Die Entscheidung für nichtdeutsche Ehepartner wurde von Frauen und Männern mit deutscher Staatsangehörigkeit in unterschiedlichem Maße getroffen. Ließen sich bis in die 90er Jahre mehr deutsche Frauen mit einem ausländischen Mann standesamtlich trauen als deutsche Männer mit Ausländerinnen, kehrte sich diese Tendenz danach um. Sowohl die Zahl als auch der Anteil der Eheschließungen zwischen deutschen Männern und Ausländerinnen hat seit den 60er Jahren zugenommen.
Im Jahr 2001 gab es in Nürnberg rund 370 solche Hochzeiten, was 42,6 % an den Heiraten mit Ausländerinnen und Ausländern entsprach. Der gesellschaftliche Wandel seit den 60er Jahren spiegelt sich auch in veränderten Häufigkeiten der Nationalität der ausländischen Ehepartner wider. Von den deutschen Frauen, die einen Ausländer heirateten, wählten sich 1961 noch 49,8 % einen US-Amerikaner als Ehemann, 2001 waren dies nur noch 7,7 %. Andererseits spielten z. B. Türken als Ehepartner deutscher Frauen 1961 nur eine zu vernachlässigende Rolle, während sie im Jahre 2001 den ersten Platz in der Gunst der Frauen unter den Ausländern einnahmen (19,9 %), gefolgt von Männern aus dem ehemaligen Jugoslawien (16,5 %) und Italienern (8,0 %).Deutsche Männer hingegen, die sich mit ausländischen Frauen vermählten, bevorzugten im Jahre 2001 Frauen mit rumänischer (16,3 %), polnischer (11,7 %) bzw. russischer Staatsangehörigkeit (7,0 %).Ehen mit zwei ausländischen Partnern wurden vorwiegend zwischen Irakern, Italienern, Griechen, ehemaligen Jugoslawen und Türken geschlossen.