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Erdbeben in Algerien #5374
22/05/2003 08:38
22/05/2003 08:38
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Gestern abend gab es ja ein schweres Erdbeben in Algerienm mit 500 Toten.
Weiss jemand, ob Tunesien auch betroffen war? Angeblich war das Beben noch auf Mallorca zu spüren.

Re: Erdbeben in Algerien #5375
22/05/2003 08:56
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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http://de.news.yahoo.com/030522/3/3gfmz.html

Donnerstag 22. Mai 2003, 07:47 Uhr
Etwa 540 Tote bei schwerem Erdbeben in Algerien

Algier (dpa) - Bei einem verheerenden Erdbeben sind im Norden Algeriens am Mittwochabend nach neuesten Angaben etwa 540 Menschen getötet worden. Wie das Innenministerium des nordafrikanischen Landes am Donnerstagmorgen bekanntgab, wurden fast 4640 Menschen verletzt. Die Region um die Hauptstadt Algier und der östlich davon gelegene Verwaltungsbezirk Boumerdes seien am stärksten von der Katastrophe betroffen.

Das Beben, das die Region um die Hauptstadt Algier gegen 19.45 Uhr Ortszeit erschütterte, hatte nach offiziellen algerischen Angaben eine Stärke von 5,2 auf der Richterskala. Andere Quellen sprachen von einer Stärke von 6,7. Das Epizentrum lag rund 70 Kilometer östlich von Algier nahe der Stadt Thénia. Das Beben habe sehr große Schäden angerichtet, hieß es weiter. Telefonverbindungen und die Stromversorgung seien mancherorts zusammengebrochen.

Algerische Medien berichteten von zwei Erdstößen in der Region um die Hauptstadt Algier. Häuser seien eingestürzt und Menschen in Panik aus dem Fenster gesprungen, sagten Augenzeugen. Nach Medienberichten wurde auch ein Krankenhaus zerstört. Der staatliche Rundfunk unterbrach sein Programm und rief die Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Ärzte und Krankenschwestern wurden aufgefordert, sich an ihren Arbeitsstellen zu melden. Die Bevölkerung wurde um Blutspenden gebeten.

Präsident Abdelaziz Bouteflika berief einen Krisenstab ein. Es ist das schlimmste Erdbeben in Algerien seit 1980, als bei einem Beben mit der Stärke 7,7 auf der Richterskala rund 5000 Menschen ums Leben kamen.

Re: Erdbeben in Algerien #5376
22/05/2003 08:57
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http://de.news.yahoo.com/030522/3/3gfl6.html

Donnerstag 22. Mai 2003, 06:03 Uhr
Deutschland bietet Hilfe für Erdbebenopfer in Algerien an

Berlin (dpa) - Das Auswärtiges Amt hat nach dem schweren Erdbeben in Algerien noch in der Nacht der Regierung des nordafrikanischen Landes Hilfe angeboten. Wie ein Sprecher in Berlin sagte, werde noch am Vormittag die Ankunft von Experten des Technischen Hilfswerks in der Hauptstadt Algier erwartet. Es handele sich um ein Vorauskommando, dass vor Ort klären soll, was gebraucht werde. Alles andere werde dann schnell in die Wege geleitet, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes weiter.


http://de.news.yahoo.com/030522/286/3gfqj.html

Donnerstag 22. Mai 2003, 08:33 Uhr
Bundesregierung übermittelt Hilfsangebot für Bebenopfer in Algerien

(AFP) Deutschland hat Hilfe für die Erdbebenopfer in Algerien angeboten. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts teilte am Donnerstag mit, noch am Morgen werde die Ankunft von zwei Experten des Technischen Hilfswerks (THW) in Algier erwartet. Bei dem schweren Beben im Norden des afrikanischen Landes kamen nach Angaben des algerischen Innenministeriums am Mittwochabend mindestens 540 Menschen ums Leben; mehr als 4700 wurden in der Region östlich von Algier und in der Hauptstadt verletzt. Es wurde jedoch mit einer weit höheren Zahl von Opfern gerechnet. Hunderte Menschen waren noch verschüttet. Ministerpräsident Ahmed Ouyahia sprach von einer "nationalen Katastrophe".

