Rechtfertigt die Heilige Schrift (Koran) der Muslime Gewalt ?
Extremistische Gruppen haben diese Frage längst für sich beantwortet. Sie holen sich Bestätigung im Koran, sehen sich sogar durch die göttlichen Worte zum Töten aufgerufen.
Viele ´Jugendliche glauben daran, was von Allah und seinen Propheten über die Größe der Entschädigung für Mudschaheddin und Märtyrer gesagt wurde. Bin L. zitiert 1996 schon gegen Amerika die Sure 47.
"Die radikalen Islamischen-Gruppen in Deutschland, die Kaplan-Gemeinschaft, beruft sich in ihrem Kampf gegen die Ungläubigen wiederholt auf Verse der 2. Sure. "Und tötet. wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie." Diese Worte sind nichts mehr als Gewlatbereitschaft unter Muslimen als Standardargumente, wie auch den Islam hassern, die Angst vor der zweitgrößten Weltreligion schüren.
Sure 47 Vers 4 bis 6:
"... Und diejenigen, die auf dem weg Allahs getötet wurden, deren taten wird Er ganz gewiss ihr Ziel nicht verfehlen lassen. er wird sie rechtleiten und ihnen seelenruhe schenken. Und Er wird sie ins Paradis eingehen lassen, das er ihnen verheißen hat"
Sure 2 Vers 190 bis 191
" Und kämpft auf dem Pfad Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht (das Maß). Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die (das Maß) übertreten. Und tötet, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo aie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist ärger als Totschlag. Doch kämpft nicht gegen sie bei der Heiligen Moschee, bis sie (sebst) dort gegen euch kämpfen.
Wenn sie aber gegen euch (dort) kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist die Vergeltung für die Ungläibigen"
Sure 10 Vers 99
"Und hätte es dein Herr gewollt, so wären alle miteinander gläibig geworden. Willst du also die Menschen dazu zwingen, dass sie glauben?"
Kriegsführung ist nur als Selbstverteidigung und innerhalb klar festgesetzter Grenzen erlaubt. Auf keinem Fall dürfen Kinder, Frauen und alte oder schwache Menschen betroffen sein, Bäume und Äcker zerstört werden, verlangt darin Yusuf Ali, ein indischer Gelehrter. Diese Regeln gehören zum religiösen Abc des Islam. Deustche Muslime, die auf die Stelle "tötet, wo immer ihr auf sie trefft", angesprochen werden, zitieren diese Einschränkungen wie im Reflex. Diese Grenzen des Kampfes entstammen einem Tagesbefehl des ersten Kalifen Abu Bakr an seine Truppen aus dem siebten jahrhundert - ein Zeugnis der Humanität im frühen Mittelalter.
Bin Ladens Glaubenskrieg qualifizierte der Großscheich der Kairoer al-Azhar-Uni, Mohammed Said Tantawi, vergangene Woche als Privatmeinung ab, die keine Bedeutung für den Rest der Muslime habe.
Gleichzeitig betone er den Unterschied zwischen Terrorismus á la Bin Laden und dem Kampf gegen Israel. Selbstmordanschläge der Palästinenser lobte Tantawi schon früher als "eine Art Märtyrertum, solange sie darauf ausgerichtet sind, Soldaten zu töten und nicht Frauen und Kinder".
Den Großmufti von saudi-Arabien plagen dagegen Zweifel, ob man diese Anschläge nicht als schlichten Selbstmord einstufen muss, eine TODSÜNDE im Islam.
Und wenn der Koran den Ungläubigen Höllenqualen verspricht, "dann sind diese Strafen in Gottes Hand", versichert der Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in deutschland.
"Im Koran steht NICHTS, dass Gläubige dies in ihre Hand nehmen sollten." Er beklagte, dass viele Gläubige in Deutschland den islam "nur als eine Art Mechanik des Betens und Spendens kennen lernen. Der Sinn der Religion kommt völlig zu kurz.
Man sollte den heiligen taxt nicht immer verdrehen, und das kann man nur wenn man "IHN ganz liest".
Gegen Ende der 2. Sure, an der sich Glaubenskriege aufladen, findet sich der knappe und eindeutige Satz: "Es gibt keinen Zwang im Glauben".
Denkt mal über diese Worte nach.
Claudia