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Tod in Abschiebehaft #230784
03/01/2008 21:25
03/01/2008 21:25
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Wieder Toter in Berliner Abschiebehaft
antifa aus berlin südost 02.01.2008 21:01 Themen: Antifa Antirassismus Repression
Wieder ein Toter in Berliner Abschiebehaft. 28-Jähriger starb am Neujahrsmorgen an den Folgen seines Suizidversuchs. Am kommenden Samstag findet deswegen eine Protestdemonstration vor der Berliner Abschiebehaftanstalt in Köpenick statt.
Wie die Berliner Polizei am vergangenen Dienstag berichtete, starb ein Abschiebehäftling am Neujahrsmorgen in einem Berliner Krankenhaus an den Folgen seines Suizidversuchs. Der 28-jährige Mann aus Tunesien hatte sich am letzten Freitag im Abschiebeknast Berlin-Köpenick versucht zu erhängen. Das Wachpersonal entdeckte den Insassen wenig später und konnte ihn zunächst wiederbeleben. Er wurde dann in ein Krankenhaus gebracht, in dem er am Dienstag morgen seinen Verletzungen erlag. Er war erst am Freitag in die Haftanstalt aufgenommen worden. Dieser Vorfall ist nur der jüngste seiner Art.


In Abschiebehaft sitzen keineswegs Kriminelle, das einzigste Vergehen der Inhaftierten besteht lediglich darin, keine Aufenthaltserlaubnis zu besitzen. Aus diesem Grund werden die Betroffenen ins Gefängnis gesteckt und sind mit dem Warten auf ihre Abschiebung, in eine ungewisse, vielleicht lebensgefährliche Zukunft, konfrontiert. Der Freiheitsentzug, die Rechtlosigkeit, die Behandlung durch die Beamten, die Ungewissheit, das erzwungene Haftleben führen bei vielen zu einer extremen Anspannung mit gravierenden Folgen: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Alpträume, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Apathie, Stressgefühle, Angstzustände, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Depressive Stimmungen, Suizidgedanken und Selbstmordversuche sind in der Berliner Abschiebehaft an der Tagesordnung. Zusätzlich treten jährlich etwa 400 Menschen aus Protest gegen ihre Inhaftierung in unterschiedlich lange Hungerstreiks. Dazu erscheint eine regelmäßige Dokumentation unter dem Titel Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen ( Dokumentation von 1993 - 2006 14. aktualisierte Auflage)

Diese Aktionen zeigen wie hilflos und verzweifelt die Betroffenen in dieser Situation sind und wie wenig Möglichkeiten ihnen bleiben, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren. Zudem macht es deutlich wie menschenverachtend das Abschiebesystem der Bundesrepublik Deutschland funktioniert, das Inhaftierte mit Angst und Verzweiflung sogar bis in den Tod treibt.
"Wir fordern ein Ende dieser unhaltbaren Situation. Wir sind gegen eine Logik, nach der Menschen ihr Bleiberecht nach Nützlichkeit zugesprochen bekommen und ansonsten brutal abgeschoben werden. Wir fordern stattdessen Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung für alle Menschen, an jedem Ort. Wir fordern ein Ende des Abschiebehaftsystems." Sagte Tina Böhm, eine Sprecherin des Antifaschistischen Bündnis Süd-Ost.

Aus diesem Grund ruft die Gruppe zu einer Demonstration am kommenden Samstag um 14.00 Uhr am S-Bahnhof Köpenick in Berlin auf. Der Demonstrationszug soll zum Abschiebeknast Köpenick gehen, um den Inhaftierten Solidarität zu zeigen und soll sich öffentlich gegen den staatlichen Rassismus richten. Die Aktion steht im Kontext der bundesweiten Kampagne De*Fence deren vorläufiger Höhepunkt eine bundesweite Demonstration gegen den institutionellen und alltäglichen Rassismus im Juli 2008 in Berlin sei soll. Bereits im letzten Jahr fand eine gelungene Auftaktdemo in Berlin statt.

NULLSPAM.abso@no-log.org http://www.abso-berlin.tk/

http://de.indymedia.org/2008/01/204081.shtml

noch ein kleiner Bericht dazu:
 Antwort auf:
Ausländer
Abschiebehäftling in Berlin gestorben
Ein tunesischer Abschiebehäftling ist am Dienstagmorgen in Berlin an den Folgen eines Selbstmordversuches gestorben.