Re: Erdbeben in Algerien #5377
22/05/2003 09:04
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Hallo

weiss jemand ob es tunesien auch getroffen hat?? mein freund wohnt in Tabarka und ich kann ihn seit gestern abend unmöglich erreichen, die verbindung ist total am *****!

Weiss jemand etwas darüber??

jasmina

Re: Erdbeben in Algerien #5378
22/05/2003 09:26
22/05/2003 09:26
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Soweit die Meldungen jetzt vorliegen hat es in Tunesien keine Schäden genommen.

Sicher kann es aber daran liegen das du ihn nicht erreichen tust, da die Netze ja dadurch gestört sein könnten.

Claudia

Re: Erdbeben in Algerien #5379
22/05/2003 09:33
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Danke schön für die info!!

bin mit den nerven am ende, habe die ganze nacht versucht eine verbindung herzustellen!! bin da ein bischen empfindlich!!

danke nochmals!

Re: Erdbeben in Algerien #5380
22/05/2003 09:41
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Hast du mal versucht eine Festnetz Nummer zu erreichen oder nur handy, denn Festnetz geht oft schneller wie Handy.

Nur ein Tip vielleich kannst du ja in einem Hotel mal nachfragen.

Claudia

Re: Erdbeben in Algerien #5381
22/05/2003 10:01
22/05/2003 10:01
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habe gerade im hotel angerufen, und es ist alles gut!! l'hamdulillah!!!

in tunesien haben sie nichts gespührt!!!!

danke nochmals!!!

allen einen schönen tag!
jasmina

Re: Erdbeben in Algerien #5382
22/05/2003 10:03
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Dann bin ich froh und jetzt kannst du auch wieder ruhig denken und ohne Sorgen sein.

Claudia

Re: Erdbeben in Algerien #5383
22/05/2003 15:05
22/05/2003 15:05

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Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/030522/3/3gg5s.html

Donnerstag 22. Mai 2003, 11:37 Uhr
Hintergrund: Erdbeben in Algerien

Hamburg (dpa) - Nordafrika ist in der Vergangenheit häufig von schweren Erdbeben heimgesucht worden. In Algerien haben sich seit 1954 sechs schwere Erdbeben ereignet, bei denen insgesamt 7000 Menschen ums Leben kamen. Beim schlimmsten Beben der Nachkriegszeit in Afrika waren im Februar 1960 in der marokkanischen Stadt Agadir 12 000 Menschen umgekommen.

Die folgenschwerste Katastrophe in Algerien ereignete sich im Oktober 1980 in El Asnam, rund 150 Kilometer südwestlich von Algier. Damals starben nach Angaben des weltweiten Datenzentrums für Erdbeben in Denver (US-Bundesstaat Colorado) mindestens 5000 Menschen, andere Quellen sprechen von 2600 Todesopfern. In El Asnam waren schon im Jahre 1954 bei einem Beben bis zu 1700 Menschen getötet worden.

Bei Beben in Melouza (1960) und Tipasa (1989) kamen 46 beziehungsweise 24 Menschen ums Leben. Nach einem Beben in Mascara im Jahre 1994 gab es 171 Tote und die Katastrophe vom 22. Dezember 1999 in Ain Timouchant kostete 22 Menschen das Leben.

Re: Erdbeben in Algerien #5384
22/05/2003 16:57
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http://de.news.yahoo.com/030522/3/3ggcd.html

Donnerstag 22. Mai 2003, 12:31 Uhr
Ausläufer des Erdbebens lösen Panik auf Mallorca aus

Palma de Mallorca (dpa) - Die Ausläufer des Erdbebens in Algerien haben auf der spanischen Ferieninsel Mallorca viele Bewohner und ausländische Touristen in Angst und Schrecken versetzt. In manchen Orten liefen aufgeschreckte Inselbewohner in Panik aus ihren Wohnungen auf die Straßen.

Die Notrufdienste der Polizei und der Rettungsdienste brachen wegen Überlastung zusammen. Wie die Behörden auf Mallorca und den anderen Balearen am Donnerstag mitteilten, wurde auf den Mittelmeerinseln niemand verletzt. Es wurden auch keine Gebäudeschäden festgestellt.

