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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46469
04/03/2002 22:14
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Malaika
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Bismillahi r-rahmani r-rahim Die Mütter der Gläubigen - Die Ehefrauen des Propheten (s.a.s.) Der Gesandte Allahs (s.a.s.) ging während seines Lebens mit 12 Frauen die Ehe ein, 9 Witwen hinterließ er nach seinem Tod. Er heiratete sowohl die ältere als auch die jüngere. Die Reiche als auch die Arme. Die, die des Lesens und Schreibens kundig war, als auch die, die es nicht konnte. Die Schöne, als auch die, der Schönheit versagt blieb. So wie die Ehen unterschiedlich waren, so unterschiedlich waren auch die Morgengaben und die Feierlichkeiten der Hochzeit. Der Prophet machte, bezogen auf seine Verpflichtungen den Frauen gegenüber, keine Unterschiede. Die Mütter der Gläubigen, Allah möge Gefallen an ihnen haben, sind um den Gesandten Allahs (s. a. s. ) wie die Sterne um die Sonne. Für jeden Stern eine Bahn, sein Volumen, seine Geschwindigkeit, seine Atmosphäre und sein ausgezeichnetes Leben, daß sich in der Bahn anderer Sterne nicht wiederholt. Muhammads (s. a. s. ) Leben mit jeder der Mütter der Gläubigen birgt ein Geheimnis. Wir wollen hier nicht alle aufdecken, könnten wir auch gar nicht, aber einen kleinen Einblick in das leben Muhammads (s.a.s.) mit seinen Frauen möchten wir hier gewähren.
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46470
04/03/2002 22:16
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Chadidscha, die erste Mutter der Gläubigen Chadidscha bint Huwailid ibn Asad ibn 'Abdal-'Uza ibn Qusaiy kam aus dem reichen Stamme Quraisch und lebte in Mekka. Sie hatte eine hohe soziale Stellung und war durch zwei vorausgegangene Ehen - nach dem Tod der Ehemänner eine erfahrene und wohlhabende Geschäftsfrau. Im Alter von ca. 23 Jahren machte Abu Talib Muhammad (s.a.s.) den Vorschlag, ihn bei Chadidscha als Geschäftsmann einzuführen. Als Muhammad (s.a.s.) eine Karawane nach Syrien führte, die von Chadidscha finanziert wurde, war sie sehr von ihm angetan, da Muhammad (s.a.s.) auf dieser Reise einen großen Gewinn erzielte und sehr erfolgreich war. Chadidscha gefielen seine Tugendhaftigkeit und seine Ehrlichkeit, daß sie sich dazu entschloß Muhammad (s.a.s.) zu heiraten. Dies war im Jahre 594 n.Chr. und Chadidscha war 40 Jahre alt. Chadidscha's Onkel verheiratet sie mit Muhammad (s.a.s.) mit der Morgengabe von 20 Schafen. (In einer anderen Überlieferung heißt es,mit einer Morgengabe von 13 Unzen Gold). Diese Ehe währte 25 Jahre, in denen Chadidscha die einzige Ehefrau war. Die ersten 15 Jahre liegen vor der Berufung Muhammads (s.a.s.).In den letzten 10 Jahren erlebte Chadidscha ihn als Ehemann und Propheten. Sie war die einzige Ehefrau, die Muhammad (s.a.s.) Kinder schenkte. Allerdings starben die beiden Söhne AI-Qasim und 'Abdullah kurz nach ihrer Geburt. Die übrigen vier Kinder waren Töchter. Muhammad (s.a.s.), seine Frau Chadidscha und die Kinder führten ein glückliches Familienleben. Erst die Heirat mit Chadidscha ermöglichte es ihm , durch die Stabilität und finanzielle Lage, daß er seiner Neigung des Meditierens und des tiefen Nachdenkens wieder nachgehen konnte. Als Muhammad (s.a.s.) sich dem Alter von 40 Jahren näherte, zog er sich häufig in die Höhle "Hira" zurück und sann über Gott, die Natur und die Schöpfung nach.Chadidscha hat ihn dabei stets unterstützt und ihm ihre Männer zur Betreuung mitgeschickt. Eines Tages, als Muhammad (s.a.s.) in der Höhle Hira auf einem Berg vor Mekka war, empfing er durch den Engel Gibrail die himmlische Botschaft,durch die ihm der Auftrag Gottes zur Verkündung des Islam übermittelt wurde. Diese erste Offenbarung befindet sich in Sure 96 des Qur'an: " Lies, im Namen deines Herrn, Der erschuf, Er erschuf den Menschen aus einem Klumpen Blut.Lies; denn dein Herr ist der Allgütige, Der (Den Menschen) lehrte durch die Feder, Den Menschen lehrte, was er nicht wußte." Muhammad(s.a.s.) kehrte verwirrt nach Hause zurück und berichtete Chadidscha von seinem Erlebnis. Sie umarmte ihn und beruhigte ihn mit den Worten." Allah betreut uns, Oh du Vater des AI-Qasim, freue dich und sei fest in dir!" Früh morgens eilte Chadidscha zu ihrem Onkel Waraqa ibn Nawfal und erzählte ihm alles. Er beruhigte sie und gab ihr die Gewißheit, daß er,Muhammad (s.a.s.), der neue Prophet dieses Volkes sei. Sie eilte zu Muhammad (s.a.s.) zurück und fand ihn noch im Schlaf. Als er aufwachte, sah sie, daß er in einem erschöpften und zugleich überwachen Zustand war. Dies war der Augenblick in dem Muhammad (s.a.s.) seine zweite Offenbarung empfing. Diese Offenbarung befindet sich in Sure 74. Muhammad (s.a.s.) begann mit ganzer Kraft, seine Botschaft den Menschen zu verkünden. Chadidscha, die erste Muslima stand ihm mit Vertrauen, Geborgenheit, Sicherheit und Frieden stets zur Seite. Er und Chadidscha wurden von den Quraisch und Mekkanern gedemütigt und boykottiert, daß sie fast zu Grunde gegangen wären. Daher mußte Chadidscha ihr Haus verlassen und sich unter den Schutz von Abu Talib begeben, in dessen Haus sie für drei Jahre Aufnahme fand. Dies alles war für Chadidscha schwer zu ertragen, denn sie war mittlerweile 62 Jahre alt. Wie hart dieses Schicksal Chadidscha getroffen hatte, zeigt die Tatsache, daß sie bereits drei Tage nach der Rückkehr in ihr Haus im Alter von 65 Jahren verstarb. Sie ließ Muhammad (s.a.s.) mit 4 Töchtern zurück. Chadidscha hatte unter den Ehefrauen Muhammads (s.a.s.) eine Sonderstellung, sowohl in menschlicher, als auch in religiöser Hinsicht. Sie war die erste Frau, die an Muhammad (s.a.s.) und seine Botschaft glaubte und hat ihn stets aufopfernd unterstützt. Eine Überlieferung von Muhammad (s.a.s.) lautet` Wahrlich, Allah übermittelt dir Grüße, O Chadidscha!" Dies zeigt auch ihre besondere Stellung vor Gott. An keine andere Frau ist ein ähnlicher Gruß ergangen. Chadidscha trägt den Titel: "Die erste Muslima" und "Die erste Mutter der Gläubigen", und ist dadurch vor allen muslimischen Frauen und auch vor den anderen Müttern der Gläubigen ausgezeichnet. Als Chadidscha starb, war der Islam bis weit über Arabien hinaus bekannt. Die islamische Botschaft hatte bereits festen Boden gewonnen. Chadidscha war für Muhammad (s. a. s.) mehr als nur eine Ehefrau. Sie war Muhammad (s. a. s.), der eine Waise war ,eine Mutter; sie war Muhammad (s.a.s.), dem verheißenden Propheten, eine Schützerin und sie war Muhammad (s.a.s.), dem Tapferen, eine Inspiration und nicht zuletzt dem Propheten, dem Auserwählten, eine Quelle der Gewißheit, der Geborgenheit, des Friedens und des Vertrauens.