Nach Angaben der Polizei war der 28-Jährige am Sonntagnachmittag mit einer Schlinge um den Hals an einem Fenster hängend entdeckt worden. Ein Rettungssanitäter hatte ihn zunächst reanimiert. Der Tunesier kam daraufhin ins Krankenhaus, wo er nun starb.

Er war seit Freitag in Abschiebehaft gewesen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt drei Selbstmordversuche aus dem Abschiebegewahrsam in Köpenick bekannt.

Stand: 01.01.2008 16:07

http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news6880257.html

Last edited by Vic; 03/01/2008 21:32.

Mag sein, daß Stille Zufriedenheit sei; doch ich sage euch, daß gerade in der Stille Widerstand, Auflehnung und Verachtung wohnen.
*Khalil Gibran*
Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Vic] #230785
03/01/2008 21:27
03/01/2008 21:27
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Im Radio wurde darüber berichtet aber es wurde die Herkunft des Mannes nicht gesagt. Danke für die Infos.

Claudia

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Vic] #230786
03/01/2008 21:34
03/01/2008 21:34
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und noch was:

 Antwort auf:
Erster Suizid im Abschiebegefängnis Berlin-Köpenick

Aussendung der Antirassistischen Initiative Berlin

Am 30. Dezember 2007 erhängte sich ein 28-jähriger Tunesier im Abschiebegefängnis Köpenick. Nach Polizei-Angaben erlag der Mann am 01. Jan 2008 seinen schweren Verletzungen in einem Krankenhaus.

Er ist damit der erste Gefangene, der sich seit Bestehen des Gefängnisses in Köpenick das Leben nahm. Viele haben es vorher versucht und konnten gerettet werden, viele haben sich auch aus Protest gegen die drohende Abschiebung selbst verletzt, um der Abschiebehaft zu entkommen.

Seit nunmehr 15 Jahren dokumentiert die Antirassistische Initiative e.V. unter anderem Suizide, Selbstverletzungen und Suizidversuche von Flüchtlingen. In Berlin kam es zu mindestens 186 Suizidversuchen und Selbstverletzungen in Abschiebehaft in deren Folge sich die Betroffenen z.T. schwerste Verletzungen zugefügt haben. Bundesweit wurden 50 Todesfälle und knapp 400 Verletzungsfälle in Abschiebehaft dokumentiert.

-----

Die Menschen, die in Abschiebehaft sitzen, befinden sich in Beugehaft. Sie sitzen hier, damit sie der Ausländerbehörde direkt zur Abschiebung zur Verfügung stehen, sie sitzen aber auch hier, damit sie ihrer "freiwilligen" Rückkehr zustimmen und sich "aktiv" um Reisepapiere bemühen. Was hinter den Gefängnismauern passiert, kommt nicht oft an die Öffentlichkeit. Schikanen, Misshandlungen und Demütigungen durch die Bewacher und auch Mißachtung und Ignoranz von Seiten des medizinischen Personals sind an der Tagesordnung.

In dem Bewusstsein der absoluten Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit und in einem Klima der Willkür und Menschenverachtung geraten viele Gefangene in akute Krisensituationen.


http://no-racism.net/article/2405/


Mag sein, daß Stille Zufriedenheit sei; doch ich sage euch, daß gerade in der Stille Widerstand, Auflehnung und Verachtung wohnen.
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Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Vic] #230787
03/01/2008 21:39
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Wer nimmt an dieser Demo teil.

Claudia

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Vic] #230904
05/01/2008 02:35
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 Antwort auf:
In Abschiebehaft sitzen keineswegs Kriminelle, das einzigste Vergehen der Inhaftierten besteht lediglich darin, keine Aufenthaltserlaubnis zu besitzen.


Ja ne, is klar...


 Antwort auf:
Aus diesem Grund werden die Betroffenen ins Gefängnis gesteckt und sind mit dem Warten auf ihre Abschiebung, in eine ungewisse, vielleicht lebensgefährliche Zukunft, konfrontiert. Der Freiheitsentzug, die Rechtlosigkeit, die Behandlung durch die Beamten, die Ungewissheit, das erzwungene Haftleben führen bei vielen zu einer extremen Anspannung mit gravierenden Folgen: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Alpträume, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Apathie, Stressgefühle, Angstzustände, Hilflosigkeit und Verzweiflung.