Allerdings löste das Beben einen starken Seegang aus und verursachte in den Häfen erhebliche Schäden an Yachten und Fischerbooten. Auf Mallorca erreichten die Erdstöße nach Presseberichten eine Stärke von bis zu 4,0 auf der Richter-Skala, an der spanischen Festlandsküste bis zu 3,0.

Das Beben ließ den Meeresspiegel auf Mallorca plötzlich um über einen Meter steigen. Straßen, Strandpromenaden und Gaststätten wurden unter Wasser gesetzt und Boote gegen die Kaimauern geworfen. Gleich darauf sank der Wasserspiegel wieder so stark, dass das Meer Boote, Strandliegen und vereinzelt sogar Autos mitriss. In der Urlauberhochburg S'Arenal zog sich nach Angaben der Zeitung «Diario de Mallorca» das Meer so rasch zurück, dass Fische auf dem Sand liegen blieben.

In den Häfen von Porto Cristo und Cala d'Or an der Ostküste Mallorcas wurden zahlreiche Boote beschädigt. Auf der Nachbarinsel Menorca kenterten in verschiedenen Häfen Dutzende von Booten und sanken. Der Hafen der Inselhauptstadt Mahón wurde vorübergehend geschlossen. Auch auf Ibiza schwappte das Meer über Küstenstraßen und beschädigte Schiffe und Autos.

«Die Erdstöße waren am stärksten in den oberen Stockwerken der Häuser zu spüren», berichtete eine Mallorquinerin. «Draußen auf den Straßen haben viele Leute von dem Erdbeben gar nichts mitbekommen.» Mehrere Inselbewohner berichteten, in ihren Wohnungen seien Bücher aus den Regalen gefallen und Sessel verrutscht.

Re: Erdbeben in Algerien #5385
22/05/2003 16:58
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http://de.news.yahoo.com/030522/286/3gh47.html

Donnerstag 22. Mai 2003, 15:41 Uhr
TV: Zahl der Todesopfer nach Beben in Algerien auf 770 gestiegen

(AFP) Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Algerien ist auf mindestens 770 gestiegen. Die meisten Toten habe es in Boumerdès und in der Hauptstadt Algier gegeben, berichtete das staatliche Fernsehen am Donnerstag. Das Beben hatte am Mittwochabend den Norden des Landes erschüttert. Nach Angaben des algerischen Forschungszentrums für Astronomie und Astrophysik (CRAAG) hatte es eine Stärke von 5,8 auf der Richter-Skala.

Re: Erdbeben in Algerien #5386
22/05/2003 21:03
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flipperli

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erstellt am: 22. Mai 2003 19:57
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Ist das nicht schrecklich, so viele Tote und Verletzte......
Wir haben sofort mit Tunesien telefoniert, aber dort ist das Beben nicht zu spüren gewesen - kaum zu glauben.

flipperli

--------------------
illi byil 'ab ma'il qot bado yilqa chramischo
Wer mit der Katze spielt, muß ihre Kratzer vertragen.

Re: Erdbeben in Algerien #5387
23/05/2003 21:57
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http://de.news.yahoo.com/030523/286/3gk2k.html

Freitag 23. Mai 2003, 19:36 Uhr
Nach Erdbeben in Algerien noch Überlebende geborgen
Algier (AFP)

Zwei Tage nach dem Erdbeben in Algerien haben Rettungskräfte noch etwa ein Dutzend Überlebende aus den Trümmern geborgen. Unter den Geretteten in der nordalgerischen Küstenstadt Boumerdes war auch ein 18 Monate altes Kleinkind, wie der algerische Rundfunk berichtete. Nach vorläufiger Zählung der Behörden im Katastrophengebiet östlich der Hauptstadt Algier mehr als 1600 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Menschen werden immer noch vermisst; die Hoffnung auf weitere Überlebende schwand zusehends.

Aus Furcht vor weiteren Beben verbrachten Hunderte von Menschen die zweite Nacht in Folge unter freiem Himmel. Am Morgen war ein weiterer Erdstoß zu spüren. Die Bergungskräfte lieferten sich einen verzweifelten Wettlauf mit der Zeit. Mit notdürftiger Beleuchtung suchten sie die ganze Nacht hindurch nach Überlebenden. In Algiers Vorstadt Réghaïa konzentrierte sich der Einsatz auf einen zehnstöckigen Wohnblock mit hundert Wohnungen, der unter dem Druck des Bebens am Mittwochabend in sich zusammengebrochen war.

