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Über Scheinheiligkeit und Intoleranz #179148
29/08/2006 14:46
29/08/2006 14:46
Joined: Feb 2006
Beiträge: 958
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annadi Offline OP
Mitglied
annadi  Offline OP
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Joined: Feb 2006
Beiträge: 958
Stuttgart
Hallo,
ich bin zwar nicht so oft hier wie die meisten von euch, aber wenn ich hier Beiträge lese, dann finde ich das unterhaltend, informativ und manchmal leider auch ärgerlich.
Deswegen nun dieser Beitrag.
Es gibt hier im Forum (genau wie in der wirklichen Welt) Menschen, die andere bekehren wollen und ständig zeigen müssen, dass ihr Weg der einzig richtige ist. Ich denke, die meisten werden wissen, wen ich hier damit meine.
Zuerst einmal zu mir: ich könnte mir für mich niemals eine andere Religion als den Islam vorstellen. Das liegt zum einen natürlich an der Erziehung, zum anderen aber auch daran, dass der Islam für mich stimmig und logisch ist. Ich könnte niemals ein Christ sein, weil es für mich dort so viele unlogische Sachen gibt, die ich nie akzeptieren könnte. Aber das ist meine persönliche Sache und das heißt nicht, dass ich andere davon überzeugen muss.
Und schon gar nicht in der Weise, dass ich andere Religionen abwerte.
Meine Frau ist Christin und wir leben völlig harmonisch zusammen. Ich sehe keine Probleme darin.
Warum habe ich diesen Beitrag nun "Scheinheiligkeit und Intoleranz" genannt?
Ich beobachte es häufig, wie die eigene Gläubigkeit gezeigt wird, man den Quran zitiert und sich als streng religiös darstellt und in Wirklichkeit lebt man eben auch nicht so wie es eigentlich sein sollte. Schon alleine, dass man vor der Ehe [***] hatte ist doch nicht vereinbar mit so einer Fassade. Oder es wird Alkohol konsumiert. Es reichen aber auch schon böse Gedanken. Hier denke ich vor allem an eine bestimmte Person hier im Forum. Da spüre ich beim Lesen der Beiträge eine solche Bösartigkeit, dass ich gar keine Lust habe zu antworten. Es bringt nichts, wenn man den ganzen Quran auswendig aufsagen kann (es wäre natürlich sehr schön, wenn ich das könnte) und gleichzeitig sind die Gedanken im Kopf giftig.
Mein Vater ist um Beispiel ein wunderbarer Muslim: er betet, trinkt nicht, raucht nicht, hält sich an alle Gebote, aber er ist im Herzen "weich", das heißt niemals bösartig. So soll es doch sein.
Ich selbst bin sicher kein vorbildlicher Muslim, denn ich trinke ab und zu ein Bier und hatte auch schon [***] vor der Ehe
Aber dafür versuche ich ein guter Mensch zu sein. Und das ist mir persönlich wichtiger, als das Auswendiglernen von Suren.
Toleranz kann man nicht nur verlangen, sondern man muss sie auch selbst leben.
LG,
annadi
P.S.: Eben fällt mir auch noch ein schöner Spruch ein "Der Ton macht die Musik". Daran sollte man sich hier im Forum öfter orientieren

Re: Über Scheinheiligkeit und Intoleranz [Re: annadi] #179149
29/08/2006 14:51
29/08/2006 14:51

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Anonym
Nicht registriert
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Annadi bin begeistert. du sprichst mir aus der Seele

Re: Über Scheinheiligkeit und Intoleranz [Re: annadi] #179150
29/08/2006 15:44
29/08/2006 15:44

A
Anonym
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annadi, dass hast du schön geschrieben und ich bin ganz deiner meinung

Re: Über Scheinheiligkeit und Intoleranz #179151
29/08/2006 16:31
29/08/2006 16:31
Joined: Aug 2006
Beiträge: 2,473
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CandelaNeu Offline
Mitglied
CandelaNeu  Offline
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Joined: Aug 2006
Beiträge: 2,473
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Ganz genauso ist es!
Es ist wichtiger ein Guter Mensch zu sein und anderen zu Helfen, wenn sie um Hilfe bitten, egal ob er Christ oder Muslim oder gar keinen Glauben hat.
Und es ist sicher auch keine Hilfe jemanden "fertig" zu machen, nur weil einem die Art und Weise nicht gefällt wie dessen Leben verläuft.
Die wenigsten hier halten sich doch wort wörtlich an den Quran, und das ist auch ok in meinen Augen so lange man mit sich im reinen ist, und mit seinen Mitmenschen entsprechend respektvoll umgeht. Für sich den richtigen Weg finden...und beurteilen, was ist wichtig.
Treue in der Ehe ist für mich zb höher zu bewerten, als ab und zu ein Bier zu trinken...usw.
Für jemand anderes ist sicher auch wichtig kein Bier zu trinken...und wenn das so ist dann ist auch das so. Toleranz und Akzeptanz ist doch sehr wichtig für ein ruhiges und gutes Zusammenleben.

LG,
Gabi