Komisch, die gleichen Symptome hab ich wenn ich dran denke dass ich diese Leute "finanziere".

 Antwort auf:
Diese Aktionen zeigen wie hilflos und verzweifelt die Betroffenen in dieser Situation sind und wie wenig Möglichkeiten ihnen bleiben, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren. Zudem macht es deutlich wie menschenverachtend das Abschiebesystem der Bundesrepublik Deutschland funktioniert, das Inhaftierte mit Angst und Verzweiflung sogar bis in den Tod treibt.
"Wir fordern ein Ende dieser unhaltbaren Situation. Wir sind gegen eine Logik, nach der Menschen ihr Bleiberecht nach Nützlichkeit zugesprochen bekommen und ansonsten brutal abgeschoben werden. Wir fordern stattdessen Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung für alle Menschen, an jedem Ort. Wir fordern ein Ende des Abschiebehaftsystems."


Also manchmal frag ich mich wirklich...


Re: Tod in Abschiebehaft [Re: PeppermintPatty] #230909
05/01/2008 07:46
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so dramatisch und bedauerlich das ist - ich schliess mich dir an, PP, und bin dann dafür, dass wir gleich die bösen, bösen menschen einsperren, die diese armen kerle dazu gezwungen haben, hierher zu kommen...

und ob das wirklich das einzige vergehen ist... wage ich mal zu bezweifeln, ich vermute mal, dass wenigstens die hälfte deutlich mehr auf dem kerbholz hat.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Karmoussa] #230911
05/01/2008 09:16
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Es ist tatsächlich so, daß es ganz einfach ausreicht illegal hier zu sein um in Abschiebehaft zu kommen. Und ich meinerseits kann gut verstehen, daß etliche im "goldenen" Europa einen Ausweg aus ihrer Misere sehen. Da hilft nur Aufklärung vor Ort über die tatsächlichen Gegebeneheiten hier und Verbesserung der Lebensumstände dort (wirtschaftlich und politisch). Ich sehe zwar ein, daß unsere Staaten sich schützen wollen (müssen?), dennoch denke ich, daß man mit den "unerwünschten" menschlich umgehen sollte.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: sarahk] #230914
05/01/2008 10:35
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und wie würde man in den herkunftsländern der meisten behandelt, die dort einsitzen, wenn man dort illegal wäre? ich wage zu bezweifeln, dass die einem nun unbedingt den a... pudern.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Vic] #230916
05/01/2008 11:21
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Salam..

ich finde es immer bedauerlich und traurig, wenn jemand meint das Leben nicht mehr ertragen zu können. Wenn es dann zum Tod eines Menschen führt,dann ist es umso trauriger und ich bedauere ihn und alle die, die ihm nahestanden.
ABER: es gibt hier wie überall Gesetze, die das Tun und Lassen innerhalb der jeweiligen Gesellschaft regeln (sollen) und dem sind wir alle unterworfen. Das gilt auch für den Bereich des Aufenthaltsrechts. Daher muss jeder, der sich illegal in D aufhält davon ausgehen, das die entsprechenden Gesetze Anwendung finden. Das tun sie in D ebenso wie in TN oder jedem anderen Land. Von daher ist unserer Gesetzgebung kein Vorwurf zu machen. Etwas anderes wäre es, wenn die Beamten irgendwelche Übegriffe oder Schikanen zugelassen oder gemacht hätten. Davon ist meiner Meinung nach aber keine Rede.

LG



Wenn nicht Meinung gegen Meinung offen gesagt wird läßt sich die bessere nicht herausfinden.

Je dis ce que je pense et je fais ce que je dis.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Karmoussa] #230917
05/01/2008 11:36
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Was ist das denn für ein Argument??????

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: sarahk] #230922
05/01/2008 12:42
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das ist ein argument, mit dem ich ausdrücke, dass man hier zwar gerne den rahm abschöpfen möchte, dabei aber offensichtlich vergisst, das wo licht ist, auch immer schatten ist. wenn ich mich illegal (und da würde ich, bevor das wieder mit "nur" attributiert wird, mal mit der bedeutung des wortes illegal auseinanersetzen) in ein land einschleiche, kann ich nicht erwarten, in milch und honig gebadet zu werden, oder?

