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Re: Das erste mal Tunesien
#74902
05/04/2005 07:13
05/04/2005 07:13
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Joined: Apr 2004
Beiträge: 58 Köln/Bonn
Amti
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Joined: Apr 2004
Beiträge: 58
Köln/Bonn
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Na, da werde ich doch mal versuchen etwas dazu zu sagen. Vorab möchte ich aber eine kleine Kritik an Claudia richten. Warum schreibst Du die Leute hier per PN an? Vielleicht würden sich andere auch gerne Deine Informationen ansehen? Also Insider-Tipps sind natürlich sehr schwer zu geben, weil ja jeder so andere Interessen hat. Daher schreibe ich einfach mal meine persönlichen Favoriten auf. Monastir: Moschee mit dem Grab des alten tunesischen Präsidenten Bourghiba, auch die Altstadt ist nett Sousse: Der Markt (Souk genannt), aber bitte nicht vollquatschen lassen, sonst kommst Du Stunden später und pleite aus den Geschäften Port el Kantaoui: (Mittlerweile)sehr schöner Hafen, wo man auch abends prima sitzen bzw. flanieren kann) Zwischen Port el Kantaoui und Sousse befindet sich noch ein gutes, großes Eiscafe und eine Discothek (da war ich allerdings noch nie drin). Sollte jemand an Tagesausflügen interessiert sein, so fand ich persönlich Sidi Bou Said und Karthago sehr schön. Zur Wüstentour: Da bin ich nicht ganz unbefangen, da habe ich nämlich meinen Mann kennengelernt ... Da dies aber mittlerweile auch schon 12 Jahre zurückliegt, kann ich natürlich nicht sagen, ob meine Informationen noch aktuell sind. Ich habe seinerzeit eine Tour mit Tunisie voyages gemacht, dass ist eine Agentur, die für TUI arbeitet. Ich fand diese Art der Tour vorteilhaft, weil Sie mit einen Jeep stattfand. Andere Touristen sind seinerzeit mit Bussen in die Wüste gefahren. Da hätte ich keine Lust zu gehabt, vielleicht sind aber heute alle Fahrten mit Jeeps. Für mich ist dieser Trip bis heute das schönste Tunesien-Erlebnis gewesen. Die Hotels, in denen wir untergebracht waren, waren absolute Traumhäuser (5 Sterne) und man konnte so toll schlafen, weil es nachts tierisch kalt ist. Die Oasen waren wunderschön, einfach toll. Besonders erwähnenswert: Matmata (hier wurden auch Teile von Star Wars gedreht)und Tamerza. Das war jetzt mal so das, was mir spontan eingefallen ist. Ich wünsche Euch einen tollen Urlaub. Noch zu Kirsty, die wegen Hotels fragte: Es gibt viele sehr schöne, aber leider auch grottenschlechte Hotels. Grundsätzlich empfehle ich keine Hotels unter 4 Sternen. Tipp: es gibt diverse Seiten im Netz, wo Leute über katastrophale Hotels aus aller Welt berichten. Wenn Du Dich für ein oder mehrere Hotels entschieden hast, prüfe doch mal, ob diese Hotels auf den Seiten vertreten sind. Aber auch hier gilt: gut durchlesen! Es gibt Touristen, die finden ein Hotel beschissen, weil morgens alle Liegen voll sind. Das wäre für mich kein Kriterium! Alles Liebe, Amti Noch Fragen? Einfach stellen!
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Re: Das erste mal Tunesien
#74912
09/04/2005 14:58
09/04/2005 14:58
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Joined: May 2001
Beiträge: 44,033 Gera
Claudia Poser-Ben Kahla
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Mitglied***
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Gera
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Tunis, eine Stadt, die auf eine Jahrhunderte alte Vergangenheit zurückblicken kann, ist heute eine Großstadt mit ca. 3 Millionen Einwohnern, die Innenstadt Tunis platzt mit ihren ca. 800 000 Menschen fast aus allen Nähten.Die Außenbezirke werden durch die S-Bahn, der Métro léger, mit der Innenstadt verbunden. Ein Kanal verbindet Tunis mit dem Meer. Außerdem sollten Sie nicht den Zentralmarkt verpassen, der inmitten der Stadt liegt und zu jeder Jahreszeit vormittags ein buntes Bild liefert.
Der Besuch des Bardo - Museums ist unbedingt zu empfehlen: Das Museum war früher ein Herrscherpalast, der in einem großzügigen und gepflegten Park liegt. Die Ausstellungsräume befinden sich im ehemaligen Harem des Palasts mit seinen reich dekorierten Decken. Zu sehen sind Modelle von antiken Stätten, Steinwerkzeuge, primitiver Schmuck, Sarkophage, Statuen, Lampen und vieles mehr. Adresse: Am Ende der Avenue 20 Mars, täglich außer Montag.
