ich habe heute mal - interessehalber - im google geblättert und einiges zu gafsa metlaoui und redeyef gefunden (ich selbst bin auch zweimal durchgefahren, kann mich aber nur an die bergauf- bzw. bergabfahrenden loren vom phosphat-tagebau erinnern. aber ich finde die landschaft einfach beeindruckend - die berge sehen aus wie schlafende dinos - so sehen sie jedenfalls auch auf den fotos aus, die ich in der gegend gemacht habe). also hier meine recherche-ergebnisse: gafsa zählt ca. 6.000 einwohner, es ist distrikthauptstadt und hauptstadt des tunesischen südwestens. die stadt verfügt über mehrere einfache hotels, eine jugendherberge und über mehrere restaurants. eine weitere gute information hierzu bietet
www.paulsippel.de/Tunesien/sued.htm - und dort gibts auch gute fotos.
dazu weiteres aus marco polo: von gafsa zu den 3 bergoasen tamerza, mides und chebika (und die sind mit ein grund, warum ich mich in tunesien verliebt habe und am liebsten immer wieder nach südtunesien möchte).
von metlaoui geht es in richtung redeyef durch das bergland der phosphatgewinnung nach tamerza - eine strecke, die sich durch schluchten und kahle berge windet. in dieser region wurden auch teile des films "der englische patient" gedreht.
und hier weiteres aus einem anderen link:
gafsa - die sandrose: ockerfarbene berge heben sich mit ihren zacken in einer bläulichen linie am horizont ab. plötzlich öffnet sich vor unseren augen eine helle, von grün überzogene ebene - das antike, römische capsa, dessen ruinen - z.b. die thermen (von dem hier andere forumteilnehmer schon berichteten) - noch von der bedeutung als bindeglied zwischen den dattel- und den kornländern zeugen. gafsa wacht eifersüchtig über seine "sandrosen"-farbe. wenn auch gafsa das zentrum des phosphatabbaus in den minen von metlaoui, s'hib, moulares und redeyef ist, so bleibt es doch ein garten, in dem die obstbäume dank der bewässerung durch den oued bayech gut gedeihen. die teppiche von gafsa sind wegen ihrer stilisierten, sich wiederholenden motive berühmt. man kann sie aufgrund ihrer lebhaften farben wie bilder an die wand hängen.
von gafsa aus fährt man zu den bergoasen tamerza, mides und chebika. man überquert dabei die berühmten schluchten von selja: hier fährt auch der "lezard rouge" (die rote eidechse), ein kleiner salonzug im kolonialstil, den der letzte bey von tunis als geschenk von der englischen königin victoria erhielt und der sich wie im wilden westen langsam durch die bergkette schlängelt.
die außergewöhnlichen auf berggipfeln gelegenen drei bergoasen sind es wert, die hartnäckigkeit der palmen zu bewundern, die zwischen den felsen wachsen.
"chebika" ist das ehemalige römische ad speculum - einst ein wach- und beobachtungsposten auf der straße nach tacape, dem heutigen gabes, und nach theveste, dem heutigen tebessa in algerien (anmerkung: die bergoasen sind auch alle sehr nahe der algerischen grenze). die bewässerung erfolgt hier durch eine quelle, die am grunde einer kesselförmigen schlucht hervorsprudelt, wo wasserfälle und quellen einzelnen gruppen von dattelpalmen das lebensnotwendige wasser zuführen.
"tamerza" verbirgt sich hinter einer bergkette aus granit, die auf den hängen eines gewaltigen canyons befestigt zu sein scheint. von hier aus hat man eine aussicht auf die weite ebene bis hin zum schott el djerid (der salzwüste) und den sandhügeln, die sich bis zur großen wüste sahara erstrecken und die das bild am horizont abschliessen. tamerza ähnelt einem balkon, der auf die sahara schaut. man muss - wie ich - diese landschaft einmal bei rotgoldenem sonnenuntergang erlebt haben - unvergesslich.
auf dem steilen abstieg von tamerza scheint der ort in der ganzen länge von einem oued (wasserlauf) gesäumt zu sein, der über zackiges gestein fließt und wunderschöne kleine wasserfälle bildet. die fast völlig verlassene stadt hinterläßt einen eigenartigen eindruck eines schlafenden dorfes. seit vielen jahren ist sie ein wichtiger ort für regisseure, die hier szenen aus der bibel drehen.
tamerza, das ehemalige römische ad turres, ist - mit seinen gewaltigen geröllmassen aus dem quartär und seinen neolithischen grotten - auch für paläontolgen von sehr großem interesse. hier wie auch in "mides" findet man zahlreiche spuren und überreste unserer vorfahren: in den unterschlüpfen und behausungen stieß man auf geschliffene feuersteine, spachteln, auf aus knochen geformte keile, tonscherben und verzierte straußeneier, unter denen sich manchmal tatsächlich auch fossilien fanden.
"mides" ist ein kleines dorf, hoch am berg über einer oase, die einen richtig grünen baldachin bildet.
von gafsa ist auch nicht mehr weit zur berühmten oase nefta (le corbeille) - wo die guten tunesischen datteln herkommen. und über die "rommelpiste" und den schott el djerid gehts nach douz (dem tor zur sahara, hauptort der jetzt sesshaften nomaden und tuareg). ich hoffe nur, dass alle, die jetzt dorthin fahren, einiges von den gewaltigen eindrücken, die die dortige landschaft bietet, mitbekommen. es lohnt sich wirklich. also, gute reise.