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46471
04/03/2002 22:19
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Sawda, die zweite Mutter der Gläubigen Der Verlust Chadidschas hat bei Muhammad (s.a.s.) großen Kummer und tiefe Trauer hinterlassen. Er trug die Last der Verantwortung für seine Botschaft und seine kleine Gemeinde,sowie für die Betreuung und Erziehung seiner Töchter. Unter der islamischen Gemeinde befand sich eine Frau namens Chaula bint Hakim. Diese bemühte sich, nach Ablauf der Trauerzeit, den Propheten (s.a.s.) von der Notwendigkeit einer neuen Ehe zu überzeugen. Sie faßte sich ein Herz und ging zum Propheten, um ihm einen Heiratsvorschlag zu machen.Der Prophet (s.a.s.) schaute Chaula an und sagte:" Wer nach Chadidscha?" Chaula erwiderte rasch:" Aischa, die Tochter des dir liebsten Menschen." Womit sie Abu Bakr meinte, den ersten Mann , der an Muhammad (s.a.s.) glaubte und seine Botschaft bestätigte. Da Aischa noch zu jung war, sollte sie den Propheten (s.a.s.) erst in zwei oder drei Jahren heiraten.Chaula hatte dies im voraus bedacht und kam mit zwei Hei-ratsvorschlägen. Bevor Muhammad (s.a.s.) Aischa heiratet,sollte Sawda, die Tochter des Zama, die Ehe mit ihm eingehen. Muhammad (s.a.s.) war mit diesen beiden Vorschlägen einverstanden. Daraufhin ging Chaula erst zu Abu Bakr, wo sie um Aischa bat und dann zu Zamza, um für Muhammad (s.a.s.) um die Hand Sawdas zu werben. Beide Bewerbungen waren erfolgreich. Sawda war die Tochter des Zama, Sohn des Qais, Sohn des 'Abd Sams, Sohn des Abd Widd aus dem Stamm Amir. Ihre Mutter war As-Samus, die Tochter Qais, aus dem Stamm Adei, aus dem Stamm An-Nagar. Nach einem anderen Bericht ist sie die Tochter Qais, Sohn des Zaid, Sohn des 'Amir. Sawda lebte in Mekka und war zuvor mit ihrem Cousin As-Sakran, Sohn des 'Amr verheiratet. Sie und ihr Mann zählten zu den ersten Muslimen. Sawda war Witwe. Sie und ihr Mann waren bei der Emigration nach Abessinien dabei, wo auch ihr Mann gestorben ist. Die zweite Ehe Muhammads (s.a.s,) wurde vollzogen, doch niemand in der islamischen Gemeinde wollte glauben, daß Sawda die zweite Ehefrau des Gesandten (s.a.s.) geworden war. Denn Sawda war bereits im fortgeschrittenem Alter. Die Situation im Hause des Propheten (s.a.s.) war für Sawda nicht einfach. Jeder Vergleich mit Chadidscha fiel zu ihrem Ungunsten aus, was Rang, Stellung und Vermögen betraf. Sie glaubte, daß der Prophet (s.a.s.) sie vor allem aus Güte und Barmherzigkeit geheiratet hatte. Sawda war dem Propheten (s.a.s.) eine freundliche, gütige, bescheidene und auch lustige Ehefrau. Oft hat sie ihm lustige Dinge erzählt. Sawda betreute länger als zwei Jahre allein das Haus, bis Aischa hinzukam. Dann räumte sie ihr die erste Stellung im Hause ein. Sawda bemühte sich Aischa zufrieden zustellen und kümmerte sich mit allen Kräften um sie. Diese Ehe mit Aischa lastete schwer auf Sawdas Seele, da Aischa jung und angesehen war. Sawda zeigte gegen Aischa und später auch gegen die anderen Ehefrauen des Propheten (s.a.s.) keine Eifersucht. Zur Zeit ihrer Ehe mit Muhammad (s.a.s.) war Sawda, nach einem Bericht zufolge, um die hundert Jahre alt. So ist es verständlich, daß der Prophet (s.a.s.) keine zärtliche Neigung für sie empfand. Doch der Prophet (s.a.s.) hatte Mitleid mit ihr und wollte nicht, daß Sawda das demütige Gefühl habe, sie sei nicht gleich mit den anderen Frauen. Immer wieder versuchte der Prophet (s.a.s.) ihr sein Herz zu öffnen, doch gehorchte ihm seine menschliche Natur nicht. Er konnte gerecht sein, was Unterhalt, Wohnung und der ihr zustehenden Nacht betraf, jedoch Liebe und Neigung konnte er nicht gewähren. Als einmal ihre Nacht gekommen war, schlug Muhammad (s.a.s.) Sawda vor, sich von ihm scheiden zu lassen. Sie lehnte diesen Vorschlag ab und sagte` Oh, bei Allah, ich lege keinen Wert darauf, Ehemänner zu bekommen, jedoch wünsche ich mir, daß Allah mich am Jüngsten Tage als Ehefrau des Gesandten wiederauferstehen läßt. Ich werde meine Nacht Aischa schenken." Muhammad (s.a.s.) war tief beeindruckt von ihren Worten und widerrief seinen Scheidungsvorschlag. Aischa war sehr dankbar für die zusätzliche Nacht. Sawda führte ein ruhiges Leben im Hause des Propheten (s.a.s.) und überlebte ihn sogar. Sie selbst verstarb - so ein Bericht - am Ende der Regierungszeit des zweiten Khalifen'Umar ihn Al-Hattab. Nach dem Tode Sawdas sagte Aischa " Es gibt unter den Menschen niemanden, den ich wegen seines Charakters mehr liebe als Sawda, obwohl sie etwas Schärfe hatte."
