) würde durchleuchtet.

Von einer Demokratie kann in Tunesien keinesfalls die Rede sein. Korruption,Vetternwirtschaft sind dort an der Tagesordnung.Familienangehörige des *frei*gewählten Präsidenten Ben Ali wie z.B.seine Ehefrau und die Töchter besitzen jede Menge Einfluss,sind Besitzer großer Supermärkte,weitere haben sich Vorstandsplätze ergaunert.
Es gibt nicht viele Leute, die das Ben-Ali-Regime kritisieren,schweigen ist oberste Bürgerpflicht, und wer sich trotzdem in die Politik einmische, werde sehr subtil eingeschüchtert.Man suggeriert den Leuten, dass sie ihren Job verlieren und kein Geld mehr haben werden, um ihre Kredite abzuzahlen. Die Familien sind sowieso schon hoch verschuldet, denn in Tunesien hat jeder Kredite, alles ist auf Pump bezahlt: Kühlschränke, Betten, Autos. Der Staat verpflichtet die Banken, jedermann Kredit zu gewähren.Wagt es trotzdem jemand,so ist es nicht selten,das er sich alsbald inhaftiert sieht und seine Familie Repressalien ausgesetzt wird.
Auch hier möchte ich auf eine Seite von Spiegel online hinweisen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,561860,00.html

Macht man sich die Mühe,einmal als Tourist (der oft nur den Weg von der Hotelanlage zum Strand sowie einige Sehenswürdigkeiten kennt)das Land mit dem Auto zu bereisen,so stellt man sehr schnell fest das die Straßenränder nur so von Polizei Wagen oder Motorrädern observiert werden.Da wird mal einfach wahllos ein Wagen zur Seite beordert,kleine Zuwendungen ganz ungeniert gefordert.Wer dieses Spiel nicht mitspielt muss mit allerlei Schikanen rechnen.Selbst in Cafés ist man nicht vor diesen Staatsdienern gefeit,ja selbst da treten sie an ihre Landsleute heran und erwarten eingeladen zu werden.

Rechtsanwälte die dagegen auf begehren,werden mit Repressalien belegt oder die Ausübung ihres Berufes wird ihnen unmöglich gemacht.

Als Tourist aus einem Europäischen Land hingegen können sie sich fast alles erlauben.Schließlich bringen dies Devisen und sollen daheim auch erzählen wie schön alles in Tunesien ist.Allerdings sollten sie auf die Idee kommen Tunesische Freunde in eine Hotelanlage zu einem gemütlichen Beisammensein einzuladen,so kann es ihnen durchaus passieren,das diesen der Einlass nicht gewährt wird,ihnen jedoch schon.Da helfen dann nur noch Beziehnungen oder einige Dinar.

Bedenkt man,das nur die Grundnahrungsmittel wirklich für jeden erschwinglich sind;die Fleischpreise hingegen schon purer Luxus,denn sie sind höher als in Deutschland.
Ich frage mich jedes mal wie diese Menschen dies immer bewerkstelligen um ihren Familien täglich eine warme Mahlzeit zu präsentieren.
Es gäbe noch so vieles absonderliches zu berichten.....
Einige werden sich auch fragen :“Wie geht so etwas,wie kann so etwas denn funktionieren?“
Nun ja,mit unserem Rechtsempfinden sind diese Zustände nur schwer zu erklären,außer das mir da ein kleiner Spruch einfällt:*Wes Brot ich ess,des Lied ich sing.*(singen muss)

Ich bin einmal mit Freunden gegen Abend durch die engen Gassen von Tunis geschlendert.Ein Polizeibus bog in diese Gassen ein,hielt immer wieder an,als ich näher kam sah ich das er wahllos immer wieder Männer einsammelte......Anschließend bestätigten mir meine Freunde,das dies sehr oft passieren würde.

Ich wünsche diesen Menschen viel Glück,die Demokratie von der sie träumen und Menschen die nicht weg sehen und Tunesien nur als schönes billiges Urlaubsland sehen.

http://de.qantara.de/webcom/show_article.../_nr-852/i.html


http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1316/i.html

Unruhen in Tunesien #341294
13/01/2011 13:15
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katussa Offline
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katussa  Offline
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Unruhen in Tunesien

Zuerst möchte ich kurz auf eine Seite verweisen:

http://www.lahn.net/dfgvk/Ben_Ali.html

Es ist nicht zu fassen,weder die Politik noch die Medien scheinen sich wirklich groß für die Demonstrationen und das massive Eingreifen der Polizei zu interessieren.