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Karmoussa] #230925
05/01/2008 12:50
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denkst Du nicht zwischen "Milch und Honig" und unwürdiger Behandlung gibt's auch noch ein Mittelmaß? Menschenwürde und Respekt haben auch diese Menschen verdient.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: sarahk] #230928
05/01/2008 13:02
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in abschiebehaft sitzt man, wenn man sich hier illegal aufgehalten hat und sich schnappen lässt. oder aber, der gute, zugereiste bürger ist straffällig geworden. von daher denk ich mal, ist es nur gerecht, wieder "nach hause" zu müssen.

und illegal heisst wohl in diesem fall, er hat die 3 berühmten jahre bei seiner angetrauten nicht durchgestanden und sie hat das eben gemeldet. und das wiederum ist auch nur gerecht.

oder aber er kam aus einem anderen mitgliedstaat der eu, in welchem er sich auch schon nicht ganz legal aufgehalten hat und hat hier niemanden zum heiraten gefunden, was ja von der rechtlichen lage auch nicht ganz ohne probleme geht.

abschiebungsgründe lagen also vor. und da kann sich meiner meinung nach noch ne initiative bilden, es wird immer so bleiben.

lg

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: LOE090312] #230934
05/01/2008 13:28
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Es ging mir nicht um die Frage, ob es rechtens ist, daß jemand abgeschoben wird oder nicht. Sondern um die Tatsache, daß in der Abschiebehaft tatsächlich oft unmögliche Verhältnisse herrschen. Und da müssen uns doch wohl kaum die Haftbedingungen der Herkunftsländer dieser Häftlinge als Vorbild dienen?

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: sarahk] #230935
05/01/2008 13:42
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Ich frage mich wirklich warum gleich hier in den Raum geworfen wird das es unmögliche Verhälnisse in der Abschiebehaft herschen.
Ich werde mal den Papa meiner ersten beiden Kidis fragen der arbeitet genau hier in Berlin in der Abschiebehaft und kann sicherlich auch zu diesem speziellen Fall was sagen. Und genau da hatte er Dienst gehabt. Also mach ich mich erstmal richtig schlau und frage direkt nach. lg


BISMILLAH RAHMEN RAHIM

http://www.helft-tunesien.org

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: sarahk] #230936
05/01/2008 13:43
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woher weisst du das?
nach meinem kenntnisstand werden die abschiebehäftlinge weder geschlagen noch getreten. sie bekommen 3 mal am tag eine warme mahlzeit und ansonsten werden sie bis zur abschiebung in ruhe gelassen.

und haftbedingungen......geflieste zelle, bett und decke, also nicht anders wie bei inhaftierten, die in deutschland verbleiben.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: LOE090312] #230937
05/01/2008 13:46
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genauso sieht es aus.


BISMILLAH RAHMEN RAHIM

http://www.helft-tunesien.org

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: bandy] #230938
05/01/2008 13:48
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nur der hintern wird nicht gepudert und fernsehen ist wohl auch nicht drin. zumindest nicht in der zelle

und abschiebeflüge kosten richtig geld.....meins und euer

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: LOE090312] #230940
05/01/2008 13:52
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ich sprach von menschenwürdiger Behandlung - nicht von Luxus im Gefängnis. Ansonsten...schönes Wochenende noch

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: sarahk] #230943
05/01/2008 14:09
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Salam..

davon sprechen wir auch liebe Sarah. Bist du denn der Meinung, es würden menschenunwürdige Zustände herrschen? Was meinst du konkret?
Ich habe im Rahmen meiner früheren ehrenamtlichen Arbeit für ai einmal einen Abschiebehäftling besucht im Gefängnis Regensburg.
Es gab keine Unterschiede in der Unterbringung zu normal Inhaftierten. Und das größte Problem schien zu sein, die eigene Identität so zu verschleiern, das man einer Abschiebung entgeht.
Das ist der Auslöser und Grundgedanke der meisten, mit denen ich zu tun bekam und das war über einen Zeitraum von doch fast 6 Jahren.