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46472
04/03/2002 22:22
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Aischa, die dritte Mutter der Gläubigen Aischa wurde vier oder fünf Jahre nach dem Berufungserlebnis des Propheten Muhammad (s.a.s.) in Mekka geboren. Sie und ihre Schwester Asma wurden im Islam aufgezogen, Aischa war fröhlich und lebhaft, was Muhammad (s.a.s.) sehr anzog, außerdem war sie sehr klug. Wie sehr sie das Herz Muhammads (s.a.s,) gewann, kam in den Worten Muhammads (s.a.s.) an ihre Mutter zum Ausdruck:" Oh, Umm Rumman, sei gütig zu Aischa und hebe sie mir auf" Als Chaula damals den Heiratsantrag an Abu Bakr überbrachte, um für Muhammad (s.a.s.) um die Hand Aischas zu bitten, zögerte Abu Bakr und bat Chaula um Geduld, Sie verstand sein Zögern nicht. Umm Rumman beruhigte sie und erklärte ihr, daß AI-Mutarom ibn ~Adi für seinen Sohn um Aischa geworben hat. Und Abu Bakr hatte noch nie etwas versprochen und dann nicht gehalten. Zwischenzeitlich war Abu Bakr zu AI-Mutarom gegangen und wurde dort von dessen Frau mit den scharfen Worten begrüßt: "Oh, du Sohn von Abu Quhafa (=Abu Bakr), ließen wir unseren Sohn deine Tochter ehelichen, würdest du ihn wohl von seinem Glauben abbringen. und statt dessen in deinen Glauben hineinbringen." Darauf sah Abu Bakr, daß es wegen der bitteren, religiösen Feindschaft - AI-Mutamin und seine Familie waren einer der erbittertsten Feinde des lslamnie zu einer Ehe kommen würde. Er dankte Allah, daß Er ihn von seinem Versprechen befreit hatte. Als er nirückkehrte, bat er Chaula, den Propheten zu ihm zu holen, und der Heiratsvertrag wurde abgeschlossen. Zu dieser Zeit war Aischa 6 oder 7 Jahre alt. Ihre Morgengabe betrug fünfhundert Dirham. Die Hochzeit und der Vollzug der Ehe fanden erst drei Jahre später in Medina statt. Aischa lebte nicht im Hause des Propheten (s.a.s.), sondern blieb im Hause ihres Vaters Abu Bakr in Medina. Im dritten Jahr der Verlobung mit Aischa wurde die Situation für Muhammad (s.a.s.) und seine Anhänger durch die zunehmende Verfolgung durch die Mekkaner immer gefahrvoller. Muhammad (s.a.s.) erhielt deshalb die göttliche Aufforderung nach Medina auszuwandern. Als er sich dort niedergelassen hatte, schlug Abu Bakr dem Propheten (s.a.s.) vor, Aischa jetzt zu sich zu nehmen. Die Hochzeit fand im kleinen Familienkreis, ohne Feierlichkeiten, im Hause Abu Bakrs statt. Aischa war zu dieser Zeit neun Jahre alt. Aischa bekam im Hause Muhammads (s.a.s.) ein Zimmer neben Sawda und verbrachte dort zufrieden und behütet ihre erste Zeit. Nichts störte sie, da Sawda keinen Grund zur Eifersucht gab. Jedoch wuchs mit der Zeit die Eifersucht auf Chadidscha, obwohl diese längst verstorben war. Da Aischa Muhammad (s.a.s.) keine Kinder zu schenken vermochte, war ihre Eifersucht auf Chadidscha noch größer, da sie Muhammad (s.a.s.) viele Kinder beschert hatte. Da sie keine eigenen Kinder hatte, betreute sie die Kinder ihrer- Schwester. Bald nach der Heirat mit Aischa folgte die Heirat mit Hafsa, die neben Aischa ihren Platz im Hause des Propheten (s.a.s.) erhielt. Dies steigerte die Eifersucht Aischas noch mehr. Sie war nicht nur eifersüchtig auf Hafsa, sondern diese Eifersucht auf Chadidscha wuchs noch mehr, denn sie hatte Muhammad (s.a.s.) 25 Jahre für sich allein gehabt. Nachdem Aischa Muhammad (s.a.s.) keine Kinder schenken konnte, nahm sie,nachdem ihr Bruder Abder-Rahman starb, dessen Sohn Al-Qasim und seine Tochter zu sich. Dieser Sohn, Al-Qasim, fand nach dem Tod Aischas folgende Worte für sie:" Ich habe keine Mutter gesehen, die wohltätiger als sie (Aischa) war. " Aischa war ein Mensch voller Gefühl mit großer Liebe zu dem Propheten (s.a.s.) Sie wollte ihn für sich allein haben und war deshalb auf die anderen Ehefrauen sehr eifersüchtig. Sie bemühte sich sehr, bei Muhammad (s.a.s.) an erster Stelle zu stehen und die anderen Ehefrauen auf ihre Plätze zu verweisen. Nachdem Zainab bint Gahs und Umm Salama ins Haus des Propheten (s.a.s.) kamen, verbündete sie sich mit Hafsa. Später schlossen sich noch Sawda, Zainab bint Huzaima und Safiya bint Huyaiy an. Die Frauen, die sich um Umm Salama und Zainab bint Gahs gruppierten, waren ihre Gegnerinnen. Als Muhammad (s.a.s.) Zainab, die geschiedene Frau seines Adoptivsohnes Zaid, auf Allahs Gebot (33:37) hin heiratet war Aischas Eifersucht grenzenlos. Außerdem erklärte Zainab, daß sie eine höhere Stellung habe, da sie die einzige Ehefrau sei, die die Ehe auf Grund Gottes Gebot einging. Daraufhin schmiedeten Aischa, Sawda und Hafsa einen Plan, wie sie Muhammad (s.a.s.) aus Zainabs Nähe bringen könnten. Sie beratschlagten, daß jedesmal, wenn Muhammad (s. a. s. ) von Zainab kommt, sie ihn fragen, ob er