Bismillah
Nach dem ich die Diskussion zwischen Karim und Aicha vom 3. Jan. 2003 gelesen habe, möchte ich erklären, warum es verschiedene Rechtsschulen gibt.(Quellenangabe ist nicht möglich da ich nicht von daheim schreibe. Bitte um verständnis)
1. Die Pflicht die Gesetze Allahs zu befolgen!
Allah ta`ala sagt: (Und wenn ihr euch strittig seit über ein Thema, so bezieht euch zurück zu Allah und seinem Propheten) d.h. zum Koran und zur Sunnah.
Es ist also Pflicht sich nach dem, was im Koran und in der Sunnah steht zu urteilen ud dann auch zu leben.
2. Wie kommt man zu einem isl. Urtiel?
Sucht man nun das isl.rteil bezüglich eines Themas, so zieht man zuerst den Koran. D.h., was steht im Koran über dieses Thema? Hat man etwas gefunde, so sucht man in der Sunnah wie dieser Vers zu verstehen ist. Zur besseren Verständnis der Sunnah und um Fehlinterpretationen zu vermeiden ist es unumgänglich, die Aussagen der Gelehrten heranzuziehen. Dies macht man chronologisch von der Zeit des Propheten (also was sagen dazu die Sahaba,) bis zu heutigen Gelehrten die so arbeiten (nicht diejenigen, die Fehlinterpretieren, weil sie es besser wissen!).
Dazu muss man die Argumentationsweise dieser Gelehrten analysieren. D.h., benutzen sie nur sahih/hasan (authentische) Hadithe oder etwa dha`if/maudu`(nicht authentische) Hadithe.
Achtet der Gelehrte auf die wissenschaftlichen Regeln (Usul Al-Fiqh) oder argumentiert er, wie es ihm (oder der Gesellschaft) gerade passt?.
Also sucht man das Richigste, nicht etwa das Leichteste!!.
Findet man im Koran ein Vers über das Thema, so sucht man in der Sunnah. Findet man dort etwas dann geht es, wie oben geschildert weiter.
Findet man dort auch nicht, schaut man, was die Früheren Gelehrten über dieses Thema sagten, die ihr Urteil, nach der Usul Al-Fiqh fällten.
Findet man immernoch nichts, so müssen sich die Gelehrten von heute zusammensetzen und islamwissenschaftlich ein Urteil fällen. Nicht nach Lust und Laune oder nach ufklärung und Demokratie sondern nach islamwissenschaftlichen Regeln (Usul Al-Fiqh).
3. Warum gibt es verschiedene Urteile über ein und das selbe Thema?
Wie oben gesagt wird ein Urteil basierend auf Koran und Sunnah gefällt. Dementsprehend ist das Wissen über die Sunnah, die den Kran erklärt sehr wichtig. Nun ist es aber so, dass kein Mensch alle Aussagen des Prophete (ass) kennt, nicht mal seine Gefährten, sondern nur einen Teil. So war es immer wichtig Ausschau zu halten auf Hadithe, die man selbst nicht wusste.
Urteile wurden also gefällt basierend auf die Hadithe, die diejenige Person wusste. Bekam dieser mit, dass ein authentischer Hadith dieses Urteil wiederspricht, so wurde das urteil sofort geändert.
Gründe für ein "falsches" Urteil:
- Man hat ein Hadith nicht mitbekommen
So hat Abu Bakr, diejenigen verbrandt, die keine Zakah (Geldabgabe) entrichten wollten. Man hat ihm dann aber gesagt, dass der Prophet gesagt hat, dass nur Allah mit dem Feuer bestrafen darf. Also hat er es unterlassen.
- Man versteht den Hadith anders als ein anderer
So ist bekannt, dass der Prophet (ass) einer Gruppe von Gefährten sagte "Betet `Asr (Nachmittagsgebet) erst in Bany Quraidha (eine Stadt)". Auf dem Weg dort hin kam die Zeit zum Beten. Eine Gruppe sagte, dass sie beten, denn der Prophet (ass) wollte damit nursagen, dass sie sich beeilen sollen. Die andere Gruppe sagte, dass sie erst dort beten werden. Nachdem erstere gebetet haben gingen alle weiter.
Beim Propheten (ass) fragten sie, wer nun Recht hatte und er sagte: "Beide!"
Also kann ein Hadith anders ausgelegt werden als der andere. Aber auch hier nicht basierend auf die eigen Lust sondern das hat eher sprachliche Hintergründe.
4. Die vier Rechtsschulen
Das sind die Schulen von Abu Hanifa, Malik ibn Anas, Al-Schafi`i und Ahmad ibn Hanbal
Letzterer war Schüler von Al-Schafi`i trotdem hatte er eine andere Rechtsschule.
Al-Schafi`i selbst hatte eine Rechtsschule in Bagdad, die er dann änderte, als er nach Ägypten wanderte. Er lernte also andere Hadithe, er sah eine andere Situation der Menschen.
5. Was machen wir
Möchte ein MuslimA die Religin lernen, so soll er sich an einer Rechtsschulr orientiren. Findet er allerdings raus, dass in einem Aspekt das Urteil seiner Rechtsschule falsch ist so MUSS er dem richtigen folgen auch wenn es aus einer anderenRechtsschule ist. Dies ist kein Mischmasch, wie vorgeworfen wird, sondern das ist der Versuch immer der Wahrheit zu folgen.
Es ist nicht erlaubt sich das leichtere aus den Rechtsschulen auszuwählen.
Andererseits ist es falsch keine Rechtsschule zu folgen und selbst Urteile zu fällen, wenn man selbst kein Gelehrter ist.
6. Was macht Otto-Normal-Verbraucher?
Jemand, der keine möglichkeit hat sich an eine Rechtsschule zu orientieren, der hat die Aufgabe zu FRAGEN. Dabei ist zu achten nur authentisches zu akzeptieren, was mit Quellen belegt wurde (also gerade nicht das, was ich hier mache!!! aber ich habe leider nicht die Möglichkeit die Bücher hier mitzunehmen und aufzuschlagen. Ich bitte um Verständnis!!).
Wenn dann im Laufe der Zeit anderes authentischer ist so ist dem zu Folgen!!!
Al-Hamdu Lillah!!