Kennt ihr den westlichen "Vorsteher" der Buddhisten Lama Ole Nydahl....
er propagiert den "buddhistischen Dschihad GEGEN die Muslime"
Habe den Vortrag PERSÖNLICH gehört und heftigst mit diesen Leuten gestritten. Sie sind aber GANZ Überzeugt von ihrer Anschauung ...
hier einige Auszüge:
Im Zentrum der Kritik steht jedoch ein Einweihungs-Ritual (das Kalachakra-Tantra-Ritual), das der Dalai Lama als einen Beitrag zum „Weltenfrieden“ anpreist und jährlich vor Zehntausenden von Anhängern weltweit durchführt, das aber nach Ansicht der Kritiker und Aufklärer als ein fundamentalistischer Beitrag zum „Krieg der Religionen“ angesehen werden muss. Der prophetische Endzeit-Text des Rituals aus dem 10. Jh. n. Chr. ist alles andere als friedfertig. „Gute“ und „Böse“, „Gläubige“ und „Ungläubige“, Buddhisten und Nicht-Buddhisten schlachten sich hier in einem apokalyptischen Vernichtungskampf ab. "Die äußerst wilden [buddhistischen] Krieger werden die barbarische Horde niederwerfen" und "eliminieren." – heißt es im Original. (I.163/165) Als spirituelle Hauptgegner der militanten Shambhala-Krieger gelten die wichtigsten Repräsentanten aller drei monotheistischen Religionen: “Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus, Mani, Mohammed und der Mahdi.“ Das Kalachakra-Tantra brandmarkt sie als "die Familie der dämonischen Schlangen". (I.154) Seitenlang und mit Begeisterung fürs Detail beschreibt die Prophezeiung die mörderischen Superwaffen, über welche die Shambhala Armee verfügt und die sie gegen alle "Feinde der [buddhistischen] Lehre" einsetzt. (I.128 – 142) In die jüngsten Ereignisse des Mittleren Ostens wird das Kalachakra-Tantra durch den berühmten Prophezeiungs-Vers I. 154 hineingezogen. Dort ist von „Bagdad“ und „Mekka“ die Rede, wo die Feinde der Buddhisten ihr Reich des Bösen in Zukunft aufbauen werden. Das Christen- und das Judentum sind dann von der historischen Bühne abgetreten. Nur noch Buddhisten und Muslime stehen sich als Feinde gegenüber. Der dänische Lama Ole Nydahl, spiritueller Führer der Diamantenweg-Sekte glaubt, dass die im Kalachakra-Tantra „vorausgesagten Auseinandersetzungen bereits laufen, was sich nüchterne Beobachter von politisch-religiösen Strömungen weltweit inzwischen gut vorstellen können.“
Über die Tötungslizenzen in diesem Ritual, über die dort ausgebreiteten Waffenphantasien, über die Ähnlichkeiten zwischen Grundgedanken des islamischen Djihad und der Kalachakra-Ideologie, über die in dem Text kultivierte Kriegermentalität berichtete im Herbst 2002 der Wiener Standard, anlässlich des spektakulären, zweiwöchigen Kalachakra Rituals in Graz mit einem heftig diskutierten Artikel, der den Titel trug: „Ein Kriegsritus beim Dalai Lama: Das Kalachakra“. Zwei Tage später zog der Rheinische Merkur nach: „Äußerst wilde Krieger – Was sich hinter dem Kalachakra verbirgt“. (05.09.02) Im österreichischen ORF-TV war die „Kritik am Friedensritual in Graz“ während der 10tägigen vom Dalai Lama durchgeführten Performance ein Dauerthema. Am 19. März 2003 wurde dort in der Sendung „Treffpunkt-Kultur“ der Regisseur Werner Herzog bedauert, weil er mit seinem Kalachakra-Film dem Dalai Lama auf den Leim gegangen sei.
Der «Heilige Krieg» des Buddhismus
In einem Essay, der mit 25. November 2001 datiert ist, also auf den Tag zweieinhalb Monate nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001, nimmt Berzin aber eine erstaunliche Haltung ein, was die Bedeutung des Krieges im Kalachakra-Tantra betrifft. Vielleicht ist der Text aus Betroffenheit über die exemplarische Demonstration der Wirksamkeit destruktiver politischer Konzepte entstanden, vielleicht aus der Sorge, dass durch den «religiös» motivierten Terrorismus jede Form einer von archaisch-religiösen Vorstellungen bestimmten Politik in Verruf geraten könnte, vielleicht auch aus ehrlichem Bemühen, endlich eine offene Diskussion über problematische Inhalte des tibetischen Buddhismus zu beginnen. Ihm kommt entgegen, dass der «Heilige Krieg» seit dem 11. September 2001 kein Tabu-Thema mehr ist.
Zitat:
Ein «Heiliger Krieg» wird vor allem mit dem islamischen Dschihad, aber auch mit den Kreuzzügen in Verbindung gebracht. Der Buddhismus dagegen gilt gemeinhin als Religion des Friedens. Doch Berzin gibt zu bedenken:
Eine sorgfältige Untersuchung der buddhistischen Texte dagegen, insbesondere der Kalachakra-Tantra-Literatur, zeigt, dass es sowohl eine äusseren wie eine innere Ebene einer Schlacht gibt, die durchaus «Heiliger Krieg» genannt werden kann. Ein unvoreingenommenes Studium des Islams führt zum gleichen Ergebnis. In beiden Religionen können Führer die äußere Ebene eines «Heiligen Krieges» für politische, wirtschaftliche oder persönliche Zwecke ausbeuten, um ihre Truppen in den Krieg zu führen. Geschichtliche Beispiele betreffend den Islam sind wohlbekannt; man darf beim Buddhismus aber nicht durch eine rosa Brille schauen und meinen, dass er gegen dieses Phänomen immun gewesen sei. (6)
Zumindest ein Unterschied besteht allerdings: Während im Islam über das Verständnis des Dschihad debattiert wird, will der tibetische Buddhismus sich mit dieser Frage nicht auseinandersetzen. (7)
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