Dieselben Lieder werden stets gesungen. Dieselbe Platte wird immer aufgelegt, wenn es sich um westliche Propaganda handelt.Es klingt gut,sogar sehr gut, aber nur,wenn man es nicht versteht...
Die Musik ist angenehm, aber der Inhalt ist grauenhaft.
Demokratie, Meinungsfreiheit, Emanzipation , Gleichberechtigung, Menschenrechte, Unabhängigkeit, FREIHEIT...
Das sind die Lieder, das ist der neuer Maßstab für die Zivilisation.
Wie gesagt, es klingt gut, aber irgendie stinkt es ...
Nun geben wir uns die Mühe und versuchen wir den Inhalt der Platte zu verstehen.
Wir fangen mit Lied Nummer 1:
Menschenrechte ...... ein leeres Wort!
Unter den in Europa lebenden Muslimen wird die Idee propagiert, man müsse
einen "europäischen" Islam schaffen, der Werte des Humanismus, der
Aufklärung und Demokratie mit islamischen Normen verbinde. Ziel dieses
Vorhabens sei es, den Menschen in Europa den Islam "schmackhaft" zu
machen, indem man ihnen den Islam vor ihrem eigenen geschichtlichen und
kulturellen Hintergrund präsentiert. Würde man hingegen, so das Argument, den
Islam allein aus dem Anspruch einer zu jeder Zeit und an jedem Ort gültigen,
vollständigen und keiner anderen Referenz bedürfenden Offenbarung erklären,
würden die des Islam unkundigen Europäer erst recht "abblocken" und "die
Schotten dichtmachen". Diese vermeintlich notwendige Anpassungsleistung
wird so weit vorangetrieben, daß eine "Islamische Erklärung der
Menschenrechte" sowie Versicherungen, der Islam sei "demokratisch" als
Konsequenz eines pragmatischen Denkens, das das Vorgefundene ohne
Überlegung verarbeiten will, sowohl über den Ursprung, als auch über die Frage
der tatsächlichen Anwendung der Menschenrechte und ihrer Vereinbarkeit mit
dem Islam, bewußt oder unbewußt, hinwegsieht.
Diese Punkte sollen im Folgenden grundlegend geklärt werden.
1.Der Ursprung der Menschenrechte
Mit dem Schlagwort "Menschenrechte" wird eine Reihe von Konzepten und
Vorstellungen bezeichnet, deren Entwicklung in die für Europa spezifische
Geistesgeschichte eingebunden ist. Sie ist untrennbar mit den Ereignissen
verbunden, die man mit dem Stichwort der "Aufklärung" bezeichnet. Das
europäische Mittelalter war geprägt von der Herrschaft tyrannischer
Monarchen, die ihren Völkern den eigenen, ungerechten Willen im Namen
eines pervertierten "Gottesgnadentums" aufzwangen, sie unter tatkräftiger
Mithilfe des Klerus bis aufs Blut knechteten, entrechteten und schamlos
ausbeuteten.
Als unvermeidbare Konsequenz dieser spezifisch europäischen
Machtkonstellation kam es zur Kritik von Denkern und Philosophen, die im
Rahmen der sogenannten Renaissance unter Bezugnahme auf das "antike
Kulturerbe" die Bewegung des Humanismus hervorbrachten. Ziel dieser
Bewegung war es, ein nach ihrem Selbstverständnis auf Vernunft und Erfahrung
basierendes Denken zu entwickeln, das im Einklang mit den Ergebnissen der
nun betriebenen Naturwissenschaften stand. Hauptanliegen des Humanismus
war es, mit den kirchlichen Dogmen, insbesondere mit dem des
Gottesgnadentums (der Herrschaft im Namen Gottes) zu brechen. Vor diesem
Hintergrund entstand im 17./18. Jahrhundert die Konzeption des Naturrechts.
John Locke als einer ihrer Vertreter formulierte die These, daß der Mensch von
Geburt an "frei, gleich und unabhängig" sei. Unterwerfung unter eine Obrigkeit
könne, so der konsequente gedankliche Schritt, nur durch eine freie
Vereinbarung, den sogenannten Gesellschaftsvertrag, stattfinden. Dieser
Vertrag müsse jedoch die von Natur gegebenen Rechte des Menschen sichern.
Das Volk besitzt somit Rechte und Freiheiten, die ihm das Recht auf Kündigung
des Vertrages gewährleisten sollen, das Volk ist souverän.