Maghafir gegessen hatte. Maghafir ist ein Obst, daß gut schmeckt, aber übel riecht. So kam es, daß der Prophet (s. a. s.) zu Aischa kam, und sie ihn fragte, ob er Maghafir gegessen hatte. Ebenso fragte ihn Hafsa. Beidemal verneinte er dies und sagte, er habe nur Honig bei Zainab gegessen. Sawda mit ihrer Weisheit suchte für Muhammad (s.a.s.) eine Entschuldigung und sagte, daß die Bienen wahrscheinlich den Honig von Maghafir-Bäumen gesammelt hatten. Muhammad (s.a.s.) aß daraufhin keinen Honig mehr bei Zainab und so wurde sie allmählich an die Stelle zurückgedrängt, die ihr zustand. Eine weitere Gefahr sah Aischa in Asma bint An-Numan, die sehr hübsch war. Als sie wußte, daß diese Ehe zu erwarten sei, überlegte sie, wie sie diese verhindern konnte. Sie schmiedete anit ihren Gefährtinnen einen Plan Sie gingen zu der neuen Braut, um ihr zu gratulieren und um ihr liatschläge zu geben, wie sie die Liebe des Propheten (s.a.s.) gewinnen könnte. Sie rieten ihr, sobald der Prophet (s. a. s. ) zu ihr komme, zu sagen :" Ich nehme Zuflucht bei Allah". Der Gläubige sagt dies, wenn er sich vor etwas fürchtet und Allah um Abwendung des Übels bittet. Asma kannte den Sinn nicht und befolgte ihren Rat. Als Muhammad (s.a.s.) dies härte, war er enttäuscht und wandte sich von ihr ab. Der Prophet (s.a.s.) glaubte, daß sie sich mit diesen Worten von ihm abgewandt hatte. So wurde diese Ehe verhindert. Später erfuhr Muhammad (s.a.s.) über die List seiner Frauen und sagte:"Sie sind die Verführerinnen von Yusuf, wahrlich ihre List ist groß." Eine weitere Gefahr sah Aischa in Mariam, die aus Ägypten stammte. Sie war Sklavin und als "Geschenk" ins Haus Muhammads (s.a.s.) gekommen. Als Mariam schwanger wurde, wuchs Aischas Eifersucht erneut. Ab dieser Zeit begann Aischa, mit aller Kraft gegen Mariam zu kämpfen. Als Muhammad (s.a.s.) sah, daß alle Frauen gegen die schwangere Mariam waren, stellte er (s.a.s.) sie unter einen besonderen Schutz. Eines Tages kam Mariam zu Muhammad (s.a.s.) um mit ihm eine Angelegenheit zu besprechen. Da das Zimmer von Hafsa frei war, besprach der Prophet (s.a.s.) die Sache mit Mariam in Hafsas Zimmer. Mariam lebte nicht im Hause des Propheten (s.a.s.) sondern hatte ein eigenes Haus. Als Hafsa darin zurückkehrte und den Vorhang ihres Zimmers geschlossen vorfand und dann auch noch erfuhr, daß Mariam in ihrer Wohnring weilte, war sie zutiefst empört und in höchster Erregung. Sie trat weinend vor den Propheten (s.a.s.) und klagte ihn und Mariam an. Sie hörte nicht eher auf, bis Muhammad (s.a.s.) versprach, sich Mariams zu enthalten. Er sah in seinem Verhalten zumindest einen Verstoß gegen die guten Sitten und war deshalb zu diesem Versprechen an Hafsa bereit. Er bat Hafsa, dies jedoch nicht den anderen Frauen zu erzählen. Hafsa in ihrer Erregung jedoch, hatte nichts eiligeres zu tun, als alles Aischa zu erzählen. Diese steigerte ihre Eifersucht gegen Mariam noch mehr. Nun schlossen sich alle Frauen gegen Mariam zusammen. Muhammad (s.a.s.) versuchte immer wieder, seine Frauen zu beruhigen, jedoch war die Feindschaft gegen Mariam so groß, daß der Frieden zwischen den Frauen nicht mehr hergestellt werden konnte. Deshalb zog sich der Prophet (s.a.s.) von allen seinen Frauen zurück. Alle dachten er hätte sich nun von seinen Frauen geschieden. Auch seine Frauen traf diese Entscheidung sehr hart. Besonders Aischa litt sehr darunter, weil ihr klar wurde, daß sie die Veranlassung für diese Situation war. Auch die Väter der Frauen, darunter Abu Bakr und 'Umar, machten ihren Töchtern harte Vorwürfe. Einen Monat lang traute sich keine der Frauen, zu dem Propheten zu gehen, um mit ihm zu sprechen. Und hätte es nicht die himmlische Barmherzigkeit gegeben, wären sie allesamt verwaist gewesen. Die Trennung dauerte bis zur Offenbarung der Sure "At-Tahrim" (66:5-6)." Wenn ihr beide euch Allah reuig zuwendet, so sind eure Herzen bereits (dazu) geneigt. Doch wenn ihr euch gegenseitig gegen ihn unterstützt, wahrlich, dann ist Allah sein Helfer und Gibrail und die Rechtschaffenen unter den Gläubigen; und außerdem sind die Engel (seine) Helfer. Vielleicht wird sein Herr ihm, wenn er sich von euch scheidet, an eurer statt bessere Frauen geben, gottergebene, gläubige, gehorsame, reuige, fromme, fastende Witwen und Jungfrauen." Nach dieser Offenbarung entschloß sich Muhammad (s.a.s.), seine Frauen wieder zurückzunehmen. Im Jahre sechs n.H. ereignete sich der Lügenskandal "Mihnat Al-Ifk" nach der Heirat Muhammads (s.a.s.) mit Zainab bint Gahs. Aischa durfte an der Schlacht mit den Bani AI-Mustaliq teilnehmen. Muhammad (s.a.s.) und die Muslime gewannen diese Schlacht, und auf dem Rückweg nach Medina machte das Heer unterwegs Rast. Aischa