Würden diese Zwischenfälle zum Beispiel im Irak oder Iran passieren,die ganze Welt würde darauf schauen,Analysen würden erstellt,das Regime,die Machenschaften des Präsidenten (der dies gerne auf Lebenszeit wäre) würde durchleuchtet.

Von einer Demokratie kann in Tunesien keinesfalls die Rede sein. Korruption,Vetternwirtschaft sind dort an der Tagesordnung.Familienangehörige des *frei*gewählten Präsidenten Ben Ali wie z.B.seine Ehefrau und die Töchter besitzen jede Menge Einfluss,sind Besitzer großer Supermärkte,weitere haben sich Vorstandsplätze ergaunert.
Es gibt nicht viele Leute, die das Ben-Ali-Regime kritisieren,schweigen ist oberste Bürgerpflicht, und wer sich trotzdem in die Politik einmische, werde sehr subtil eingeschüchtert.Man suggeriert den Leuten, dass sie ihren Job verlieren und kein Geld mehr haben werden, um ihre Kredite abzuzahlen. Die Familien sind sowieso schon hoch verschuldet, denn in Tunesien hat jeder Kredite, alles ist auf Pump bezahlt: Kühlschränke, Betten, Autos. Der Staat verpflichtet die Banken, jedermann Kredit zu gewähren.Wagt es trotzdem jemand,so ist es nicht selten,das er sich alsbald inhaftiert sieht und seine Familie Repressalien ausgesetzt wird.
Auch hier möchte ich auf eine Seite von Spiegel online hinweisen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,561860,00.html

Macht man sich die Mühe,einmal als Tourist (der oft nur den Weg von der Hotelanlage zum Strand sowie einige Sehenswürdigkeiten kennt)das Land mit dem Auto zu bereisen,so stellt man sehr schnell fest das die Straßenränder nur so von Polizei Wagen oder Motorrädern observiert werden.Da wird mal einfach wahllos ein Wagen zur Seite beordert,kleine Zuwendungen ganz ungeniert gefordert.Wer dieses Spiel nicht mitspielt muss mit allerlei Schikanen rechnen.Selbst in Cafés ist man nicht vor diesen Staatsdienern gefeit,ja selbst da treten sie an ihre Landsleute heran und erwarten eingeladen zu werden.

Rechtsanwälte die dagegen auf begehren,werden mit Repressalien belegt oder die Ausübung ihres Berufes wird ihnen unmöglich gemacht.

Als Tourist aus einem Europäischen Land hingegen können sie sich fast alles erlauben.Schließlich bringen dies Devisen und sollen daheim auch erzählen wie schön alles in Tunesien ist.Allerdings sollten sie auf die Idee kommen Tunesische Freunde in eine Hotelanlage zu einem gemütlichen Beisammensein einzuladen,so kann es ihnen durchaus passieren,das diesen der Einlass nicht gewährt wird,ihnen jedoch schon.Da helfen dann nur noch Beziehnungen oder einige Dinar.

Bedenkt man,das nur die Grundnahrungsmittel wirklich für jeden erschwinglich sind;die Fleischpreise hingegen schon purer Luxus,denn sie sind höher als in Deutschland.
Ich frage mich jedes mal wie diese Menschen dies immer bewerkstelligen um ihren Familien täglich eine warme Mahlzeit zu präsentieren.
Es gäbe noch so vieles absonderliches zu berichten.....
Einige werden sich auch fragen :“Wie geht so etwas,wie kann so etwas denn funktionieren?“
Nun ja,mit unserem Rechtsempfinden sind diese Zustände nur schwer zu erklären,außer das mir da ein kleiner Spruch einfällt:*Wes Brot ich ess,des Lied ich sing.*(singen muss)

Ich bin einmal mit Freunden gegen Abend durch die engen Gassen von Tunis geschlendert.Ein Polizeibus bog in diese Gassen ein,hielt immer wieder an,als ich näher kam sah ich das er wahllos immer wieder Männer einsammelte......Anschließend bestätigten mir meine Freunde,das dies sehr oft passieren würde.

Ich wünsche diesen Menschen viel Glück,die Demokratie von der sie träumen und Menschen die nicht weg sehen und Tunesien nur als schönes billiges Urlaubsland sehen.

http://de.qantara.de/webcom/show_article.../_nr-852/i.html


http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1316/i.html