Das Prinzip der Volkssouveränität bildet eine der Grundlagen des
demokratischen Systems und verdeutlicht den Bruch mit der Vorstellung
jeglicher gottgegebenen Herrschaft und gottgegebenen Rechts, den Bruch mit
der Offenbarung überhaupt. Die Religion bzw. der Glaube an eine Offenbarung
ist von nun an ein lediglich geduldeter Faktor in der Gesellschaft, dem es
untersagt wird, außerhalb der eigenen und kirchlichen Wände den Anspruch auf
Herrschaft zu erheben oder sich überhaupt in die Lösung der täglichen
Probleme des Menschen einzumischen. Die Idee vom Laizismus, der Trennung
zwischen Religion und Politik, stellt eine weitere Grundlage der Demokratie dar.
Als Folge der Aufklärung betrachtet sich der Mensch in seinem intellektuell
beschränkten und beeinflußbaren Wesen als befähigt und berechtigt, selbst
darüber zu entscheiden, was richtig oder falsch, gut oder schlecht, belohnens-
oder bestrafenswert ist. Vor diesem und nur vor diesem Hintergrund ist die
Ausformulierung der "Menschenrechte" zu verstehen.
Die erste Erklärung der Menschenrechte erfolgte bezeichnenderweise in der
damaligen Kolonie Englands, Virginia. In der "Unabhängigkeitserklärung" heißt
es euphemistisch: "Alle Menschen sind von Natur aus gleichermaßen frei und
unabhängig und besitzen gewisse angeborene Rechte..., und zwar den Genuß
des Lebens und der Freiheit und dazu die Möglichkeit, Eigentum zu erwerben
und zu besitzen und Glück und Sicherheit zu erstreben und zu erlangen." Zudem
werden das Recht des Volkes auf Selbstregierung, freie Religionsausübung und
Pressefreiheit verkündet.
In Europa faßte das Konzept der Menschenrechte mit der Französischen
Revolution von 1789 und ihren Schlagwörtern "Freiheit, Gleichheit,
Brüderlichkeit" Fuß und wurde von den sozialrevolutionären Bewegungen des
19. Jahrhunderts erweitert. Mit der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
durch die Vereinten Nationen von 1948 wird der Anspruch auf eine universelle
Gültigkeit der Menschenrechte, unabhängig von Religion und Kultur als
"gemeinsames Menschheitserbe" manifestiert. Somit wird der mit der Epoche
des Kolonialismus einsetzende Prozeß, die Grundlagen und Normen der
kapitalistischen westlichen Kultur als einzig gültige Werte zu deklarieren und
der restlichen Welt unter dem Vorwand des Fortschritts und der allgemeinen
Entwicklung menschlicher Lebensformen aufzuzwingen, fortgesetzt.
Markanterweise war es der damalige US-Präsident Theodore Roosevelt, der
1941 in seiner Rede an den amerikanischen Kongreß die vier Grundfreiheiten
(die er als persönliche, Meinungs-, Eigentums- und Religionsfreiheit
definierte), welche mit den Menschenrechten in Verbindung stehen, als
"Grundlage einer neuen Weltordnung" bezeichnete, als deren Garanten er sich
wohl die USA vorstellte.
Die Weltkonferenz über Menschenrechte in Wien 1993, die die
Menschenrechte in ihrer Abschlußerklärung als "universell, unteilbar,
voneinander unabhängig und miteinander verbunden" bezeichnete, setzt diese
Tradition fort.
2. Die Realität der "Menschenrechte"
Soviel zur Grundlage und zum theoretischen Anspruch der Menschenrechte.
Sind sie aber nicht mehr als ein hehres Ideal, das auf dem Papier steht und in
dessen Namen Organisationen wie die UNO, aber auch Staaten wie die USA,
Großbritannien und Frankreich weltweit Operationen militärischen Charakters
ausführen bzw. sich das Recht nehmen, Regierungen als legitim oder illegitim
zu bezeichnen?
Mit der Heuchelei und Doppelmoral, die mit der Idee der Menschenrechte vom
Beginn ihrer Geschichte bis heute verbunden ist, haben besonders die nicht
europäischen Völker und Kulturen ihre einschlägigen Erfahrungen gemacht.
Schon in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ist zwar davon die
Rede, daß alle Menschen "gleich, frei und unabhängig" sind, doch galten die
beschriebenen Rechte nur für einen quasi elitären, weißen Herrenclub
europäischer Abstammung. Für die amerikanischen Indianer, die unter
grausamsten Bedingungen ihres Landes, ihrer Kultur und Sprache und jeglicher
Rechte, wenn nicht sogar ihres Lebens beraubt und wie Tiere gejagt wurden,
galten die "Menschenrechte" ebensowenig, wie für die in Afrika "erbeuteten"
und als Sklaven in die Kolonien Europas verschleppten, die - wie übrigens
auch die weißen Frauen - offenbar keine Menschen im Sinne des Gesetzes
waren. Bleibt zu erwähnen, daß die Nachfahren dieser damals Entrechteten
auch heute von einer Umsetzung der "Menschenrechte" nur träumen können.