entfernte sich von dem Lager, um einem Bedürfnis nachzugehen. Dabei verlor sie ihre Halskette. Auf der Suche nach ihrer Kette verlor sie die zeit, so daß das hager bereits abgebrochen war, und das Heer, in der Annahme,Aischa befände sich in dem Zelt auf ihrem Kamel weitergezogen war. Als Aischa dies bemerkte, hoffte sie, daß Muhammad (s.a.s.) jemanden zurückschicken würde, der sie abholte. Als Nachzügler war Safwan ibn AI-Mucattal As-Salami ebenfalls zurückgeblieben. Da die muslimischen Frauen zu dieser Zeit noch keinen Schleier trugen, erkannte er Aischa sofort. Aischa traf in Begleitung Safivans in Medina ein. Dies war Anlaß für allerlei Verdächtigungen. Abdullah ibn Ubaiy und seine Anhänger, die Heuchler, verbreiteten Verleumdungen über Aischa und Safwan. Der Prophet (s.a.s.) wurde durch diese Verdächtigungen tief verletzt.Aischa kam krank und erschöpft von der Reise zurück und hielt sich deshalb vor allem im Haus auf. Normalerweise kümmerte sich Muhammad (s.a.s.) sehr um Aischa, wenn sie krank war. Diesmal jedoch verhielt es sich anders. Aischa hatte sogar das Gefühl, diesmal fiel es dem Propheten (s.a.s.) besonders schwer, sie zu pflegen. Durch diese Verleumdungen drohte die islamische Gemeinschaft zu verfallen. Deshalb entschloß sich Muhammad (s.a.s.), nachdem er zuvor Allah angerufen und gepriesen hatte, zur Gemeinschaft zu sprechen:" Oh ihr Menschen! Wie ist es mit einigen unter euch, die mich beleidigt haben in einer meiner Angehörigen (Aischa). Sie sprechen nicht die Wahrheit; bei Allah, ich habe von ihr nur (gutes gekannt. LJnd sie sprechen auch Schlechtes von einem rVlanne (Safwan), von dem ich auch nur Gutes gekannt habe. Niemals ist er in eines meiner FIäuser ohne meine Begleitung eingetreten." Durch diese Rede fügte er die islamische Gemeinschaft wieder zusammen, und sie waren sehr betrübt, daß die Ehre seiner liebsten Frau so sehr verletzt wurde. Aischa wußte von der Verleumdung und der Rede Muhammads (s.a.s.) nichts. Als sie nach 20 Tagen wieder gesund war, ging sie mit ihrer Cousine in die Stadt, um Besorgungen zu machen. Dort erfuhr sie dann von ihr über die Geschehnisse während ihrer Krankheit. Sie kehre zurück nach Hause und weinte bis ihr fast der Kopf zersprungen wäre. Muhammad (s.a.s.) kam in das Haus Abu Bakrs, wo sich Aischa befand und versuchte, sie zu trösten. Durch den Engel Gibrail empfing Muhammad (s.a.s.) die Offenbarung für die Unschuld Aischas. Sie ist in Sure 24 An-Nur in den Versen 11- 19 enthalten. Aischa war eine Frau von großer Natürlichkeit und Aufrichtigkeit. Sie äußerte ihre Emotionen ohne Verstellung, und so war es für sie ganz normal eifersüchtig auf ihren Mann Muhamrnad (s.a.s.) zu sein. Nichts konnte sie von ihrer Liebe zu Muhammad (s.a.s.) abbringen. Kurz nach der Rückkehr von der Abschiedswallfahrt nach Medina ging das Leben Muhammads (s.a.s.) seinem Ende zu. Die Frauen Muhammads (s.a.s.) überließen ihre Tage Aischa, so daß sie allein für die Betreuung Muhammads (s.a.s.) verantwortlich war. Sie erfüllten somit den Wunsch des Propheten (s.a.s.), den er selbst nicht gewagt hätte auszusprechen. Und so konnte er bis zur Stunde der Trennung bei Aischa sein. Aischa beschreibt den erschreckenden Moment des Todes folgendermaßen :" Ich fand, daß der Prophet schwer in meinem Schoß geworden war, da blickte ich in sein Gesicht und sah, daß sein Blick schwach wurde, während er sprach :" Nun auf zu dem höchsten Gefährten des Paradieses." Aischa erwiderte ihm:" Dir wurde die Wahl gestellt, und du hast gewählt, bei Dem, Der dich mit der Wahrheit gesandt hat." Der Prophet (s.a.s.) starb am 13 . Rabi ' Al-Awwal im Jahre 11 n.H. und wurde imHause Aischas begraben .Nachdem Tode Muhammads (s.a.s.) lebte Aischa streng nach den Geboten, wie Muhammad (s. a. s. ) sie gelehrt hatte. Sie wurde zum Vorbild eines jeden Muslim. Sie beteiligte sich am politischen Leben und wurde für die Muslime zur wichtigsten Quelle der Überlieferung (-1Jadith). Sie vermittelte den Muslimen "Die Hälfte der Religion", wie es der Prophet (s.a.s.) selbst gesagt hatte. In den Worten von Al-Imam Al-Zahabiy spiegelt sich die Bedeutung Aischas wieder." Stellt man das Wissen Aisehas neben das der anderen Ehefrauen des Propheten (s.a.s.) und aller Frauen der Welt, so würde das von Aischa schwerer wiegen." Im Alter von 66 Jahren und einem reichen Leben starb Aischa am 17.Ramadan im Jahre 58 n.H. (nach einem Bericht von AtTabariys). In einem großen Trauerzug wurde Aischa an ihre letzte Stätte, Al-Baqiya, geleitet, wo auch die anderen Mütter der Gläubigen begraben sind. Über ihr betet Abu Huraira, der berühmte Hadith-Sammler. Aischa hat tiefe Spuren im religiösen, sozialen und politischen Leben des Islam hinterlassen.