LG



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Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Hayati] #230946
05/01/2008 14:26
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Ich denke nicht, dass sich die Menschen dort umbringen, weil sie menschenunwürdig behandelt werden. Eher ist es ihre Situation und die Ungewissheit, wie es nach der Haft weitergeht. Aber das kann ich natürlich nicht wissen, sondern nur vermuten.
Aber ich verurteile niemanden, der hier illegal herkommt. Denn wir wissen nicht, wie das Leben in einem Land ist, in dem es keine Möglichkeit gibt, seine Familie zu ernähren, in dem es keine Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld gibt und keine Krankenversicherung.


Verträume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum!
Re: Tod in Abschiebehaft [Re: Katousti] #230955
05/01/2008 16:22
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@all Schön dass sich doch noch eine Diskussion entwickelt hat, wusste erst nicht ob ich zu Vics Thema was sagen sollte... \:\)

Hayti und Karmoussa, genau der Meinung bin ich auch.

Denke auch dass sich niemand wg. der Umstände in der Haft was antut, sondern eben aufgrund dessen was ihn im Heimatland erwartet, was immer das auch sein mag. Wie Katousti auch schrieb.

Dazu möchte ich noch sagen, natürlich heisse ich nicht gut wenn Menschen abgeschoben werden, die in ihrem Heimatland verfolgt werden oder befürchten müssen dort ihr Leben zu lassen, aber das sind ja mM nach Gründe aus denen entsprechenden Personen Asyl gewährt wird und das ist ja auch gut so.

Allerdings denke ich nicht dass im vorliegenden Fall des TN so etwas in Betracht kommt.

bandy, viell. kannst du ja wirklich noch was rausfinden... \:\)

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: PeppermintPatty] #230968
05/01/2008 18:39
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Hallo an Alle,

ich kann nur von Hamburg sprechen und hier sind Abschiebehäftlinge im gleichen Gefängniss unter gleichen Bedingungen wie alle anderen untergebracht, zig Nationen auf engstem Raum, Besuch einmal die Woche und ich finde das schon krass. Je nachdem was man im Heimatland schon erlebt hat, kann einen das schon fertig machen. So das einem die Situation ausweglos erscheint. Ich finde es ganz wichtig, von der grundsätzlichen Frage zum Thema mal abgesehen, das Pläne wie hier in HH die Menschen wieder anders unterzubringen und mehr Besuche zuzulassen durchgeführt werden.

Gruß Zaza

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: zaza] #230979
05/01/2008 22:22
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hmmm, was wäre denn gewünscht? einzelzimmer mit bad und täglicher besuch? soweit ich weiss (correct me if i'm wrong) dürften unsere gefängnisse zu den "bequemsten" und vor allem menschlichsten der welt gehören. knast ist strafe - kein hotel oder eine belohung für irgendwas. das da auf die persönlichen befindlichkeiten keine rücksicht genommen werden kann (wobei es für moslems - soweit ich weiss - zumindest schweinfreies essen gibt) finde ich normal. und wenn die zustände in ihrem heimatland so lebensbedrohlich sind (es sich also nicht - so hart das klingen mag - NUR um wirtschaftsflüchtlinge handelt), können sie ja asyl beantragen. aber wenn alle, denen es in ihrem land ihrer ansicht nach nicht "gut genug" geht (wobei das wohl oft daran liegen mag, dass man da für geld arbeiten muss und es nicht wie hier für nichtstun bekommt - hartz IV ist für die meisten schon relativer reichtum), mal eben hierher kommen (wohlgemerkt immer noch illegal!), dann geht es uns in 10 oder 20 jahren schlechter als in deren ursprungsländern - plus: wenn jeder, der was machen könnte, einfach die kurve kratzt, statt mal die ärmel hochzukrempeln, den faulen poppes in bewegung zu setzen und im eigenen land was zu reissen, wird sich da nie was ändern.

Re: Tod in Abschiebehaft [Re: zaza] #230981
05/01/2008 22:30
05/01/2008 22:30
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Assia Offline
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Also ich frage mich auch: Wozu ist ein Gefängniss da? Um Urlaub zu machen?

Es sollte ja doch noch eine Strafe sein!!

Wenn Jemand in Abschiebehaft gerät dann sollte er vorher doch schon gewusst haben dass Ihn das erwarten kann wenn er illegal herkommt.

Also warum wird da so ein TamTam gemacht?

Trotzdem tut es mir Leid dass ein junger Mensch gestorben ist.

LG Assia


http://de.youtube.com/user/lizalovesHIM

There's no smile of an Angel without the right of god.
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