Das Land, in dem für einen großen Prozentsatz der Bürger nicht einmal
elementarste Grundrechte, wie das Recht auf medizinische Versorgung,
Unterkunft und ausreichende Nahrung gewährleistet werden, sieht sich
nichtsdestotrotz in der Rolle des Vorreiters, wenn es darum geht, wie ein
moderner Zorro vermeintliche Menschenrechtsverletzungen überall in der Welt
anzuklagen und zu "rächen".
Frankreich, Musterland der Aufklärung und Ort der Revolution von 1789, die
unter dem Banner "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" geführt wurde, ist - wie
auch England und viele andere europäische Nationen - mit einer überaus
grausamen Kolonialherrschaft sehr wenig "brüderlich" in die Annalen der
Geschichte eingegangen. Nur zwei Jahre nach der im europäischen
Geschichtsunterricht als Beginn eines neuen Zeitalters gefeierten Revolution,
landete Napoleon mit seiner Armee in Ägypten in der Absicht, das Land zu
kolonialisieren. Das Beispiel Algeriens allein würde genügen, mit dem
Alleinanspruch Frankreichs auf die Repräsentanz kultureller Werte
aufzuräumen. Bleibt zu erwähnen, daß muslimischen Schülerinnen ihr
"Grundrecht auf Religionsausübung" dadurch verweigert wird, daß sie in
französischen Schulen keine islamische Kleidung tragen dürfen.
Die Reihe dieser oder ähnlicher Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen.
Festzuhalten bleibt, daß sich die europäischen Staaten für die Kolonialisierung
der "übrigen" vier Kontinente, der Entrechtung und Vernichtung ihrer indigenen
Bevölkerungen und der Ausbeutung ihrer Bodenschätze, die sich in der
derzeitigen Wirtschaftsordnung fortsetzt, verantwortlich zeichnen. Dabei fand
dieser Prozeß nicht etwa im Widerspruch zur Aufklärung und der Entstehung
des kapitalistisch - demokratischen Systems, in welchem die Erklärung der
Menschenrechte eingebettet ist, statt. Sie wurde vielmehr durch die ihr
zugrunde liegende Auffassung verursacht, der Mensch könne sich seine
eigenen Gesetze machen. Dieses Konzept hat in Verbindung mit dem einzigen
Maßstab des kapitalistischen Wertesystems, daß der Profit die Basis allen
Handelns ist, genau die oben beschriebene historische Entwicklung verursacht,
die bis heute andauert. Der Universalitätsanspruch der Menschenrechte wurde
durch eine blutige Geschichte der Entrechtung von 90 % der Weltbevölkerung
erkauft.
Aber was ist nun mit der UNO, diesem doch vorgeblich unabhängigen
Zusammenschluß aller Staaten, der es sich weltweit zum Ziel gemacht hat, sich
für den Weltfrieden einzusetzen? Schon ein Blick auf die
Entstehungsgeschichte und die Struktur der UNO genügt, um zu erkennen, daß
die UNO die internationale Machtkonstellation nach dem 2. Weltkrieg
widerspiegelt und festigt. Es sind - insbesondere nach dem Austritt des
Kommunismus als weltpolitischer Faktor - die westlichen kapitalistischen
Staaten, die das Wesen der UNO bestimmen und sich zu nichts anderem
verpflichtet sehen, als die internationale Politik zugunsten ihres eigenen
materiellen Profits zu lenken.
Mit der Erklärung der Menschenrechte wird ein Konzept, das vor dem
spezifischen Hintergrund der westlichen Kultur und Geschichte entstanden ist,
zum universell gültigen Prinzip erklärt, das Vorrang vor allen anderen
kulturspezifischen Normen und Werten hat.
Jedem nur halbwegs aufmerksamen Beobachter des weltpolitischen
Geschehens ist diese Doppelmoral längst bewußt geworden. Den als
Menschenrechtsverletzungen deklarierten Vorgängen in Kuwait wurde ein
massives Aufgebot an militärischer Stärke entgegengesetzt. Bis zum heutigen
Tag ist die Zivilbevölkerung des Irak durch das UN-Embargo ihrer Grundrechte
auf Nahrung und medizinische Versorgung beraubt, während das Problem der
entrechteten Muslime Bosniens über lange Jahre von Konferenz zu Konferenz
verschleppt wurde. Universalität der "Menschenrechte"? Universelles
Profitdenken ist wohl eher zutreffend.
Gruss
(bis zum nächsten Lied)