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46473
04/03/2002 22:24
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Hafsa bint 'Umar, Schützerin des Heiligen Qur'an, die vierte Mutter der Gläubigen Hafsa war mit Hunaif, Sohn des Huzafa, Sohn des Qais, Sohn des Adi der Familie Sahm aus dem Stamme der Qurais verheiratet. Hunaif war bei der Emigration der Muslime nach Abessinien dabei und nahm als einziger seiner Familie an der Schlacht von Badr teil. Er verstarb in Medina, nachdem er in der Schlacht von Uhud verwundet wurde, Hafsa war beim Tod ihres Mannes zwölf Jahre alt. Nachdem sie in das Haus ihres Vaters zurückkehrte,machte er sich große Sorgen um sie. Es machte ihn traurig, daß seine Tochter ihre Jugend so einsam verbringen mußte. Nach sechs Monaten entschloß er sich, für seine Tochter einen Ehemann zu suchen Er dachte dabei an Abu Bakr, der ein erfahrener Mann, mit gutem Charakter war. Außerdem war er der erste Gefährte des Propheten (s.a.s.) und dessen Schwiegervater. Für Umar gab es keine Zweifel mehr, daß Abu Bakr der richtige Ehemann für seine Tochter Hafsa sei und überbrachte ihm den Heiratsvorschlag. Abu Bakr hörte ihm schweigend zu und erwiderte auf seinen Vorschlag nichts. Diese Ablehnung verletzte ihn zutiefst, und er ging zornig aus Abu Bakrs Haus hinaus. Jedoch ließ 'Umar sich von seinem Vorhaben nicht dadurch abbringen und überlegte weiter. Bei seinen Überlegungen kam ihm Utman ibn 'Affan in den Sinn. Utman war mit Ruqaiya, der Tochter des Propheten (s.a.s.) verheiratet gewesen, die kurz nach ihrer Rückkehr nach Medina von der ersten Emigration verstarb. Umar ging zu 'Utman und bot ihm die Hand seiner Tochter Hafsa an. Er wies jedoch sein Angebot mit den Worten:" Ich will jetzt nicht heiraten" zurück. Diese weitere Ablehnung seiner Tochter verletzte ihn noch mehr. Er konnte es nicht glauben, daß Gläubige und gute Freunde seine Tochter Hafsa ablehnte, die von gutem Charakter, jung und gläubig war. Er ging zum Propheten (s.a.s.) und brachte ihm seine Beschwerde vor. 'Umar erzählte Muhammad (s. a. s. ) über das verletzende Verhalten von Abu Bakr und ´Uthman. Der Prophet (s.a.s.) beruhigte ihn und antwortete: „Hafsa wird den heiraten, der besser als 'Utman ist; und 'Utman wird die heiraten, die besser als Hafsa ist." Umar war sehr erstaunt über diese Worte, wer sollte besser sein als Utman. Nur der Prophet (s.a.s.) selbst konnte besser sein als 'Utman. Er verstand das Angebot des Propheten (s.a.s.), und es war ihm eine große Ehre. Er war voller Freude und berichtete allen Leuten seine Freude. Auf dem Weg nach Hause traf er Abu Bakr. Dieser entschuldigte sich bei Umar mit den Worten : „Oh Umar, sei nicht traurig wegen mir, denn der Prophet (s.a.s.) hatte bereits zuvor von (einer Heirat mit) Hafsa gesprochen, und ich konnte das Geheimnis des Propheten (s.a.s.) nicht publik machen, Hätte der Prophet (s.a.s.) Hafsa nicht geheiratet, so hätte ich sie geheiratet." 'Umar eilte nach Hause , um Hafsa die gute Nachricht zu überbringen. Die Eheschließung fand im Monat Shaban im Jahre drei n.H. statt. Hafsa kam in das Haus des Propheten (s.a.s.) und erhielt ihre Wohnung neben der von Aischa. Aischa verstand nicht, warum Muhammad (s.a.s.) eine weitere Ehefrau ins Haus brachte-, während er in der Ehe mit Chadidscha keine weitere Ehefrau zu sich nahm. Aischa war sehr eifersüchtig auf Hafsa, da diese eine hohe Stellung im Hause des Propheten (s.a.s.) hatte. Obwohl die Beziehung zu Aischa durch Eifersucht betrübt war, lebte Hafsa zufrieden im Hause Muhammads (s.a.s.). Als sie jedoch merkte, daß die Liebe des Propheten (s.a.s.) zu Aischa die ihre überwog, war sie sehr verletzt. Doch Hafsa mußte dies einsehen, da Aischa vor ihr mit Muhammad (s.a.s.) verheiratet war und Aischa die einzige Ehefrau war, die zuvor mit keinem Mann verheiratet gewesen ist, und somit als Jungfrau in die Ehe kam. Als jedoch weitere Ehefrauen ins Haus kamen, besserte sich auch die Beziehung zwischen Hafsa und Aicha. Sie standen sogar gemeinsam bei Auseinandersetzungen auf einer Seite. Umar ermahnte seine Tochter, sich nicht mit Aischa auf die selbe Stufe zu stellen, da sie und auch ihr Vater Abu Bakr, höheren Ranges waren als Hafsa und ihr Vater Umar. Damit wollte er auch erreichen, daß seine Tochter keine allzu enge Beziehung zu Aischa aufbaute. Als er einmal erfuhr, daß Hafsa dem Propheten (s. a. s. ) öfter widersprach, und ihn dadurch verärgerte, ging er zu ihr und stellte sie zur Rede. Hafsa besaß allerdings eine starke Persönlichkeit und so fruchtete diese Ermahnung nicht. Sie widersprach weiter dem Propheten (s.a.s.) und sogar auf religiösem Gebiet versuchte sie, Muhammad (s.a.s.) durch Qur´an Verse zu überzeugen. Trotzdem bemühte sich der Prophet (s.a s.), sie wie alle seine Ehefrauen zu behandeln, Sie und Aischa erfuhren die meiste Rücksichtnahme, da beide die Töchter von den besten Männern waren, die Muhammad (s.a.s.) in seiner Umgebung hatte. Als Hafsa einmal von einem Besuch bei ihren Eltern zurückkam, fand sie den Vorhang zu ihrer Wohnung verschlossen. Muhammad (s.a.s.) hatte sich mit Mariam dorthin zurückgezogen, um eine Angelegenheit zu besprechen. Hafsa war darüber sehr erregt und weinte, woraufhin der Prophet {s.a.s.) ihr versprach, nicht mehr mit Mariam zusammenzukommen. Sie mußte aber versprechen, den anderen Frauen nichts zu erzählen, um Mariam nicht zu verletzen. Hafsa erzählte jedoch Aischa sofort alles und brachte somit alle Frauen gegen Mariam auf. Durch die Verletzung des Schweigegebots war der Prophet (s.a.s.) erzürnt und ließ sich daraufhin von Hafsa scheiden. Er nahm sie später aber wieder zurück. Nach einem Bericht, nahm er sie zurück, um ihren Vater Umar von seinen Schmerzen zu erlösen. Dem Propheten (s.a.s.) erschien der Engel Gibrail und gebot ihm:" Wahrlich, Allah befiehlt dir, Hlvafsa zu dir zurückzunehmen, aus Barmherzigkeit, um 'Umars Willen." Nach einem anderen Bericht gebot Gibrail dem Propheten (s.a.s.).