"In Anbetracht der normalen Größe algerischer Familien gehe ich davon aus, dass zum Zeitpunkt des Einsturzes 400 bis 600 Menschen in dem Gebäude waren", sagte der örtliche Verwaltungsbeamte Hanafi Si Larbi. Experten am Unglücksort bemängelten die Bauweise des Wohnblocks, der 1959 ohne Erdbebensicherung in aller Schnelle hochgezogen worden sei.

Für die meisten Menschen gab es nach Befürchtung der Rettungskräfte kein Entkommen. Bei dem Erdbeben mit der Stärke von bis zu 6,8 auf der Richterskala wurden nach vorläufigen Angaben des algerischen Innenministeriums über 7200 Menschen verletzt.

Das Auswärtige Amt in Berlin will ein Transportflugzeug mit medizinischen Hilfsgütern auf den Weg in das Katastrophengebiet bringen. Zwei Vorausteams des Technischen Hilfswerks (THW) und des DRK seien bereits vor Ort und sollten weiteren Hilfsbedarf ermitteln, hieß es weiter.

Im Einsatz waren auch Hilfstrupps aus den USA, Italien, Spanien, Frankreich, Russland, Portugal, Schweden, Marokko, Südkorea und der Türkei. Erstmals beteiligte sich auch China an einer Hilfsaktion im Ausland. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond baten um Sofortspenden in Höhe von 1,5 Millionen Dollar (knapp 1,3 Millionen Euro), um mehr als zehntausend Betroffenen beizustehen. Die Telefonverbindungen nach Algerien waren nach wie vor weitgehend lahmgelegt.

Re: Erdbeben in Algerien #5388
23/05/2003 21:58
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http://de.news.yahoo.com/030523/71/3gjny.html

Freitag 23. Mai 2003, 15:58 Uhr
Suche nach Opfern - Baby aus Trümmern gerettet

- von Paul de Bendern -

Boumerdes (Reuters) - Rettungsmannschaften haben am Freitag im Algerien mit Hochdruck die Suche nach Überlebenden des verheerenden Erdbebens fortgesetzt und dabei ein 18 Monate altes Baby aus den Trümmern geborgen.

Mit Spürhunden durchkämmten einheimische und europäische Suchmannschaften Schuttberge in dem Gebiet um Algier, in dem am Mittwochabend mindestens 1400 Menschen getötet und 7000 verletzt wurden. In regierungsnahen Kreisen wurde gar mit über 2200 Todesopfern gerechnet. Ein Lichtblick für die Helfer, die Leiche um Leiche aus den Trümmern bargen, zeigte sich in der Stadt Boumerdes, in der das Kleinkind gerettet wurde. Aus Angst vor Nachbeben verbrachten Zehntausende Algerier die zweite Nacht in Folge im Freien. Dabei regte sich Unmut, dass Pfusch am Bau zu den katastrophalen Folgen des Bebens beigetragen habe und Hilfe zu spät eingetroffen sei.

Die verheerendsten Zerstörungen zeigten sich in der östlich Algiers gelegenen Stadt Reghaia, in der ein zehnstöckiger Wohnblock mit 78 Wohnungen in sich zusammengestürzt war. In Boumerdes zerschlugen Bewohner mit Vorschlaghämmern Trümmerteile und gruben mit bloßen Händen nach Überlebenden. "Ich habe meine Familie verloren. Meine Frau, meine Tochter, meine Enkelin, mein Sohn und mein Enkel sind tot", sagte ein Familienvater neben den Trümmern eines dreistöckigen Wohnhauses. Jianni Savio, der ein zehnköpfiges Rettungsteam aus dem italienischen Verona koordiniert, machte den verzweifelten Angehörigen Mut: "Es gibt immer noch Chancen, Menschen lebend zu finden, auch wenn die Zerstörung hier verheerend ist. Wir bleiben, so lange wie nötig."