Karthago, die alte punische Hauptstadt, heute ein moderner Villenvorort von Tunis, ist ein Muss für jeden Kulturinteressierten. Hier hat Hannibal gekämpft und gegen Rom verloren. Mit der Vorortbahn TGM, die zu den Hauptverkehrszeiten alle 10 Minuten am Bahnhof der Avenue Habib Bourguiba abfährt, sind Sie in einer halben Stunde in Karthago. An der Stätte des antiken Karthago gibt es noch heute viel zu sehen: Die Kathedrale des heilige Ludwig, von weither sichtbar, liegt auf dem Byrsahügel und ist heute Konzertsaal. Im früheren Kloster der weißen Väter befindet sich das Museum von Karthago, in seinem Park liegt das Grab des heiligen Ludwig, der hier an der Pest starb. Von hier hat man eine schöne Aussicht über ganz Karthago, Salammbô, die punischen Häfen und La Goulette. Nach Spuren der Phönizier, die Karthago 814 v. Chr. gründeten, der Römer, die es 146 v. Chr. dem Erdboden gleichmachten, und der Byzanthiner wird weiter geforscht und gegraben. Vor allem, seit Karthago zum kulturellen Welterbe ernannt wurde und die Unesco 1974 zur Rettung der antiken Stadt internationale Archäologen zur Hilfe rief. Zu den deutschen Grabungen zählen das Quartier Magon mit der punischen Stadtmauer und der neu entdeckte Tempel des Baal Hammon. Unbedingt sehenswert sind die römischen Villen oberhalb des Amphitheaters, mit einem herrlichen Blick auf den Golf von Tunis und die Thermen des Antoninus Pius direkt am Meer. Im Bereich der antiken Stätten werden "römische" Münzen, Öllampen und Statuetten angeboten, die selten echt sind.
Sidi Bou Said Der Besuch des malerischen Künstlerdorfs lohnt sich in jedem Fall. Die weißen Dörfer mit ihren blauen Türen und den mit Schmiedeeisen vergitterten Fenstern liegen an einem Hügel, der zum Meer abfällt. Dort gibt es einen Yachthafen. Wer Gelegenheit hat, am Morgen durch das kleine Städtchen zu spazieren, erlebt noch die Beschaulichkeit des Orts, die die deutschen Expressionisten August Macke und Paul Klee in ihren Gemälden und Aquarellen dargestellt haben. Genießen Sie einen Thé à la menthe im Café des Nattes in aller Ruhe und nehmen Sie als typisches Souvenir einen der hübschen Vogelkäfige mit, die so charakteristisch sind für Sidi Bou Saïd.
Sousse Die Hauptstadt des Sahels liegt am Meer und ist von ertragreichen Olivenplantagen, Gemüse- und Obstgärten und neuerdings auch Treibhauskulturen umgeben. Die Stadt hatte schon bei den Römern den Beinamen "frugifera", die Fruchtbare. Die Straßen und Gassen, die einen europäischen Eindruck machen, sind erfüllt vom Lärm der Autos und Motorräder. Selbst die Eisenbahn überquert den größten und verkehrsreichsten Platz, Farhat Hached. Die gut erhaltene Stadtmauer der Medina stammt aus der Zeit der Aghlabiden (9. Jh.).Am höchsten Punkt der Stadt liegt die Kasbah mit ihrem Leuchtturm. Sie ist eine Festung aus dem 9. Jh. und beherbergt ein archäologisches Museum. Von hier entlang der Stadtmauer durch die verwinkelten Gassen der Medina, die oft zu Treppen werden, erreicht man die Souks. Nicht zu übersehen ist der Ribat, eines der beachtlichsten Bauwerke des islamischen Nordafrikas. Gleich nebenan liegt die große Moschee. Beide Bauten stammen aus der Zeit der Aghlabiden. Durch das Tor Bar El Bahar, Tor des Meeres, betritt man den Platz Farhat Hachet, das Herz der Neustadt mit seinen Geschäften und Restaurants. Von dort führt die Avenue Bourguiba zur Strandpromenade. Hier wird deutlich, dass Sousse einer der beliebtesten Badeorte Tunesiens ist. Seine Strände und Hotels bieten sonnenhungrigen Urlaubern alle Möglichkeiten zur Entspannung und vielen Einwohnern Arbeit.
Monastir Das antike Ruspina war einst Stützpunkt des Afrika - Feldzugs von Julius Cäsar. Seinen jetzigen Namen Monastir (36.000 Einwohner) bekam es durch ein frühchristliches Monasterium (Kloster). Seit dem Tag der Unabhängigkeit Tunesiens wurde nichts unversucht gelassen, um aus Monastir einen bekannten Sommerbadeort zu machen, in dem es an nichts fehlt. Das alte Stadtviertel Chraga wurde vollständig restauriert, es wurden Strassencafés und typische Restaurants gebaut, wo man entweder einen Pfefferminztee genießen oder die Raffinessen der tunesischen Küche kosten kann. Heute ist dieses Viertel das Unterhaltungszentrum im Herzen Monastirs. Auf Grund seiner ungewöhnlichen Vorteile, wie der günstigen geographischen Lage, des Klimas und der Sehenswürdigkeiten wurde aus Monastir einer der größten Badeorte des Landes. An der Einfahrt zur Stadt liegt, umgeben von hohen Mauern mit Zinnen, der grandiose Palast des ehemaligen Präsidenten. An der Uferstrasse liegt der alles überragende Ribat. Er stammt aus dem 8. Jahrhundert und ist damit eines der ältesten islamischen Bauwerke. Das islamische Wehrkloster diente zur Verteidigung der Küste gegen christliche Kreuzzüge. Heute wird der Ribat als Kulisse für Theateraufführungen und Ausstellungen benutzt und beherbergt ein Museum für islamische Kunst. Gleich gegenüber können Sie das mit einer goldenen Kuppel gekrönte Mausoleum der Familie Bourguiba bewundern. In der Medina sind viele Bauten restauriert worden, nur in wenigen Nebenstraßen hat sich noch der Charakter der Altstadt erhalten. Zusammen mit dem benachbarten Skanès besitzt Monastir Hotels aller Kategorien, einen Yachthafen mit Ferienwohnungen, zwei Golfplätze und Sportmöglichkeiten bei den Hotels.
fva
Claudia
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