-"Nimm Hafsa zu dir zurück, denn sie ist eine Fastende und Betende und wird deine Frau im Paradies sein." Diese Scheidung lag vor der Trennung Muhammads (s.a.s.) von all seinen Frauen. Die "Große Scheidung" Muhammads (s.a.s.) von all seinen Frauen beschämte Hafsa noch mehr, da sie der eigentliche Grund für diese Trennung war, da sie ihr Schweigegebot verletzt hatte. 'Umar drohte seiner Tochter, nie mehr ein Wort mit ihr zu sprechen, wenn der Prophet (s.a.s.) sich nun von ihr scheiden ließe. Er konnte nicht glauben, daß Muhammad (s.a.s.) sich von seinen Frauen scheiden lassen würde. Um sich Gewißheit zu verschaffen, ging 'Umar zum Propheten (s.a.s.). Er sagte über seine Tochter: "Oh, bei Allah, wenn mir der Prophet den Befehl gäbe, Hafsa den Kopf abzuschlagen, schlüge ich ihren Kopf ab." 'Umar schaute sich im Raum um und merkte, wie einfach der Prophet (s.a.s.) nach der Trennung von seinen Frauen lebte. Muhammad (s.a.s.) lag auf einem harten Strohteppich und als Nahrung befand sich ein Häufchen Gerstenkörner im Raum. Er bekam Mitleid, und er brach in Tränen aus. Der Prophet (s.a.s.) lächelte über dieses Zeichen der Zuneigung und um ihn zu beruhigen, erklärte er ihm, daß er sich nicht von seinen Frauen scheiden läßt, sondern nur für einen Monat trennen wird. 'Umar war darüber sehr zufrieden und verkündete in der Moschee die gute Nachricht. Welch besonderen Wert Hafsa hatte, zeigt die Tatsache, daß der, nach dem Tod Muhammads (s.a.s.) neu gewählte Khalif Abu Bakr, sie vor allen anderen Frauen, sogar vor Aischa auserwählte, das einzige, authentische, handgeschriebene Exemplar des Heiligen Qur'an aufzubewahren. 'Umar riet dem Khalifen Abu Bakr, ein von allen Schreibern überprüftes und bestätigtes Exemplar des Qur `an sicherzustellen und aufzubewahren, damit es der Gemeinschaft nicht verloren ginge. Der Khalif vertraute dieses Exemplar Hafsa an, und sie bewahrte dieses Exemplar bis über die beiden ersten Khalifate hinweg, bis in die Zeit des dritten Khalifen "Utman. Zur Zeit 'Utmans tauchten verschiedene Fassungen des Qur'an auf und 'Utman forderte alle auf sämtliche Niederschriften des Qur'an ihm auszuhändigen. Auch Hafsa gab ihr Exemplar an 'Utman. Eine Kommission Qur'an-Gelehrter und Schreiber überprüfte alle Fassungen auf ihre Richtigkeit anhand des Exemplars von Hafsa. Von diesem Exemplar wurden noch drei Abschriften angefertigt und zum Aufbewahren verteilt. Um den Qur'an rein und unverfälscht zu erhalten, wurden danach alle anderen Handschriften vernichtet. Die letzten Jahre verbrachte Hafsa im Dienste Allahs fastend und betend. Hafsa starb am Ende der Regierungszeit des Khalifen 'Utman oder in den ersten Jahren der Herrschaft Muawiyas. Nach At-Tabariy ist sie im Jahre 41 n.H. gestorben. nach Alwakidiy im Monat Shaban des Jahres 45 n.H. Sie wurde ebenfalls mit den anderen Müttern der Gläubigen auf dem Friedhof A1-Baqiya begraben, der bis heute existiert. In die Geschichte geht Hafsa als die Wahrerin des authentischen Exemplars des Heiligen Qur'an , des größten Buches des Arabischen und des einzigen Wunders des Islam ein.
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46474
04/03/2002 22:26
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Guwairiya bint Al-Harit, die achte Mutter der Gläubigen Im Jahre 6 n.H. folgten viele Schlachten gegen die Ungläubigen. Darunter auch die Schlacht gegen die Bani Al-Mustaliq aus dem Stamme Huzaah. Die Muslime gewannen unter der Führung des Propheten (s.a.s.) diese Schlacht nach einem schweren Kampf Die Frauen dieses Stammes wurden danach als Gefangene genommen. Darunter war auch Burah bint Al-Harit. Eines Tages kam eine Frau zum Propheten (s.a.s.) und beschwerte sich darüber, daß sie, die Tochter des Al-Harit, sich in Gefangenschaft befinde. Es tat dem Propheten (s.a.s.) leid, daß sie, Burah, die Tochter eines Führers, sich unterdrückt in Gefangenschaft befand. Da Burah den Propheten (s.a.s.) um Zuflucht bat, gab er ihr Hoffnung. Er befreite sie und nahm sie zur Frau. Burah wurde später von Muhammad (s.a.s.) Guwairiya genannt. Die Nachricht über diese Heirat verbreitete sich schnell unter den Muslimen und viele ahmten Muhammad (s.a.s.) nach und heirateten die gefangenen Frauen. Guwairiya nahm nach der Befreiung den Islam an und ihr Vater AlHarit ebenso. Sie führte ein glückliches Leben im Hause des Propheten (s.a.s.) und war eine gute Gläubige. Aischa war sehr eifersüchtig auf Guwairiya, da sie eine sehr hübsche Frau war. Jedoch war Aischa zu dieser Zeit mit ihrem Skandal "Mihnat Al-Ifk", dem Lügenskandal, über den bereits berichtet wurde, beschäftigt. Als sie befreit von ihrem Skandal zu ihrem Haus zurückkehrte, sprach sie einmal vor Guwairiya, Zainab bint Gahs, Umm Salama und Hafsa folgendes: "Der Gesandte Allahs hat keine Jungfrau außer mir geheiratet." Guwairiya lebte nach dem Tod Muhammads (s.a.s.) bis kurz nach der Hälfte des ersten Jahrhunderts n.H. Sie starb in der Zeit von Muawiya. Sie wurde ebenfalls in AlBaqiya begraben.