BABY LAG 36 STUNDEN UNTER DEN TRÜMMERN

Neue Hoffnung keimte unterdessen auf, als im staatlichen Rundfunk die Rettung des anderthalb Jahre alten Babys in Boumerdes bekannt wurde. Es hatte 36 Stunden unter den Trümmern gelegen, bevor es von Suchmannschaften und freiwilligen Helfern gerettet wurde. "Dieses wunderbare Kind ist außer Lebensgefahr", hieß es in einer Meldung des staatlichen Rundfunks.

Zehntausende Menschen hatten aus Angst vor Nachbeben die Nacht im Freien verbracht. Einige zeigten sich besorgt über die abnehmenden Wasser- und Lebensmittelvorräte, nachdem das Beben die Strom-, Gas- und Wasserversorgung unterbrochen hatte. "Wir warten immer noch darauf, dass die Behörden uns mit Milch für die Säuglinge versorgen", sagte ein 45-jähriger Mann. Einige Erdbebenopfer hatten Zelte und Decken erhalten. "Ich kann ihnen versichern, dass jeder, der obdachlos geworden ist, sehr bald eine anständige neue Unterkunft erhalten wird", sagte Ministerpräsident Ahmed Ouyahia.

Zahlreiche Staaten, darunter auch Deutschland, haben Helfer nach Algerien geschickt. Am Flughafen von Algier landeten dutzende Militärmaschinen mit Vorräten und Mannschaften aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Italien, Ägypten und Libyen. Menschenketten luden hunderte von Kisten aus Transportflugzeugen in Lastwagen um. Das Technische Hilfswerk teilte mit, am Donnerstagabend sei ein erstes Kontingent von 25 Erdbebenexperten eingetroffen und habe in der Boumerdes seine Arbeit aufgenommen.

Durch das Beben wurden auch Untersee-Leitungen beschädigt, wie France Telecom (Paris: 13330.PA - Nachrichten) am Freitag mitteilte. Fünf der Haupt- Unterseekabel von Frankreich in die ehemalige Kolonie seien betroffen und damit die Festnetz-Verbindung zwischen den beiden Staaten komplett unterbrochen worden.

bek/sws

Re: Erdbeben in Algerien #5389
28/05/2003 14:56
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http://de.news.yahoo.com/030527/286/3grps.html

Dienstag 27. Mai 2003, 21:52 Uhr
Algerien erneut von starkem Nachbeben erschüttert
Algier (AFP)

Nur sechs Tage nach dem schweren Erdbeben mit mehr als 2200 Todesopfern hat am Abend ein weiteres starkes Nachbeben den Norden Algeriens erschüttert. Die Erde bebte kurz nach 19.00 MESZ für ungefähr zehn Sekunden, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. In der Küstenstadt Zemmouri seien mehrere Menschen verletzt worden, meldete der staatliche Rundfunk. Nach Angaben eines Augenzeugen seien mindestens zwei Gebäude eingestürzt. Auch in der beim ersten Beben verwüsteten Stadt Bourmedes seien bereits beschädigte Gebäude eingestürzt, sagte ein Augenzeuge einem AFP-Reporter.

Das algerische Zentrum für Geophysik (CRAAG) teilte mit, dass die Erdstöße mit einer Stärke von 5,8 auf der Richterskala gemessen wurden. Es war das bislang stärkste Nachbeben. In Zemmouri und auch in der Hauptstadt Algier seien Menschen in Panik ausgebrochen, berichtete der Rundfunk weiter. Nach Angaben des Zivilschutzes stürzten in der Hauptstadt keine weiteren Gebäude ein.

Seit dem schweren Beben am Mittwochabend kommt es immer wieder zu teilweise heftigen Nachbeben. Erst am Montagabend war Zemmouri in der Nähe des ersten Epizentrums erschüttert worden. Dieser Erdstoß wurde mit einer Stärke von 4,1 auf der Richterskala gemessen. Er war auch in der 70 Kilometer weiter westlich gelegenen Hauptstadt Algier zu spüren. Nach Angaben des CRAAG können die Nachbeben noch mehrere Wochen lang andauern, bevor sie "von selbst" abnähmen.

Bei dem schweren ersten Beben der Stärke 6,3 kamen nach jüngsten Angaben des algerischen Innenministeriums mehr als 2218 Menschen ums Leben, rund 9500 weitere wurden verletzt.