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46475
04/03/2002 22:29
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Safiya bint Huyaiy ibn Ahtab, die neunte Mutter der Gläubigen Am Anfang des siebten Jahres n.H, im Monat AlMuharram, bereitete der Prophet (s.a.s.) sich auf den großen Kampf gegen die Juden vor. In der Mitte des Monats griff Muhammad (s.a.s.) die Juden in Haibar an und besiegte sie nach einem schweren Kampf. Unter den Gefangenen befand sich auch Safiya bint Huyaiy, deren Abstammung auf den Propheten Harun (a.s.) zurückzuführen war. Sie war erst 17 Jahre alt und schon zweimal verheiratet gewesen. Ihr erster Mann war ein jüdischer Dichter namens Salman ibn Miskam. Ihr zweiter Mann war Kunana ibn Ar-Rabic, der von den Muslimen, wegen seiner Lüge und Verweigerung das Vermögen des Bau An-Nadir dem Propheten (s.a.s.) auszuhändigen, ermordet wurde.Muhamrnad (s.a.s. ) erblickte Safiya bei der Übergabe der Gefangenen. Sie erschien ihm (s.a.s.) tief besorgt und war sehr ruhig. Muhammad (s.a.s.) umhüllte sie mit seinemMantel, ein Zeichen, daß er (s.a.s.) sie für sich ausgesucht hatte. Der Prophet (s.a.s.) bot ihr an, sie zu heiraten, worauf sie antwortete: "Ich hab mir dies im Heidentum gewünscht, wie wird es sein, nachdem mich Allah jetzt zum Islam führte.?" Als die Muslime nicht weit von Haibar ihr Lager aufschlugen, wollte der Prophet (s.a.s.) mit ihr die Ehe eingehen. Safiya jedoch lehnte ab. Als sie dann ein zweites mal ihr Lager kurz vor Medina aufschlugen, erklärte sich Safiya zur Heirat bereit. Muhammad (s.a.s.) wollte von ihr wissen, warum sie das erste mal abgelehnt hatte. Sie erzählte ihm (s.a.s.) von einem Traum, den sie gehabt hatte. Am Tag ihrer Hochzeit mit ihrem zweiten Mann Kunana träumte sie vom Mond, als wäre er in ihren Schoß gefallen. Sie erzählte diesen Traum Kunana, der zu ihr sprach, daß dies ihr Wunsch sei, den König von A1-Higaz, d.h. Muhammad (s.a.s.) zu heiraten. Darauf schlug Kunana Safiya so, daß die Wunde immer noch zu sehen war. Als Muhammad ( s.a.s. ) nach Medina kam, brachte er Safiya erst einmal ins Haus seines Gefährten Harita ibn An-Nucman, um für sie eine Wohnung vorzubereiten. Als Aischa von dieser Heirat erfuhr, eilte sie sofort zum Hause des An-Nucman, um Safiya zu sehen. Der Prophet (s.a.s.) beobachtete sie, zeigte sich ihr aber nicht. Als Aischa aus dem Hause kam, fragte der Prophet (s.a.s.) sie, was sie gesehen hatte. Aischa antwortete:" Ich habe eine Jüdin gesehen." ,\luhammad (s.a.s.) entgegnete ihr, sie solle so etwas nicht sagen, denn Safiya nahm den Islam an und war eine gute Muslima. Als Safiya später ins Haus des Propheten (s.a.s) kam, bemühte sie sich mit allen zurechtzukommen. Aischa war sehr eifersüchtig auf sie, da sie eine schöne Frau war. Sie und Hafsa haben Safiya des öfteren mit "Jüdin" oder "Fremde" bezeichnet, da sie nicht aus dem Stamme der Qurais kam. Muhammad (s.a.s.) gab ihr den Rat, sich nicht zu ärgern und ihnen zu erwidern: "Wie sollt ihr besser als ich sein! Ist doch mein -Mann Muhammad, mein Vater Harun und mein Onke lMusa." Nach dem Tod Muhammads (s.a.s.) führte sie ein ruhiges und frommes Leben. Sie mußte jedoch am politischen Kampf zwischen dem dritten Khalifen 'Utman und 'Ali ibn Abi Taub teilnehmen. Sie stand an der Seite des dritten Khalifen und versorgte ihn. In der Regierungszeit von Muawiya im Jahre 50 n.H. starb Safiya und wurde ebenfalls in Al-Baqiya begraben.
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Re: Ehefrauen des Propheten Mohammed(s.a.s.),Mütter der Gläubigen
#46476
04/03/2002 22:31
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Umm Habiba die zehnte Mutter der Gläubigen Umm Habiba, mit dem Eigennamen Ramla, ist die Tochter des Abu Sufyan, des berühmten mekkanischen Führers vom Stamme Kunana. Sie war zuvor mit 'Ubaid Allah ihn Gahs, dem Cousin Muhammads (s.a.s.) verheiratet gewesen. Der Ehevertrag mit Muhammad (s.a.s.) wurde während ihres Aufenthalts in Abessinien abgeschlossen. Sie nahm an der ersten Emigration nach Abessinien teil. Dort wurde auch ihre Tochter Habiba geboren. Umm Habiba hatte eines Tages einen fürchterlichen Traum über ihren Mann.Am nächsten Morgen erfuhr sie, daß ihr Mann 'Ubaid Allah seine Religion aufgegeben hatte und Christ geworden war. Sie war dadurch gezwungen, mit ihrer Tochter allein zu leben, was sie sehr beschämte, und sie fühlte sich einsam. Da kam eines Tages eine Botschafterin des Königs von Abessinien mit der frohen Nachricht, daß Muhammad (s.a.s.) um sie geworben hatte. Voller Freude über diese Botschaft, schenkte sie der Überbringerin dieser Nachricht zwei ihrer silbernen Armbänder. Sie gab Halid ibn Said ibn Al-As ibn Abd Sams, die Vollmacht, den Ehevertrag abzuschließen. In Medina feierten die Muslime den Sieg von Haibar, die Ankunft der Emigranten und die Hochzeit Muhammads (s.a.s.) mit Umm Habiba. Das Verhältnis zwischen den Muslimen und den Mekkanern war zu dieser Zeit sehr getrübt. Die Mekkaner brachen die Vereinbarung mit den Muslimen, dem sogenannten Versöhnungsabkommen von Al-Hudaibiya, in dem sie den Muslimen nicht erlaubten, Mekka zu betreten.Umm Habiba war befangen, da ihr Vater der Führer der Mekkaner war, und so war ihr Verhältnis zu den anderen Frauen des Propheten (s.a.s.) beeinflußt. Jedoch war Umm Habiba bereits 40 Jahre alt und konnte ihr Leben gegenüber dem Propheten (s.a.s.) und den anderen Frauen gut führen. Umm Habiba war eine große Persönlichkeit und eine gute Gläubige. Die Mekkaner versuchten ihr Abkommen mit den Muslimen, den Vertrag von Al-Hudaibiya, um weitere zehn Jahre zu verlängern. Abu Sufiyan, der Vater Umm Habibas sollte mit dem Propheten (s.a.s.) verhandeln. Er nutzte diese Gelegenheit um zunächst mit seiner Tochter zu sprechen.Als er sich auf das Bett des Propheten (s.a.s.) setzen wollte, entgegnete Umm Habiba ihm scharf "Dies ist das Bett des Gesandten Allahs und du bist ein Heide." Abu Sufiyan verließ ihr Haus und ging zum Propheten (s.a.s.), um sein Verlangen vorzulegen. Muhammad (s.a.s.) gab ihm keine Antwort, worauf Abu Sufiyan einen Vermittler suchte. Er bat Abu Bakr um Vermittlung, dieser lehnte jedoch ab. Dann ging er zu 'Umar, der ihm ebenfalls scharf ablehnte. Zuletzte wandte er sich an 'Ali ibn Abi Talib, der auch nicht als Vermittler eintrat. Danach kehrte er erfolglos nach Mekka zurück. Nicht lange danach zogen die Muslime mit ca. 10.000 Mann in Richtung Mekka und nahmen es ohne Kampf. Darauf nahmen Abu Sufiyan, sowie die anderen Führer von Mekka den Islam an. Umm Habiba führte ein glückliches Leben im Hause des Propheten (s.a.s.). Sie überlebte seinen Tod und verstarb im Jahre 50 n.H. während der Regierungszeit ihres Bruders Muawiya. Sie wurde in Al-Baqiya begraben.
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